Theater Regensburg startet mit starken Zahlen und starken Premieren in die neue Saison

Trotz der Sanierung des Velodroms: Das Theater Regensburg erreicht die zweithöchste Besucherzahl seiner Geschichte. Die Spielzeit startet mit einem Opernspektakel von John Corigliano und einer Komödie voll bösen Humors.
Das Theater meldet sich aus der Sommerpause zurück – mit dem Blick zurück auf eine höchst erfolgreiche Saison und mit der Aussicht auf eine spannende Spielzeit, so Sprecherin Andrea Hoffmann.
Die Auslastung liegt bei über 90 Prozent
Das Haus konnte 184 456 Besucherinnen und Besucher in der Spielzeit 2024/2025 erreichen. Das sind noch einmal rund 15 000 Gäste mehr als in der Vorsaison. Die Bilanz stellt sogar den zweithöchsten Wert in der langen Geschichte des Hauses dar. „Das ist besonders bemerkenswert, da die größte Spielstätte Velodrom aufgrund der Sanierung gerade durch das kleinere Antoniushaus ersetzt wird“, unterstreicht Hoffmann. Die Auslastung ist auf hervorragende 90,70 Prozent gestiegen (Vorsaison: 87,85 Prozent). Auch die Abo-Zahlen konnten erneut gesteigert werden, heißt es in der Bilanz.
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Intendant Sebastian Ritschel und Finanzchef Matthias Schloderer freuen sich über den begeisterten Zuspruch und die stetig wachsende Reichweite. Sonderformate bei freiem Eintritt wie Balkonsingen, Velodrom-Führungen oder die Tanzperformance „Passagen“ in St. Emmeram erreichten zusätzlich Menschen, die eher theaterfern waren, betonen sie.
Die neue Saison startet mit einem musikalisch orientierten Festakt unter dem Titel „Auf dem Weg zum Staatstheater“. Das Haus wird ja, wie Kunstminister Markus Blume zuletzt im Interview der Mediengruppe Bayern bekräftigt hatte, im Lauf dieser Spielzeit in den exklusiven Kreis der Staatstheater aufgenommen; ab 2027 will Bayern 50 Prozent der Förderung übernehmen. Für den Festakt am 13. September gibt es Restkarten.
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Bühne frei: Am 20. September (ab 11 Uhr) öffnen sich alle Bühnen zum großen Theaterfest und am Abend gibt es bei der Eröffnungsgala erste Live-Einblicke in die neue Spielzeit.
Gesellschaftskritische Komödie mit reichlich Lokalbezug
Die ersten Premieren stehen Ende September an: Das Opernspektakel „The Ghosts of Versailles“ ist erst zum zweiten Mal überhaupt in Deutschland zu erleben. Der New Yorker Komponist John Corigliano, Pulitzer-, Oscar- und Grammy-Preisträger, macht sich höchstpersönlich ein Bild von der Inszenierung und kommt zur Premiere am 27. September.
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Bundesweite Beachtung dürfte auch die gesellschaftskritische Komödie „Lob der Gerechten“ finden. Das angesagte Autoren-Duo Lutz Hübner und Sarah Nemitz, verantwortlich für Erfolgstitel wie „Frau Müller muss weg!“ und „Die Firma dankt“, hat im Auftrag des Theaters Regensburg vor Ort recherchiert und eine gesellschaftskritische Komödie mit reichlich Lokalbezug geschrieben. Hübner und Nemitz kommen zur Uraufführung am 28. September, bei einem Vorgespräch kann das Publikum beide persönlich erleben.
Mit einer außergewöhnlichen Produktion geht die Sparte Tanz am den Start: Unter dem Titel „Tanz Dahoam“ performen Mitglieder der Kompanie sozusagen auf Zuruf außer Haus, auch an privaten Orten, bei freiem Eintritt. Die erste Aufführung führt am 26. September nach St. Theresia, zum Benefizabend für die Leukämiehilfe Ostbayern.