Protest bei Mahle – Mitarbeiter wollen wissen, was aus dem Standort Neustadt wird

Von Jochen Dannenberg · 26. August 2025 um 17:00

Beim Autozulieferer Mahle stehen die Zeichen auf Sturm. Bei einer Betriebsversammlung am Montag verließen rund 250 Mitarbeiter das Werksgelände für eine Protestkundgebung. Sie fordern klare Aussagen des Managements zur Zukunft des Standorts Neustadt a.d. Donau.

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„Mal heißt es, wir werden verkauft. Ein anderes Mal heißt es, man sei auf Investorensuche. Aber wir wollen wissen, in welche Richtung es bei Mahle geht.“ So und ähnlich sagten es bei der Protestkundgebung am Montag viele Mahle-Mitarbeiter. Seit Jahren wollen sie wissen, wohin es mit dem Standort geht. Immer wieder wurde die Zukunft des Neustädter Betriebs für einige Zeit über Ergänzungstarifverträge abgesichert, doch die sind jetzt ausgelaufen.

„Was da gesagt wird, sind Nebelkerzen“, sagte Olga Redda, 2. Bevollmächtigte der IG Metall-Verwaltungsstelle Regensburg, am Rande der Kundgebung. „Es wird nicht offen und transparent kommuniziert“, kritisierte sie. Große Neuigkeiten zur Zukunft des Betriebs gab es auch am Montag nicht. Stattdessen, sagte Peter Meier, 2. Vorsitzender des Neustädter Betriebsrats, habe die Unternehmensleitung nicht einmal Manager zur Betriebsversammlung geschickt, die sich hätten äußern können.

Der Protest der Mitarbeiter vor dem Werkstor am Montagnachmittag war deshalb laut und die Botschaft einfach. „Wir wollen Antworten“, skandierten sie und schwangen dazu die roten Fahnen der Gewerkschaft. Und Betriebsratsvorsitzender Sepp Holzapfel betonte, „genau diese Antworten zu unserer Zukunft fehlen uns vom Management“.

Deutlich kritisierte Olga Redda deshalb auch die bisherigen Aussagen zur Zukunft des Mahle-Werks in Neustadt a.d. Donau. „Was da gesagt worden ist, ist heiße Luft. Wenn ich höre, man bemühe sich um neue Aufträge, dann ist das zu wenig.“

Gegenüber dieser Zeitung stellte Redda fest, dass die Zukunft an den Mitarbeitern nicht scheitern würde: „Nach meiner Erfahrung, verstehen Beschäftigte, denen man reinen Wein einschenkt, um was es geht.“