Nachfrage gesunken: Keine Warteliste mehr für die Kinderkrippen in Nittenau

Gute Nachrichten für Nittenauer Eltern: Die zuletzt angespannte Lage in Sachen Betreuungsplätze hat sich gelockert. Für die Kinderkrippen gibt es nun keine Wartelisten mehr. Die Stadt begründet diese Entwicklung mit „Wegzügen einiger Familien und weniger starken Geburtsjahrgängen“.
Konkret gibt es nach Angaben aus dem Rathaus in Nittenau derzeit 60 reguläre Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren, außerdem weitere zwölf übergangsweise genehmigte Plätze im BRK-Kinderhaus an der Fischbacher Straße. Angemeldet für das nun beginnende Betreuungsjahr 2025/2026 sind für die in Summe 72 Krippenplätze 69 Kinder, so dass alle untergebracht werden konnten.
Weitere Gruppe planen
Das heiße aber nicht, dass sich die Stadt nun in punkto Krippenplätzen auf dem Status quo ausruhen könne, lautet dazu allerdings die Einschätzung aus dem Schwandorfer Landratsamt. „Auch wenn die derzeitigen Zahlen keinen unmittelbaren Bedarf aufzeigen, empfiehlt das Kreisjugendamt Schwandorf, dass die langfristige Planung einer weiteren Krippengruppe das Ziel sein sollte“, so die Empfehlung der Behörde an die Stadt Nittenau.
Diese Maßnahme würde die Kindergärten in Nittenau entlasten und Überbelegungen vermeiden helfen, so die Botschaft des Kreisjugendamts weiter. Denn ein Unsicherheitsfaktor sind die 23 Kinder aus Nittenau, die Kindertageseinrichtungen in anderen Gemeinden besuchen. „Hier könnte möglicherweise ebenfalls weiterer Bedarf ableitbar sein“, vermutet man in der Verwaltung.
Räume sollen umgestaltet werden
Für Kinder über drei Jahre ist die Betreuungssituation nicht ganz so entspannt wie im Krippenbereich: Laut Zahlen aus dem Nittenauer Rathaus von Ende Juli standen hier zuletzt noch zwei Kinder auf der Warteliste. Insgesamt verfügt die Stadt über 100 gemeldete Kindergartenplätze im Katholischen Kindergarten St. Josef. 50 sind es im BRK-Kindergarten Regenbogen, 75 im BRK-Kindergarten St. Monika, 20 im Johanniter-Waldkindergarten und 25 im Katholischen Kindergarten St. Josef in Fischbach. Weitere 39 Kinder sind für das neue Betreuungsjahr im BRK-Kinderhaus Schatzinsel an der Fischbacher Straße angemeldet.
In dieser Einrichtung laufen seit einiger Zeit die Vorbereitungen für die Umgestaltung der dortigen Räume. „Diese baulichen Veränderungen sind dringend notwendig, um das für den Betrieb einer Kindertageseinrichtung vorgeschriebene Raumkonzept gänzlich erfüllen zu können“, heißt es von Seiten der Stadt dazu.

Kompromisse gefunden
Bislang habe man für diese Einrichtung, die 2015 in Betrieb ging, Kompromisslösungen gefunden. So hatte beispielsweise das städtische Bauhofteam in dem Gebäude 2023 Böden, Lampen und Fenster ausgetauscht. Langfristig sollen laut Stadt die drei bislang nur übergangsweise genehmigten Gruppen „fest etabliert und um weitere Gruppen ergänzt werden“.
Eine große Investition kommt auf die Stadt in Sachen Ganztagsbetreuung an der Schule zu: Derzeit laufen die Planungen für einen Kinderhort mit 150 Plätzen und für die Ausweitung der Mittagsbetreuung auf 150 Plätze. Zuletzt waren Kosten in Höhe von neun Millionen Euro im Raum gestanden, doch diese will die Stadt noch reduzieren. Zuletzt wurden im bestehenden Hort 108 Kinder in vier Gruppen betreut. Die Betriebserlaubnis sieht nur 50 Kinder vor, 58 Plätze sind übergangsweise genehmigt.