Bürgermeisterwahl im März 2026: Boml will in Nittenau Rathauschef bleiben

Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 entscheiden die Nittenauer darüber, wer in den kommenden sechs Jahren Bürgermeister sein wird. Amtsinhaber Benjamin Boml (FW) lässt keinen Zweifel an seinen Plänen. „Selbstverständlich möchte ich gerne weitermachen“, sagt er. Doch wie sieht es mit potenziellen Gegenkandidaten aus?
Noch sind sieben Monate Zeit bis zum Urnengang. In einigen Kommunen im Landkreis fanden bereits Nominierungsversammlungen statt. In Bodenwöhr beispielsweise wurde Rathauschef Georg Hoffmann (CSU) bereits im Februar erneut zum Kandidaten gekürt. Auch die Brucker Amtsinhaberin Heike Faltermeier (CSU) will ihren Posten behalten und wurde von ihren Parteikollegen Anfang April nominiert.
Viel Freude an der Arbeit
In Nittenau wollen auch die Freien Wähler bald Fakten schaffen: Anfang Juli soll Boml offiziell als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt werden. Für den 42-Jährigen ist klar, dass er seinen Platz an der Spitze des Nittenauer Rathauses verteidigen will. „Ich habe auf jeden Fall sehr viel Freude an meiner Aufgabe. Jeder Arbeitstag ist spannend“, sagt er.
Er erinnert sich noch gut an die Zeit, als er 2020 sein Amt antrat. Damals hatte er, für viele überraschend, auf Anhieb mit 51,2 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit geholt und seinen Vorgänger Karl Bley (SPD) aus dem Rennen geworfen. Seine ersten beiden Jahre im Amt seien stark von der Corona-Pandemie geprägt gewesen, sagt Boml. Weil viele Termine und Veranstaltungen ins Wasser gefallen seien, habe er die Möglichkeit gehabt, sich sehr schnell in die Verwaltungsaufgaben einzuarbeiten.
Boml will authentisch bleiben
Mit wem er im anstehenden Wahlkampf um die Gunst der Nittenauer konkurrieren wird, ist eine Frage, die sich Boml durchaus stellt. Allerdings, so sagt er, sei der Name am Ende nicht entscheidend. „Ich bin schon gespannt, wer mit ins Rennen geht. Aber beeinflussen lassen will ich mich davon nicht. Ich werde meinen Weg weitergehen. Ich werde mich nicht verstellen, sondern authentisch bleiben“, sagt Boml.
Bei der politischen Konkurrenz hält man sich mit der Nennung eines potenziellen Kandidaten noch zurück. „Aktuell ist noch nichts spruchreif“, sagt Thomas Auburger, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Nittenau. Derzeit plane man, die Nominierungsversammlung im Herbst, voraussichtlich im Oktober, abzuhalten.
CSU und SPD halten sich noch bedeckt

Im Jahr 2020 war CSU-Fraktionssprecher Thomas Hochmuth angetreten. Damals hatte er 16,2 Prozent der Stimmen erhalten. Er habe im Moment noch keine konkreten Pläne für den anstehenden Wahlkampf, sagt Hochmuth. Das könne sich aber auch noch ändern. Ausschließen wolle er eine erneute Kandidatur nicht, aber auch nicht bestätigen. „Das wäre im Moment reine Spekulation“, so Hochmuth gegenüber der Mittelbayerischen. Zunächst einmal sei es wichtig, dass die drei Ortsverbände Nittenau, Fischbach und Bleich-Kaspeltshub die Kandidaten für die Stadtratsliste zusammenstellten.
Auch bei der SPD hält man sich derzeit noch bedeckt. Man habe sich intern noch auf keinen Kandidaten festgelegt, sagt Florian Loibl, Fraktionsvorsitzender der SPD im Nittenauer Stadtrat. Auf die Frage, ob er selbst sein Glück versuchen wolle, erklärt er, dies wolle er zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren.
Ortsvorsitzende der Grünen will es noch einmal wissen

Ein konkreter Name steht derweil bei den Grünen im Raum: Ortsvorsitzende Claudia Müller-Völkl ist nach eigenen Aussagen bereit für eine erneute Kandidatur. „Es ist noch nicht endgültig entschieden, aber ich würde es noch einmal machen“, sagt sie. Im Jahr 2020 war sie erstmals angetreten und hatte damals 4,4 Prozent der Stimmen geholt. Das sei für ein ländlich geprägte Ortschaft wie Nittenau „ein ganz ordentliches Ergebnis“ gewesen, sagt sie. Deshalb wolle sie es auch 2026 noch einmal wagen. Es sei schließlich wichtig, die grünen Ideen in Nittenau stärker zu vertreten.
Müller-Völkl denkt dabei unter anderem an die Förderung von Kindern und Familien oder an die stärkere Berücksichtigung der schwächsten Verkehrsteilnehmer bei der Stadtplanung.