Riesiger Hechtenkäfig und Barfußpfad: In Berching entsteht ein neuer Park

Der Obst- und Gartenbauverein Berching arbeitet derzeit daran, eine öffentliche Grünfläche aufzuwerten. Was der neue Sinnespark bietet, wie viel er kostet und wann er erlebbar sein soll, erklärt OGV-Vorsitzender Michael Kienlein.
„Wir wollen einen Park schaffen, den Menschen mit ihren Sinnen erleben können“, sagt Kienlein. Im Zentrum steht ein Pfad am und im Bach, den man barfuß ablaufen kann. Angelegt ist dieser in der Form der Zahl 8. Die Besucher laufen dabei auf unterschiedlichem Untergrund, unter anderem Schotter, Moos, Sand, Laub, Schlamm und Tannenzapfen.






Über große Natursteine überqueren sie den Bach und durchschreiten den Weidentunnel. Danach geht es über einen Baumstamm erneut über den Bach. An einer Mauer verströmen zwölf verschiedene Rosenarten ihren Duft, an Kästen kann man Gegenstände ertasten. Dann geht es erneut durch den Schlamm, um diesen abschließend im Bach und an einer Wasserpumpe abzuwaschen.
OGV baut Sinnespark in Berching
Wer den Pfad lieber anderen überlasst, kann im Park auch an einer 2,80 Meter hohen, beleuchteten Wassersäule oder am Labyrinth-Tisch mit einer Kugel spielen. Beides ist derzeit aber noch nicht aufgebaut.
Auch der goldene Hechtenkäfig ist noch nicht zu sehen. Kommende Woche soll er geliefert werden, der Hecht folgt. Schon jetzt deutet ein 3,60 Meter großer Kreis an, wo der Käfig stehen soll. Dort können Eltern auch Verweilen und ihren Kindern beim Spielen zusehen. 4,30 Meter hoch soll der Käfig werden. Ein gigantischer, nachgebauter Hecht, das Symbol der Stadt, findet dort Platz. „Der Hechtenkäfig soll ein Fotospot werden“, sagt Kienlein.
Freizeitaktivität in Berching: Neuer Park soll Erlebnisort werden
Der OGV-Vorsitzende freut sich, dass das „Herzensprojekt“ nun auch baulich startet. Seit 2021 tüftelt der OGV an dem Sinnespark. Den Vorschlag für den Barfußpfad hatte das Tourismusbüro. Der OGV baute die Idee aus und überlegte sich ein Konzept für den gesamten Park, der sich zwischen Beilngrieser Tor und der Grund- und Mittelschule befindet.
Schulen und Kindergärten können den Park als Lehrort nutzen. Sie sind wie Jugendliche, der Fischereiverein und die OGV-Kindergruppe eingeladen, die insgesamt sieben Stelen im Park zu gestalten.
Neuer Park in Berching kostet 130.000 Euro
Der OGV will damit einen Beitrag für Bildung, Erziehung und Kunst leisten. Unter anderem entstehen zwei Hochbeete: eins für die Grundschule, das andere für den OGV-Nachwuchs. „Unser Ziel ist es, die Schöpfung und die Sinne wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen zu rücken“, sagt Kienlein. Mit dem Park soll ein weiterer Erlebnisort an der Stadtmauer geschaffen werden. Mit dem Hans-Kuffer-Park, dem GiB-Park sowie dem Spielplatz am Storchenturm gibt es bereits attraktive Orte in Altstadtnähe.
„Ich war begeistert, als Michael (Kienlein) die Idee damals präsentiert hat“, sagt Bürgermeister Ludwig Eisenreich. Der Park steigere die Attraktivität der Stadt für alle Bürger. Eisenreich lobt dabei das ehrenamtliche Engagement des OGV und die „beispielhafte Kinder- und Jugendarbeit“. Die Stadt steuert 15.000 Euro für den Park bei, über eine Leader-Förderung fließen knapp 45.000 Euro in das „Vorzeigeprojekt“, wie Monika Schmidt von Altmühl-Jura betont.
Auch Privatleute haben für den Park gespendet, sagt Kienlein. Den Rest der 130.000 Euro stemmt der OGV. Durch viel Eigenleistung soll der Anteil so gering wie möglich bleiben. „Wenn alles nach Plan läuft, soll der Park Anfang Oktober fertig sein“, hofft Kienlein.