Riesiger Hechten-Käfig soll Blickfang des Barfußpfads in Berching werden

Von Bernhard Neumayer · 28. April 2023 um 15:00

Das Wahrzeichen der Stadt Berching soll groß herauskommen. Ein überdimensionaler Hechten-Käfig spielt eine tragende Rolle in den Planungen des neuen Parks für die Sinne. Wo dieser entsteht und was er bietet, stellte der OGV vor.

Der Vorsitzende des OGV, Michael Kienlein, präsentierte am Donnerstagabend im Stadtrat die Pläne des Obst- und Gartenbauvereins Berching (OGV) für einen Sinnespark. Dabei soll ein riesiger Hechten-Käfig gebaut werden, der laut Kienlein der neue Fotospot der Stadt werden soll.

Der neue Park für die Sinne wird auf einer Grünfläche zwischen der Grund- und Mittelschule und dem Beilngrieser Tor errichtet. Über die Holzbrücke, die am Ende das Hans-Kuffer-Parks auf Höhe des Schulhartplatzes über die Sulz führt, erreicht man den künftigen Park.

Sinnespark: OGV Berching plant einen Barfußpfad

Auf der Grünfläche können Menschen die Natur mit ihren Sinnen wahrnehmen. Der Tastsinn soll mit einem Barfußpfad angeregt werden. Die Idee dazu hatte das Tourismusbüro. Der Pfad verläuft in Form einer Acht. Dabei laufen Menschen barfuß über Materialien wie Gras, Erde, Sand, Tannenzapfen, Holzstäbe, Rindenmulch, Kies, Pflaster, Hackschnitzel, Schotter, Glas und Schlamm.

Über den Bach, der sich dort befindet, balancieren Menschen auf einem Baumstamm. Außerdem ist ein Tunnel aus Weidengewächsen geplant. Im Weidentunnel treten Nutzer des Barfußpfads auf Moos. Um am Ende des Weges den Schlamm von den Füßen zu bekommen, kann man durch den Bach schreiten. Mittels einer Pumpe an einem Brunnen, der dort entstehen soll, kann man selbst für Wasser sorgen.

Fischereiverein Berching spendet den Hechten

Die Bänke, die auf der Wiese stehen, bleiben bestehen. Zusätzlich sollen Pflanzen und Blumen gepflanzt werden, um den Geruchs- und Sehsinn anzusprechen. Ebenfalls etwas fürs Auge sollen Kunstobjekte entlang der Bruchsteinmauer werden. Verschiedene Gruppen (Kindergärten, Schule, Jugend, Senioren, Vereine, Förderer) sind aufgerufen, eine Holzstehle zu gestalten.

Der Hörsinn soll durch Klangobjekte angesprochen werden. Und mit den Händen können Besucher des Parks Objekte und Materialien in Greifkästen ertasten. Ein Blickfang soll der übergroße Hechten-Käfig am Rand der Grünfläche werden. So nennt Kienlein die beschattete Laube, in der sich Eltern und Großeltern ausruhen können, während die Kinder den Barfußpfad erleben. Kienlein und der OGV stellen sich dort eine schattige, bewachsene Sitzmöglichkeit vor.

Die Laube ist nach dem Wahrzeichen der Stadt Berching konzipiert. Den Hechten dazu spendet der Fischereiverein. Der „Käfig“ soll laut Kienlein wie jener am Gredinger Tor werden: „Nur deutlich größer, mindestens drei Meter Durchmesser.“

Mit dem Park will der OGV die Sinne und die Schöpfung wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken. Die umliegenden Kindergärten, die Schulen, Patienten der Reha-Klinik und Bewohner des Seniorenheims haben kurze Wege zum Park. Der OGV kümmert sich den Unterhalt des Weges mit der Laube. Den Rasen mäht die Stadt. Auch die Verkehrssicherungspflicht obliegt der Stadt.

Stadträte und Bürgermeister loben OGV Berching

Bürgermeister Ludwig Eisenreich freut sich über eine weitere Naherholungsfläche in Berching, wie er sagte. Der Park steigere die Attraktivität der Stadt. Dafür dankte er dem OGV, der eine Bereicherung für die Stadt sei.

Auch zwei CSU-Stadträte äußerten sich überaus positiv. Laut Manfred Rackl kann man sich glücklich schätzen, dass ein Verein einen Park errichtet. Regina Burger war begeistert. Es sei grandios, was der OGV auf die Beine stelle. Das Gremium stimmte im Anschluss einstimmig für den Sinnespfad.

Auf dieser Grünfläche soll der Park der Sinne in Berching entstehen. -Foto: Neumayer