Schneider Weisse in Kelheim will die Bierproduktion ausbauen – das ist der Stand der Dinge

Der Bebauungsplan „Hofanger“ beschäftigte Kelheims Bauausschuss. Konkret ging es um die Ausbaupläne der Brauerei Schneider. Brauereichef Georg Schneider will in den kommenden Jahren die Produktion erweitern – so einfach ist das aber nicht. Zudem waren auch Stellplätze im Donaupark Thema.
Im Dezember 2024 waren im Kelheimer Bauausschuss die Ausbau-Pläne der Brauerei Schneider Weisse erstmals bekannt geworden. Nun beschäftigte das Thema erneut die Ausschussmitglieder.
Junior-Brauereichef Georg Schneider will in den kommenden Jahren die Produktion erweitern. Auf dem Areal des heutigen Mitarbeiter-Parkplatzes. Zudem soll die Abfüllung modernisiert werden.
Bebauungsplan „Hofanger“ geändert werden
Bevor es aber an einen konkreten Bauantrag geht, muss der bestehende Bebauungsplan („Hofanger“) geändert werden. Ursprünglich sollte das Update im sogenannten beschleunigten Verfahren durchgeführt werden. Nun entschlossen sich Bauherr und Planer, in ein Regelverfahren zu wechseln. Dieses biete inhaltlich „umfangreichere Möglichkeiten“. Daher war formal ein geänderter Aufstellungsbeschluss nötig. Der erfolgte einstimmig.
Weil sich die Brauerei nicht in einem Gewerbegebiet befindet, sondern am Rand der historischen Altstadt, gelten besondere Vorschriften, auch zahlreiche Gutachten seien nötig, etwa zur künftigen Lärmsituation, informierte Martin Huber vom gleichnamigen Mainburger Ingenieurbüro. Einige lägen bereits vor.
Denkmalschutz involviert
Ob der Nähe zu Stadtpfarrkirche und Ludwigsplatz rede auch der Denkmalschutz intensiv mit. „Die Abstimmung ist am Laufen“, sagte Huber. Auch Naturschutz-Fragen seien abzuarbeiten. Einziges Detail, das Huber nannte, war die maximale Höhe der Tanks, die liege bei 16 Metern.
Wie der Ausbau einmal konkret aussehe, werde erst im Zuge des Bauantrags eine Rolle spielen, sagte Planer Huber.
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Im Nordosten des Kelheimer Donauparks will ein Immobilien-Eigner bestehende Büroflächen erweitern. Die nötigen Stellplätze seien auf dem benachbarten Grundstück nachgewiesen, hieß es im Juni. Weil dieses aber nicht dem Antragsteller gehört, verlangte das Landratsamt als Baugenehmigungsbehörde „rechtliche Sicherheit“. Weil andere Nachweise „zeitintensiv und kostenaufwändig“ gewesen wären, entschied sich der Antragsteller laut Sitzungsunterlage vier Parkplätze von der Stadt „abzulösen“.
Nach aktuell gültiger Stellplatzsatzung sei dies grundsätzlich möglich, war dort weiter zu lesen. Dennoch hatte die Bauverwaltung angemerkt, dass „in vergleichbaren Fällen bisher keine Ablösemöglichkeit“ in dem Bereich eingeräumt worden sei. Diesmal gab es vom Ausschuss einstimmig grünes Licht. Gemäß der noch gültigen Stellplatzsatzung kostet dies insgesamt 20.000 Euro.