Bauen in Kelheim - von Ferienwohnung bis Tierarzt-Praxis

Neubau-Pläne, Nachverdichtung und Nutzungsänderungen waren die Themen im Kelheimer Bauausschuss.
Bereits seit Längerem trägt sich ein Investor mit dem Gedanken nahe des Kapfelberger Yachthafens einige Ferienwohnungen und ein kleineres Camping-Areal zu realisieren. Nun ging es um den Bauantrag.
Auf einem knapp zwei Hektar großen Grundstück will der Eigentümer acht Ferien-Wohneinheiten realisieren – sieben für Urlauber, eine für eine Aufsichtsperson. Angedacht sind 23 Betten. Dafür braucht es laut Stadt zwölf Stellplätze, die der Bauherr auf dem Gelände nachweisen kann.

„Bebauung zu massiv“
Da sich das geplante Gebäude teils im Überschwemmungsgebiet der Donau befindet, sind auch die Fachstellen Wasserrecht im Landratsamt wie das Wasserwirtschaftsamt zu beteiligen. Mehrheitlich hatten die Bauausschuss-Mitglieder nichts einzuwenden. Grünen-Stadtrat Christian Rank stimmte dagegen. Ihm war die Bebauung „an der Stelle zu massiv“. Aus dem Donaupark lag dem Gremium die Erweiterung bestehender Büroflächen im nordöstlichen Teil des Areals vor. Für dieses geplante Vorhaben sind fünf Stellplätze nötig. Sie werden laut dem Bauherrn auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstück nachgewiesen. Von den dort befindlichen 87 Stellplätzen würden aktuell nur 81 in Anspruch genommen.
Des Weiteren beschäftigte eine Nutzungsänderung am Pflegerspitz den Bauausschuss. Im „Sportinsel“-Komplex sollen die früheren Räume einer Schankwirtschaft und einer Bowlingbahn künftig als Tierarzt-Praxis genutzt werden. Laut dem kürzlich beschlossenem Bebauungsplan sind Behandlungs- und Therapieräume zulässig. Für die bisher genehmigte Nutzung waren insgesamt 24 Stellplätze notwendig, für die Praxis für Kleintiere sind es gemäß der Hauptnutzfläche sechs. Auch für dieses Vorhaben gab es Zustimmung. Wieder mit einer Gegenstimme. Grünen-Stadtrat Rank kritisierte, dass ihm die vorgelegte Flächenaufteilung (zwischen Haupt- und Nebennutzfläche – Letztere war in der Sitzungsunterlage als dreimal so groß wie die Hauptnutzfläche angegeben) unklar sei.
Vier weitere Wohneinheiten
In der Agnesstraße In Affecking denkt ein Bauherr über Nachverdichtung auf seinem Grundstück nach. Sein Antrag auf Vorbescheid wurde positiv beschieden. Angedacht ist der Ausbau des Dachgeschosses eines Mehrfamilienhauses, zudem will der Eigentümer ein Nebengebäude aufstocken und so insgesamt vier neue Wohneinheiten schaffen. Zudem sind drei Garagen geplant. Die Ausschuss-Mitglieder gaben grünes Licht für einige Abweichungen vom Bebauungsplan. Nicht zu rütteln war aber an einer Ausnahme mit Blick auf die Stellplatzsatzung. Wenn der konkrete Bauantrag gestellt werde, sei der Nachweis der Stellplätze erneut zu prüfen, hieß es.