Historisches Spektakel: Knapp 1400 Mitwirkende und 200 Pferde beim Festzug in Furth erwartet

Das älteste Volksschauspiel Deutschlands „Der Drachenstich“ lockte schon zu den ersten Aufführungen viele Besucher an. Am bevorstehenden Hauptwochenende mit den Hofrechten am Samstag und dem Historischen Festzug am Sonntag werden, schönes Wetter vorausgesetzt, noch mehr Besucher in die Festspielstadt kommen.
Die Festspiele unter der Regie von Alexander Etzel-Ragusa und mit einem begeisternden Ritterpaar Antonia Buschek und Tobias Jelinek laufen bestens. Im Hintergrund laufen aber schon seit geraumer Zeit die Vorbereitungen für den Historischen Festzug, der sich am Sonntag ab 14 Uhr durch die Straßen von Furth im Wald bewegen wird.
Alles läuft nach Plan
Drachenstich Organisationsleiterin Anna-Lena Fischer hatte vor Kurzem die Gruppenführer und Marschblockleiter zur Besprechung in den Gasthof Fellner eingeladen. Dort wurde noch einmal deutlich gemacht, dass alles geordnet ablaufen soll. Schließlich soll den Besuchern ja ein einmaliges Erlebnis präsentiert werden.
Die Disziplin der Autofahrer ist anerkennenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass in der Freinacht lange gefeiert wird.
Josef Fischer, Festzugleiter
In der alten Tennishalle wurden die Festwägen überprüft, die am Sonntag zum Einsatz kommen. Mittlerweile sind auch die Markierungen auf den Straßen, auf denen der Festzug sich aufstellen wird, angebracht. Somit ist auch hier alles bestens vorbereitet. Zuständig dafür waren Zugleiter Sepp Fischer und sein Stellvertreter Manfred Siegl sowie Mitarbeiter des Stadtbauhofs.
Die knapp 1400 Mitwirkenden und an die 200 Pferde können kommen. Bereits in aller Frühe werden am Sonntag von Mitarbeitern des Bauhofs die Festwägen auf ihre vorgegebenen Positionen gebracht. Mit dabei ist auch schon der Festzugleiter, der vor allem ein Augenmerk darauf hat, dass die Aufstellung des Festzugs nicht von parkenden Fahrzeugen behindert wird. Ab 9.30 Uhr sind diese Straßen für die Fahrzeuge gesperrt. Fischer erinnert sich, dass er in der nunmehr schon langen Zeit als Festzugleiter erst zweimal Fahrzeuge hat entfernen lassen müssen. „Die Disziplin der Autofahrer ist anerkennenswert, vor allem wenn man bedenkt, dass in der Freinacht lange gefeiert wird.“

Am Vormittag treffen dann die Musikgruppen ein, die beim „Bunten Treiben“ mitwirken. In der Berufsschule werden sie von den Mitarbeiterinnen der Kostümkammer mit ihren historischen Uniformen versehen. Je mehr es auf Mittag zugeht, umso munterer wird das Treiben in der Berufsschule. Das Schminkteam nimmt dann auch seine Arbeit auf und verwandelt ansonsten biedere Menschen in furchterregende Hussiten.
Gegen 13 Uhr sind dann auch die Gespanne für die Festwägen da und im Laufe der Zeit kommen auch die Reiter und reihen sich in ihre Festspielgruppen ein. Marschblock- und Gruppenleiter stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Geht der Zeiger in Richtung 14 Uhr, dann stimmt sich Festzugleiter Sepp Fischer noch mit diesen ab und bislang ist es ihm immer gelungen, dass der Festzug pünktlich um 14 Uhr startet. Der Festzugweg führt auch in diesem Jahr wieder über die Adam-Wild-Straße, da sich dies bewährt hat. Starten wird er in der Michael-Datzl-Straße und Bräuhausstraße, es folgt der Bayplatz und von dort aus geht es über die Lorenz-Zierl-Straße, Von-Müller-Straße, Grabitzer Straße, Adam-Wild-Straße und Bahnhofstraße hinauf zum Stadtplatz.
Für nur zwei Euro Eintritt wird den Besuchern und natürlich den Furthern selbst ein Streifzug durch die Geschichte der Grenzstadt geboten.
Wetterprognosen sind gut
16 Musikgruppen setzen die musikalischen Akzente beim Festzug. Dieser ist aufgeteilt auf vier Marschblöcke und 14 Gruppen. Besonders viel Applaus werden auch heuer wieder das Ritterpaar und natürlich der Drache bekommen.
Laut Wetterbericht soll am Festzug-Sonntag die Sonne scheinen und es bis zu 30 Grad heiß werden. Beste Voraussetzungen also, dass der Historische Festzug ein voller Erfolg wird.
