Fall zum Pflegeskandal in Furth im Wald geht weiter: Es gibt sieben weitere Beschuldigte

Ein Fall aus dem Landkreis Cham sorgt weiter für Aufsehen. Der Fall um die Further Pflegeeinrichtung, bei dem der Betreiber unter anderem wegen versuchten Mordes zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, geht weiter. Es gibt weitere Beschuldigte.
Wie die Staatsanwaltschaft Regensburg auf Nachfrage erklärt, sind sieben weitere Personen als Beschuldigte geführt, die dort als Pflege- oder Pflegehilfskräfte beschäftigt sind beziehungsweise waren.
Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher teilt weiter mit: „Die genaue rechtliche Einordnung ist ebenso wie die Frage, ob es zu weiteren Anklagen kommen wird, noch Gegenstand näherer Prüfung, das denkbare Spektrum der Vorwürfe reicht aber auch insoweit bis zum versuchten Mord durch Unterlassen.“
Hintergrund: Der Fall kam ins Rollen, als eine Pflegekraft, ihrem Freund, einem JVA-Gefangenen, am Telefon von Vorfällen in der Pflegeeinrichtung erzählte. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft zwei Leichen exhumieren lassen.
Neben dem Betreiber der Pflegeeinrichtung wurden drei weitere Personen verurteilt: Eine 55-jährige Pflegekraft mit Leitungsfunktion und eine 51-jährige Pflegekraft zu sechs Jahren Haft wegen versuchten Mordes. Ein 30-jähriger ehemaliger Einrichtungsleiter zu vier Jahren Haft.