Messer-Vorfall im Ankerzentrum in Regensburg: Haftbefehle gegen zwei Tunesier

Versuchter Totschlag: Männer verletzen sich wohl im Streit gegenseitig mit einem Küchenmesser. Tatort ist ein Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft an der Bajuwarenstraße. Mit Details zur Tat halten sich die Mordermittler der Kripo in Regensburg noch zurück. Offenbar war auch Alkohol im Spiel.
Einen Tag nach dem Messer-Vorfall im Ankerzentrum in der Bajuwarenstraße hat das Amtsgericht in Regensburg gegen beide Männer Haftbefehle erlassen. Den Tunesiern wird vorgeworfen, im Streit zum Messer gegriffen zu haben, und den jeweils anderen damit verletzt zu haben. Die Ermittlungsrichterin sah dringenden Tatverdacht und schickte die zwei 36-Jährigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft in U-Haft.
Mit Fußfesseln, Handschellen und Bauchgurt führten zwei Beamte der Regensburger Kripo einen der Männer gestern ins Justizgebäude. Er war in grüne Krankenhauskleidung und blaue Plastikstulpen statt Schuhen gekleidet – vermutlich, weil das, was er zur Tatzeit trug, für die Spurensicherung sichergestellt wurde. Die rechte Hand des Mannes war eingebunden, an seiner Wange und auf dem Kopf zeugen große Pflaster von Verletzungen, die er sich wohl bei der Auseinandersetzung zuzog.
Polizei bestätigt Ermittlungen wegen versuchten Totschlags
Polizeisprecher Jonas Kraus bestätigte auf Nachfrage nur, dass vom Amtsgericht in Regensburg zwei Haftbefehle erlassen wurden. Was genau am Mittwochfrüh in dem Zimmer im Ankerzentrum passiert ist, dazu hüllen sich die Ermittler in Schweigen. Um die Ermittlungen nicht zu gefähren, könnten vorerst keine Details zu den Hintergründen oder zum genauen Ablauf preisgegeben werden.

Fakt ist: Es war ein Messer im Spiel, das auch gegen den jeweils anderen eingesetzt wurde – davon zeugen die sichtbaren Verletzungen der beiden 36-jährigen Männer. Und: Es gab mindestens ein Stich in den Hals. Wer aber als erstes zur Tatwaffe griff, ist wohl noch nicht endgültig geklärt. Die Polizei konnte im Ankerzentrum am Mittwoch ein Küchenmesser sicherstellen, mit dem zugestochen worden sein könnte.
Beide Männer aus Tunesien hatten auch Alkohol intus
Auslöser der Eskalation soll ein Streit der beiden Männer sein, hieß es im Umfeld. Warum sie jedoch am frühen Morgen aneinandergerieten und wie genau sie sich gegenseitig verletzen konnten, darüber gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Womöglich spielte die teils erhebliche Alkoholisierung der Landsmänner eine gewichtige Rolle.
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Gegen die zwei Tunesier wird weiter wegen versuchten Totschlags ermittelt. Sie wurden im Anshcluss an ihre Termine bei der Ermittlungsrichterin in unterschiedliche Haftanstalten gebracht.