Warum Laura Dahlmeier bei mir Spuren hinterließ: Ich traf die Olympiasiegerin in Cham

Von Nils Mayer · 1. August 2025 um 05:00

Der Unfalltod der Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier bewegt ganz Deutschland. Mich macht die Nachricht von ihrem Bergunfall in Pakistan besonders betroffen – war die Sportlerin doch die allererste Prominente, die ich vor rund zwei Monaten bei einer Tasse Kaffee in Cham interviewen durfte.

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Doch wie kam es dazu? Als junger Reporter träumt man von solchen Gelegenheiten: „Laura Dahlmeier kommt nach Cham. Wer hat Lust, sich mit ihr zu treffen?“ Noch nie meldete ich mich so schnell für einen Termin. Ich kannte die Olympiasiegerin nur aus dem Fernsehen und war perplex, dass so ein Promi einfach mal bei uns vorbeischaut.

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Laura Dahlmeier war im Mai für einen AOK-Termin in der Stadthalle zu Besuch, um für mehr Bewegung am Arbeitsplatz zu werben. Vor ihrem Auftritt nahm sie sich fast eine Stunde Zeit für ein persönliches Gespräch mit mir – dem jungen Reporter, der vor lauter Aufregung am Abend vorher kaum einschlafen konnte. Dass sich eine Olympiasiegerin extra Zeit für mich nimmt, hat mich beeindruckt.

Wir trafen uns in der 934-Bar und setzten uns in eine stille Ecke. Meine Aufregung war von Sekunde eins an wie weggewischt. Der Grund? Laura Dahlmeier. Die Sportlerin, die ich nur vom Fernsehen kannte, war genauso, wie ich mir das erhofft hatte: freundlich, witzig, absolut normal. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich mich mit einer Olympiasiegerin unterhielt, sondern mit Laura.

Wir sprachen über vieles. Über die Entscheidung, ihre Karriere überraschend zu beenden, über ihre mehrstündige Anfahrt, Hobbys und ihre Liebe zu den Bergen. Im Nachhinein ist dieser Teil des Gesprächs natürlich besonders tragisch.

Auch ihre bevorstehende Indien-Reise, die jetzt so ein jähes Ende fand, erwähnte sie. Aufregung und Freude angesichts der anstehenden Herausforderung waren der Sportlerin deutlich anzusehen. Immer wenn sich unser Gespräch um die Berge drehte, spürte man Begeisterung für den Klettersport.

Danach ging ich mit einem ganz bestimmten Gefühl nach Hause: „Laura Dahlmeier ist ja wirklich so sympathisch, wie sie mir im Fernsehen vorkam.“

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Auch bei der AOK-Veranstaltung dabei war der ARD-Sportmoderator Markus Othmer. Am Donnerstag entdeckte ich auf seinem Instagram-Profil einen geteilten Beitrag zum Tod von Laura Dahlmeier an. Er, der die Biathletin, genau wie ich in Cham das letzte Mal sah, schrieb: „Du bleibst unvergessen, weil du Spuren hinterlassen hast, im Sport und in unseren Herzen.“ Bei mir hat Laura Dahlmeier definitiv Spuren hinterlassen.