Große Betroffenheit in Sport und Politik nach Tod von Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier ist tot. Eine der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen ist bei einem Bergunglück in Pakistan ums Leben gekommen. Seit Mittwochnachmittag herrscht traurige Gewissheit. Deutschlands und Bayerns Sport und Politik trauern. Ein Überblick über erste Reaktionen:
■ Die Familie von Laura Dahlmeier veröffentlichte am Mittwoch eine Erklärung. „Wir nehmen Abschied von einem großartigen Menschen. Laura hat mit ihrer herzlichen und geradlinigen Art unser Leben und das Leben vieler bereichert. Sie hat uns vorgelebt, dass es sich lohnt, für die eigenen Träume und Ziele einzustehen und sich dabei immer treu zu bleiben. Wir sind von Herzen dankbar, liebe Laura, dass wir an deinem Leben teilhaben durften. Unsere gemeinsamen Erinnerungen geben uns Kraft und Mut, unseren Weg weiterzugehen.“
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■ Ex-Biathletin Magdalena Neuner ist wie Dahlmeier in Garmisch-Partenkirchen geboren. „Sie war ein großes Vorbild in der Hinsicht, dass sie ihr Leben gelebt hat und sich überhaupt nicht von anderen Leuten beeinflussen ließ“, sagte Neuner der Deutschen Presse-Agentur. „Da war sie für mich eine Pionierin. Dass sie immer ihrer Leidenschaft gefolgt ist – das haben wenige geschafft so wie Laura.“ Die Nachricht sei für die zwölfmalige Weltmeisterin „einfach unfassbar“. Die Beiden hatten schon als Kinder zusammen trainiert: „Wir kennen uns extrem lange, haben uns aber in der Vergangenheit nicht mehr so oft gesehen. Aber wenn wir uns gesehen haben, haben wir uns immer sehr gefreut“, sagte die 38-Jährige.
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■ Die Biathlonabteilung im Deutschen Skiverband trauert. In einer Mitteilung heißt es: „Sie war nicht nur eine der erfolgreichsten Athletinnen in der Geschichte des Deutschen Skiverbandes, sondern auch ein außergewöhnlicher Mensch voller Lebensfreude, Mut und Herzlichkeit – auf und neben der Loipe. Sie hat uns mit ihrer Leidenschaft für den Sport, ihrer Bodenständigkeit und ihrem ansteckenden Lachen berührt und inspiriert.“
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■ Rodel-Olympiasieger Felix Loch: „Laura, du bist und bleibst nicht nur eine der erfolgreichsten Biathletinnen aller Zeiten, sondern vor allem ein echtes Vorbild – für uns Athletinnen und Athleten und für den ganzen deutschen Wintersport. Deine Entschlossenheit und deine Bescheidenheit werden wir nie vergessen! Ich erinnere mich an die Zeit bei Olympia – an die Begegnungen im Deutschen Haus, an die Gespräche abseits der Wettkämpfe, an die gemeinsame Freude und auch an die stillen Momente. Du warst immer echt, bescheiden, herzlich und voll dabei. Danke, Laura, für deinen Weg, dein Vorbild und deine Spuren, die du hinterlassen hast – im Schnee und in unseren Herzen. Ruhe in Frieden!“
Söder: Bayern trauert um eine Königin des Wintersports
■ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lässt sich in einer Mitteilung in den sozialen Medien wie folgt zitieren: „Bayern trauert um eine Königin des Wintersports. Die Nachricht vom Tod von Laura Dahlmeier macht tief betroffen. Ein schrecklicher Unfall hat die junge Frau mitten aus dem Leben gerissen. Laura Dahlmeier verkörperte ihre Heimat Bayern im besten Sinne: Sie war ehrgeizig und erfolgreich und blieb dabei immer heimatverbunden und bescheiden. [...]“
■ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach den Angehörigen in einem Kondolenzschreiben sein „tief empfundenes Beileid“ aus. Steinmeier würdigte Dahlmeier als „Botschafterin unseres Landes in der Welt, ein Vorbild für ein friedliches, fröhliches und faires Miteinander über Grenzen hinweg“. Er habe „wie so viele Menschen in unserem Land bis zuletzt um Laura Dahlmeier gebangt und gehofft, dass sie nach ihrem tragischen Bergunfall in Pakistan doch noch lebend geborgen werden könnte“, so Steinmeier.

DOSB würdigt Dahlmeier als Mensch und Biathlon-Legende
■ Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), sagt: „Wir sind zutiefst erschüttert über den plötzlichen und viel zu frühen Tod dieses wunderbaren Menschen. Wir sind in Gedanken bei ihrer Familie und ihren Freunden und werden unsere Unterstützung anbieten, wo wir nur können. Ihr Einsatz für den Sport, ihre Leidenschaft für die Natur und ihr Engagement für die Gesellschaft machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Ihre Geschichte bleibt. Als Tochter, Schwester, Freundin, Olympionikin und Biathlon-Legende.“
■ Auch der FC Bayern trauerte. „Diese Nachricht hat uns alle tief erschüttert“, sagte Präsident Herbert Hainer. Dahlmeier werde den Menschen „nicht nur als eine weltweit herausragende Biathlon-Ikone in Erinnerung bleiben“, sondern vor allem auch als „eine Persönlichkeit, die über den Sport hinaus gewirkt hat“.