Oberpfälzer Konzern Krones blickt aufs erste Halbjahr: Ging der Höhenflug weiter?

Von Lorenz Nix · 30. Juli 2025 um 09:13

Seit geraumer Zeit ist die Krones AG aus Neutraubling (Landkreis Regensburg) auf einem deutlichen Wachstumskurs und stemmt sich damit gegen den Trend im Maschinen- und Anlagenbau. Nun ist klar: Auch im ersten Halbjahr 2025 ging der Höhenflug weiter – wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau.

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Wie das Unternehmen am Mittwochmorgen, 30. Juli, mitteilte, stieg der Umsatz von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf etwa 2,73 Milliarden Euro. Das Wachstumstempo habe sich zwar „kalenderbedingt“ abgeschwächt, die Geschäfte hätten sich aber nach einem starken ersten Quartal – hier lag der Umsatz noch bei 13,2 Prozent – auch in den drei Folgemonaten planmäßig entwickelt, heißt es von dem Oberpfälzer Hersteller von Abfüllanlagen.

Demnach gab es im ersten Halbjahr allerdings einen Rückgang bei den Bestellungen. Krones verbucht das aber offenbar als Erfolg: „Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten“ sei der Wert der Aufträge „gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert (...) nur um 2,2 Prozent“ auf 2,73 Milliarden Euro zurückgegangen.

Krones-Produktion bis Mitte 2026 ausgelastet

Insgesamt hatte der Konzern laut eigenen Angaben zum Stichtag am 30. Juni Bestellungen im Wert von 4,29 Milliarden Euro in den Büchern. Damit sei der Auftragsbestand im Vergleich zum Jahresende 2024 nahezu unverändert geblieben, heißt es in der Mitteilung. Gegenüber dem 30. Juni des Vorjahres entspreche das einem leichten Rückgang von 1,5 Prozent. Arbeit gibt es für den Weltmarktführer aber vorerst genug: Bis Mitte 2026 seien die Produktionskapazitäten nach aktuellem Stand ausgelastet.

Weiterhin arbeitet Krones laut eigenen Angaben auch stetig daran, seine Performance zu verbessern. Das habe sich, neben der guten Auslastung, im ersten Halbjahr positiv auf die Ertragskraft ausgewirkt, heißt es aus Neutraubling. Demnach stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahr um 12,6 Prozent auf etwa 288,5 Millionen Euro. Damit hat sich auch die entsprechende Ebitda-Marge deutlich von 10,0 auf 10,6 Prozent verbessert.

Halbjahreszahlen: Krones bestätigt seine Ziele

Auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte um 10,7 Prozent auf 205,5 Millionen Euro zu, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Das entspricht Steigerung der Marge von 7,3 auf 7,5 Prozent. Unterm Strich habe Krones in den ersten sechs Monaten 2025 ein im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent höheres Konzernergebnis von 145,8 Millionen Euro erzielt, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich demnach auf 4,60 Euro – nach 4,27 Euro im Vorjahr.

In der Mitteilung bestätigt der Konzern auch seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr: unter anderem ein Umsatzwachstum von sieben bis neun Prozent sowie eine Ebitda-Marge zwischen 10,2 und 10,8 Prozent. Man bleibe „trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage (...) realistisch optimistisch“. Allerdings bleibe das Geschäftsumfeld weiterhin herausfordernd: „Der Zollkonflikt hat die gesamtwirtschaftlichen Aussichten weltweit deutlich eingetrübt. Es ist noch nicht einschätzbar, inwieweit die jüngsten Verhandlungsergebnisse zwischen der EU und den USA dazu beitragen, Investitionsentscheidungen der Kunden kurzfristig zu beeinflussen“, heißt es in der Mitteilung. Außerdem gebe es weiterhin geopolitische Risiken in vielen Teilen der Welt.