Branchen-Primus Krones beglückt Aktionäre und baut weiter Stellen auf

Beeindruckende Bilanz bei Hauptversammlung : Die Dividende für die Aktionäre von Krones steigt deutlich auf 2,60 Euro je Aktie. Doch das war nicht die einzige positive Nachricht für die Aktionäre. Die Kurve beim Anlagenbauer zeigt weiter nach oben - nicht zuletzt beim Aktienkurs.
Mit einem hervorragenden Geschäftsergebnis im Rücken präsentierte der Krones-Vorstand am Dienstag den Aktionären den weiteren Kurs: Steil nach oben nämlich. Der Marktführer bei Abfüllanlagen setzte nicht nur im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Wachstumskurs fort und blieb dabei erfreuliche profitabel. Auch für das laufende Jahr rechnet Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk mit einer Fortsetzung dessen, was Krones den Aktionären schon in den vergangenen Jahren präsentierte: Einer Kurve, die nach oben zeigt. Dementsprechend gelöst war auch die Stimmung im Regensburger Marina Forum.
Volker Kronseder eröffnete die Hauptversammlung, grüßte die Aktionäre und den kompletten Vorstand, widmete auch einer ganz besonderen Gruppe von Aktionären ein paar Worte gleich zu Beginn: „Ich begrüße die Familienaktionäre Kronseder, die das Erbe des Firmengründers, unseres Vaters und Großvaters, fortsetzen.“ Gemeint ist natürlich der legendäre Hermann Kronseder, der das Weltunternehmen quasi in einer Neutraublinger Garage gründete – ein Stück Industriegeschichte des Landes.
Krones ist eine Familie
Ausgerichtet ist das Unternehmen längst international. Klenk, der neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Platz genommen hatte, und Volker Kronseder duzen sich. „Der Erfolg des Unternehmens basiert auf bedeutenden strategischen Entscheidungen“, sagte Kronseder. „So baut Krones seinen internationalen Footprint kontinuierlich aus.“ Kronseder dankte, ebenso wie Klenk, explizit den Mitarbeitern.

Der Erfolg des Unternehmens basiert auf bedeutenden strategischen Entscheidungen.
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Doch die geopolitischen Rahmenbedingungen sind herausfordernd, auch für den Branchen-Primus. Neben dem Ukraine-Krieg zählen vor allem die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump und sein Wirtschaftskrieg mit China zu den geopolitischen Unwägbarkeiten, denen sich das Unternehmen stellen musste – und muss. Dass Krones erstmals über die Marke von 20 000 Mitarbeitern überschritten hat im vergangenen Jahr, hat auch maßgeblich mit einem Aufbau von Service-Leistungen für die Kunden im Ausland zu tun. „Wir profitieren von unserer breiten internationalen Aufstellung.“ Doch Klenk machte deutlich: „Wir investieren stark in inländische Märkte.“ Damit meinte er die Werke in Nittenau und Neutraubling, dem Herz des Konzerns. „Deutschland ist und bleibt für Krones als Produktions- und Investitionsstandort sehr wichtig.“ Gleichzeitig investiert Krones auch in die Standorte in Indien und den USA. Dort macht Krones 20 Prozent des weltweiten Umsatzes, die Hälfte davon mit Produkten, die auch in den USA abgesetzt werden. Trumps Zollpolitik zwingt Unternehmen wie Krones also, dort Produktionskapazitäten aufzubauen.
Nachhaltige und bezahlbare Getränke – für alle und überall.
Christoph Klenk über den Auftrag von Krones
Weltweit gesehen hat Krones aber nicht nur den Auftrag, profitabler zu werden, sondern auch diesen: „Nachhaltige und bezahlbare Getränke – für alle und überall“, so skizzierte der Vorstandsvorsitzende das. Auch die weniger wohlhabenden Gegenden der Welt kommen langsam aber sicher zu bescheidenem Wohlstand, und das für alle. Klenk erwähnte Afrika, aber auch den Nahen Osten. Finanzvorständin Uta Anders präsentierte die wichtigsten Zahlen. Erstmals sei die Umsatzmarke von fünf Milliarden Euro überschritten worden. „Das Unternehmen profitierte im Wesentlichen von den robusten Absatzmärkten“, sagte Anders. Die Auftragsbücher seien so voll, dass eine stabile Produktionsauslastung bis Anfang 2026 schon heute gesichert ist. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im vergangenen Jahr auch um 17,1 Prozent auf 537 Millionen Euro.
Aktie auf Allzeithoch
Dieses Geld zahlt Krones wiederum nur zum Teil an die Aktionäre aus. 30 Prozent davon, um genau zu sein. Dafür steigt die Dividende von 2,20 Euro im Vorjahr auf nunmehr 2,60 Euro. Glückliche Aktionäre also, wenngleich Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger anmerkte: „Die Dividende könnte einen Schluck höher sein.“ Klenk verwies darauf, dass die Aktie von Krones im Jahr 2024 eine Wertsteigerung von mehr als neun Prozent inklusive Dividende betrug, während der MDax im gleichen Zeitraum 5,7 Prozent an Wert verlor. Schloss der Titel zum Jahreswechsel noch mit 120 Euro, stieg der Wert einer Krones-Aktie auf derzeit über 140 Euro – ein Allzeithoch.
Fazit: Krones bleibt also eines der deutschen Unternehmen, für das uns die Welt beneidet – immer noch.