Neue Idee für Katzenbetreuung: In Schwabelweis gibt es nun „Omis für die Katz“

Von Theresa Baumann · 24. Juli 2025 um 19:00

Wohin mit der Katze, wenn ich in den Urlaub fahre? Diese Frage würde Sabrina Ehbauer, Besitzerin der Katzenpension „Alles für die Katz“ im Regensburger Stadtteil Schwabelweis, am liebsten immer so beantworten: „Bringt sie doch zu uns.“ Weil ihre Katzenhäuser aber oft lange im Voraus ausgebucht sind, musste sie schon Kunden absagen. Hier kommen Omas ins Spiel.

Video ansehen

Schon länger versucht Ehbauer ihren Kunden für solche Fälle Ersatz zu organisieren. Vor zwei Wochen musste sie erneut einem Kunden absagen. Ihr Ratschlag: „Vielleicht gibt es eine Oma, die Katze nimmt.“ Als Ehbauer das Telefonat beendete, war sie zunächst selbst von ihrer Aussage überrascht. „Das habe ich noch nie zu wem gesagt.“ Daraus entstand ihr neues Konzept „Omis für die Katz“.

Katzenunterkunft in Schwabelweis oft schon Monate vorher ausgebucht

„Manchmal kommen Ideen zu dir und du weißt, du musst es machen, egal ob es geht oder nicht“, findet Ehbauer, die etwa drei Jahre auf solch einen Geistesblitz gehofft hatte. Nach der Corona-Pandemie, „als plötzlich alle Menschen in den Urlaub fahren wollten“, ging in Ehbauers Katzenpension ziemlich schnell der Platz aus. Sie baute ein drittes Katzenhaus, dann zwei weitere Einzelsuiten und später zwei Außengehege, aber der Platz reichte noch immer nicht aus.

Ehbauer erklärt: „Ich habe diesen Sommer mit bestimmt 50 Leuten telefoniert, denen ich absagen musste.“ Die Pension sei in der Hochsaison von Mai bis September schon sechs bis acht Monate im Voraus ausgebucht. Im Oktober seien sie im Betriebsurlaub. Ehbauer will Urlauber dennoch unterstützen, auch den Katzen zuliebe.

Kein Platz in der Pension: Haustier einfach ausgesetzt?

Aus Erfahrung weiß sie: „Manche Menschen stellen sich an erste Stelle. Wenn ich absage, habe ich ein komisches Gefühl und hoffe inständig, dass die Katze nicht ausgesetzt wird.“ Dieses Problem will sie mit einem Oma-Netzwerk aus der Welt schaffen. Laut ihrer Erfahrung legten sich die meisten Rentner in ihrem Alter keine Katzen mehr zu, weil sie Angst hätten, das Tier überlebe sie. Durch das neue Konzept könnten sie dennoch Verantwortung für eine Katze übernehmen und gleichzeitig anderen ermöglichen in den Urlaub zu fahren, auch wenn alle Katzenpensionen ausgebucht sind.

Ehbauer findet: „Wir haben 2025 und jeder hat immer gedacht, er muss alles alleine schaffen, aber das ist nicht mehr so. Wir sollten uns alle mehr unterstützen und füreinander da sein.“ Zunächst einmal wolle sie mit zwei Katzensittern starten, dafür sucht sie nach Interessierten Omas, aber auch Opas dürfen sich bewerben.

Uns ist es wichtig, dass sich die Omas gut aufgehoben fühlen und nicht denken: Oh Gott, die Katze kommt seit Tagen nicht unter der Couch vor.

Sabrina Ehbauer, Besitzerin einer Katzenpension in Schwabelweis

„Wenn sich jetzt passende Omas melden, würde ich sofort loslegen.“ Vorher wolle Ehbauer noch deren Wohnung besichtigen und katzentauglich machen. Die frischgebackenen Katzensitter bekämen ein Ausstattungspaket. Wenn Katzen einziehen, schaut Pflegerin Kati zur Unterstützung mehrmals pro Woche vorbei. Ehbauer stellt klar: „Uns ist es wichtig, dass sich die Omas gut aufgehoben fühlen und nicht denken: Oh Gott, die Katze kommt seit Tagen nicht unter der Couch vor.“

Mehr dazu: Was hilft gegen lästige Blutsauger? Regensburger Mückenforscher gibt Tipps

Austausch und Kaffetrinken: Betreuer-Netzwerk geplant

In der Zukunft plane sie ein Netzwerk und eine Chatgruppe aufzubauen, damit sich Katzensitter austauschen oder vielleicht sogar einmal Kaffeetrinken gehen könnten. Klingelschilder für zukünftige Katzensitter habe Ehbauer schon parat.