Schlossfestspiele: AfD-Chefin Weidel poltert auf „X“ gegen Vicky Leandros

Die Nachricht vom Besuch der AfD-Chefin Alice Weidel bei den Schlossfestspielen war am Montag das Gesprächsthema in Regensburg. Beim Konzert von Vicky Leandros wurde sie nicht gesehen – angeblich weil sie ausgeladen wurde. Auf „X“ poltert die Politikerin nun gegen die Sängerin.
Die umstrittene Politikerin wollte das Konzert von Vicky Leandros besuchen, hieß es. Doch es habe massiven Widerstand gegeben. Sängerin Vicky Leandros selbst habe klar gemacht: Alice Weidel ist bei ihrem Konzert nicht willkommen. Weder die AfD-Chefin noch die Hausherrin nahmen dann am Festessen für die Gäste des Fürstenhauses teil. Dem Vernehmen nach speisten sie im Schloss.
Lesen Sie hier unseren Liveblog über alle Konzerte und Ereignisse im Schloss!
Vor dem Schloss trafen am Montagabend dann Welten aufeinander: Die Gäste, die zu dem Konzert mit Vicky Leandros wollten, Autofahrer, die einfach so an der Stelle vorbei mussten, die vielen Polizeibeamten sowie etliche Einsatzwagen und natürlich die Demonstranten mit Regenbogenflaggen und Transparenten. Ihre Botschaft war unmissverständlich: „Nazis raus“, „Schämt euch“ oder „Ganz Regensburg hasst die AfD“ donnerte ihr Chor samt Echo durch das Viertel. Manche hatten Pfeifen oder Tröten dabei, andere riefen laut „Buh“, wieder andere reckten ihren Mittelfinger in die Luft.
Ich bin sowieso kein Fan dieser Musik
AfD-Chefin Alice Weidel über Vicky Leandros
Auf der Social-Media-Plattform „X“ (früher Twitter) polterte Alice Weidel im Nachhinein gegen Sängerin Vicky Leandros: „Fürstin Gloria von Thurn und Taxis hat mich nicht ausgeladen, sondern ich habe wegen des Theaters darum selbst entschieden, nicht zum Konzert zu gehen. Ich bin sowieso kein Fan dieser Musik“, schrieb sie.
Hinzu kommen schwerwiegende Vorwürfe, der ganze „Skandal“ sei von ihr eingefädelt worden: „Die Sängerin wusste das bereits viele Stunden vor ihrer Pressemeldung, weshalb ihre angebliche Ausladung fingiert war“, so Weidel weiter. „Wir haben stattdessen in den privaten Räumen des Schlosses eine wunderbare Zeit zusammen mit guten Freunden verbracht, denen die Meinungsfreiheit und Demokratie am Herzen liegen“, schreibt sie. Am Schluss fügt sie eine „persönliche Note“ hinzu: Der gesamte Vorgang sei ihrer Meinung nach „ein bodenloser Affront aller Beteiligten gegenüber der Familie Thurn und Taxis“ gewesen.