Wechsellader und Gelenk-Drehleiter der Feuerwehr Schwandorf erhielten kirchlichen Segen

Die Stadt Schwandorf investiert kräftig in ihre Feuerwehren – und damit in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Am Samstag erhielten zwei neue Einsatzfahrzeuge der Schwandorfer Feuerwehr den kirchlichen Segen.
Gesegnet wurden ein neues Wechselladerfahrzeug mit Kran, der eine Reichweite von bis zu 16 Metern hat und einen Wert von über 500 000 Euro besitzt, sowie eine neue Drehleiter mit einer Arbeitshöhe von 32 Metern. Letztere wurde bereits 2024 ausgeliefert und schlägt mit rund 750 000 Euro zu Buche. Finanzielle Zuschüsse für beide Fahrzeuge kamen vom Landkreis Schwandorf und vom Freistaat Bayern.
Ohne Aktive geht bei der Feuerwehr nichts
Stadtbrandmeister Roland Krettner begrüßte zu diesem feierlichen Anlass zahlreiche Ehrengäste: den 2. Bürgermeister Andreas Wopperer, Landrat Thomas Ebeling, Pfarrer Markus Meier, den Bürgermeister der Partnergemeinde Köstendorf Wolfgang Wagner, Kreisbrandrat Christian Demleitner, Michaela Gleixner sowie Vertreter des Stadtrats.
In seiner Ansprache dankte Krettner besonders Oberbürgermeister Andreas Feller und dem Stadtrat für ihre stets offene Haltung gegenüber den Belangen der Feuerwehren. Ebenso sprach er den aktiven Einsatzkräften seinen Dank aus – für ihre ständige Einsatzbereitschaft und ihren selbstlosen Dienst. Dabei erinnerte er auch an den herausfordernden Waldbrandeinsatz in Kreith.
2. Bürgermeister Andreas Wopperer gratulierte zu den beiden neuen Fahrzeugen und betonte, dass die hohen Ausgaben gerechtfertigt seien: „Es handelt sich hier nicht um bloße Spielzeuge für Männer und Frauen, sondern um notwendige Ausrüstung. Ich hoffe, dass sie nur selten gebraucht werden – aber leider ist das oft nicht der Fall.“ Er hob zudem hervor, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement sei: „Technik allein reicht nicht – es braucht Menschen, die sie bedienen. Dafür ein herzliches Dankeschön!“
Gut angelegtes Geld
Landrat Thomas Ebeling schloss sich dem Dank an und betonte die Bedeutung moderner Ausstattung für die Feuerwehren: „Unsere Einsatzfahrzeuge werden nicht nur gefühlt größer und leistungsfähiger – sie sind es tatsächlich. Und sie sind teurer. Umso mehr danke ich der Stadt Schwandorf, dass sie bereit war, diese Mittel in die Hand zu nehmen.“
Kreisbrandrat Christian Demleitner überbrachte die Glückwünsche der Kreisbrandinspektion und sprach von einem „Freudentag für die Stadt Schwandorf“. Die Investitionen seien „Investitionen in die Sicherheit der Bevölkerung – gut und sinnvoll angelegt“. Für den kirchlichen Segen hatte Pfarrer Markus Meier zwei Ministranten aus dem Kinderbereich der Feuerwehr auserwählt. In seiner Ansprache erinnerte er an die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer und zog in Sachen Kameradschaft Parallelen zur Feuerwehr: „Sich aufeinander verlassen können – das zeichnet die Feuerwehren aus.“
Im Anschluss segnete Pfarrer Meier nicht nur die zwei neuen Fahrzeuge, sondern auch die anwesenden Feuerwehrkameraden aus Schwandorf sowie der Patenfeuerwehr aus Köstendorf. Die Fahrzeugsegnung umrahmte die vhs-Jugendblaskappelle, unter der Leitung von Matias Fierro, musikalisch.
Details zu den neuen Fahrzeugen
Wechsellader: Auf der großen Ladefläche können je nach Einsatz verschiedene Abrollbehälter befestigt werden – beispielsweise für technische Hilfeleistungen, Strahlenschutz oder Hochwasser. Bei Notfällen kann der jeweilige Container auf den Wechsellader aufgesattelt werden.
Gelenkdrehleiter: Anders als ihre Vorgängerin besitzt die neue Drehleiter an der Spitze einen Gelenkarm, der abgewinkelt und dann noch weiter ausgefahren werden kann. Das ist vor allem von Vorteil, wenn die Platzverhältnisse beengt sind. Der Rettungskorb kann bis zur vier Personen aufnehmen. Zudem wurde an den Leiterholmen entlang eine Schlauchleitung für Löschangriffe verlegt.