Nach Waldbrand bei Schwandorf: Polizei sieht bisher keine Hinweise auf Brandstiftung

Von Johannes Hartl, Martin Kellermeier · 3. Juli 2025 um 17:27

Der Waldbrand bei Kreith hat die Einsatzkräfte noch bis Donnerstagmorgen, 5 Uhr, intensiv beschäftigt. Erst dann konnten die Nachlöscharbeiten abgeschlossen werden. Für die Feuerwehren endete damit ein anstrengender Großeinsatz. Nun hat sich die Polizei geäußert, wie es um die Ermittlungen steht.

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Es laufen derzeit zwar noch einige Abklärungen. Doch für eine Brandstiftung gebe es bisher keine Hinweise, teilt Polizeisprecher Stefan Dirnberger mit. Was die Ursache für das Feuer in einem Waldstück zwischen Kreith und Pittersberg war, bleibt also weiter offen.

Wie berichtet, waren die Einsatzkräfte am Mittwoch gegen 17.30 Uhr alarmiert worden. Auf einer Fläche von rund 14 000 Quadratmeter hatte sich ein Waldbrand entwickelt – die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Der Einsatzort selbst lag in einem „äußerst unwegsamen und schwer zugänglichen Waldstück“ im Unterholz, heißt es vonseiten der Kreisbrandinspektion Schwandorf.

Mehr als 300 Einsatzkräfte waren in Kreith vor Ort

Mehr als 300 Einsatzkräfte waren letztlich gefordert. Die Einsatzleitung lag bei Kreisbrandrat Christian Demleitner. Er wurde durch Standbrandinspektor Klaus Brunner unterstützt, der die Brandbekämpfung vor Ort verantwortete. Auch Stadtbrandmeister Roland Krettner und die Kommandanten der Feuerwehr Kreith, Walter Kraus und Martin Bösl, unterstützten die Arbeit der Einsatzleitung.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich „äußert schwierig“, schreibt Hans-Jürgen Schlosser, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion. Es hätten „große Mengen an Schlauchmaterial“ verlegt werden müssen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Auch ein Pendelverkehr sei eingerichtet worden. Zahlreiche Feuerwehrler arbeiteten in großer Hitze – teilweise „in Handarbeit mit Waldbrandsätzen im dichten Unterholz“, informiert Schlosser.

Auch das neue Geländefahrzeug der Feuerwehr Klardorf leistete wertvolle Dienste. - Foto: Karina Schmid, FF Klardorf

Auch spezielle Geländefahrzeuge, so etwa von der Feuerwehr Klardorf, kamen zum Einsatz. Aus der Luft wurden die Löscharbeiten von zwei Polizeihubschraubern unterstützt, die Wasser über der Brandstelle abwarfen. Auch mit ihrer Hilfe konnte das Feuer gegen 20 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Doch die Nachlöscharbeiten zogen sich bis Donnerstagmorgen, 5 Uhr.

THW musste die Einsatzstelle ausleuchten

Weil der Waldbrandeinsatz viele Stunden andauerte, waren zahlreiche Einheiten von BRK und Johannitern vor Ort. Sie kümmerten sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte und standen für medizinische Hilfe bereit. Tatsächlich musste am Ende eine Einsatzkraft behandelt werden, weil diese einen Schwächeanfall erlitten hat. Auch das THW aus Schwandorf und Nabburg, das die Einsatzstelle ausleuchtete, sowie die Bergwacht waren vor Ort.

Unterdessen hat sich auch Landrat Thomas Ebeling (CSU) zu dem Einsatz geäußert. Er dankte allen Einsatzkräften, „die bis in die Nacht hinein Großartiges geleistet haben“. Derartige Ereignisse würden zeigen, so Ebeling, dass man sich auch in Zukunft auf Wald- und Flächenbrände vorbereiten müsse. „Der Landkreis und die Gemeinden sind bereits dabei, weitere Spezialausrüstung für die Bekämpfung solcher Szenarien anzuschaffen.“