Schwandorfs Polizei fährt nun auch mit dem Rad Streife

Von Jan Lange · 13. Juni 2025 um 05:00

Im Sommer schwingen sich viele aufs Rad und fahren ein paar Runden. Auch die Beamten der Polizeiinspektion Schwandorf treten nun öfter in die Pedale – sogar dienstlich. Denn ab sofort sind sie auch als Fahrradstreifen mit E-Bikes unterwegs.

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Vor allem im Seengebiet sind die radelnden Polizisten auf Achse, aber auch im Schwandorfer Stadtgebiet ist hin und wieder eine Fahrradstreife zu entdecken. „Der Schwerpunkt liegt aber klar auf dem Seengebiet“, erklärt Vize-Polizeichef Florian Meier.

Der Steinberger und der Murner See sind gerade in der warmen Jahreszeit hochfrequentiert. Und wo sich viele Leute tummeln, da werden auch so manche Verstöße begangen, die von den Polizisten dokumentiert werden.

Derzeit sind fünf Polizisten als Fahrradstreifen unterwegs

Die Vorteile der Fahrradstreifen liegen für Polizeihauptkommissar Meier auf der Hand: Mit den Rädern sind die Beamten flexibler, schneller vor Ort und näher am Bürger. „Sie werden unregelmäßig auf Tour gehen“, sagt Schwandorfs Vize-Polizeichef. Hauptsächlich in der Sommerzeit werden sich die Polizisten aufs Rad schwingen – und meistens dann, wenn mit entsprechenden Problemen gerechnet werden könnte. Und die Fahrradstreifen sind immer zu zweit unterwegs.

Polizeihauptmeister Bernhard Fuchs bereitet sich auf die Tour rund um den Steinberger See vor. - Foto: Martin Kellermeier

Fünf Kollegen der PI Schwandorf wechseln sich dabei als Fahrradstreifen ab. „Es könnten auch noch mehr werden“, deutet Polizeihauptkommissar Deniz Birol an, der in der Schwandorfer Dienststelle für den Verkehrsbereich zuständig ist.

Die Kollegen der Fahrradstreifen kommen alle aus dem Verkehrsbereich, wie Florian Meier hinweist. Das heißt, dass sie vorrangig auch Verkehrsverstöße wie falsch parkenden Autos oder kleinere Delikte ahnden sollen. „Wir werden die Fahrradstreifen nicht zur Spurensicherung schicken und auch nicht zu einer Schlägerei vor einer Disco“, so Meier.

Mal sind sie am Vormittag, mal nachmittags mit dem Rad am Steinberger und Murner See unterwegs. - Foto: Martin Kellermeier

Deniz Birol ist einer der radelnden Polizisten. Der 32-Jährige hat sich freiwillig für die Aufgabe gemeldet – so wie auch die anderen Kollegen. „Ich fahre selber gern Rad“, erläutert er seine Motivation. Es sei allerdings keine Voraussetzung, ein begeisterter Radler zu sein.

Eine gewisse Grundfitness gehöre natürlich dazu, findet Birol. Denn die Fahrradstreifen sind schon mal drei bis vier Stunden auf Tour. Der Einsatz auf dem Rad beginnt stets an der Polizeidienststelle in der Wackersdorfer Straße. „Da dauert es schon etwas, bis wir an den Seen sind. Dann fahren wir noch eine Weile an den Ufern entlang. Da sind schnell ein paar Stunden vergangen“, beschreibt Birol die Streifenfahrten auf dem Rad.

Auch ein Pannenset fürs Rad haben die Beamten dabei

In der Ferienzeit wolle man vor allem vormittags Präsenz auf dem Rad zeigen, erklärt der Verkehrssachbearbeiter der PI Schwandorf. „Ansonsten sind wir eher am Nachmittag auf Tour.“ Die E-Bikes wurden vor einiger Zeit für die Verkehrswacht angeschafft, die damit ebenfalls auf Tour geht. „In diesem Jahr gab es die Freigabe vom Polizeipräsidium, dass die Fahrräder auch für den Streifendienst genutzt werden können“, erklärt Birol.

Bei den Touren kommen ein paar Kilometer zusammen. - Foto: Martin Kellermeier

Die radelnden Beamten sind fast genauso ausgestattet wie ihre Kollegen in den Streifenwagen. Sie tragen Handschellen und Waffe bei sich. Diverse Formblätter für die Aufnahme von Delikten und ein Erste-Hilfe-Set sind in den Gepäcktaschen verstaut.

Darüber hinaus haben sie ebenso ein Pannenset dabei, um bei Bedarf die Fahrräder flicken zu können. „Wir werden erst einmal Erfahrungen sammeln und schauen, ob wir die Ausrüstung noch erweitern müssen“, meint Birol.