FF Schwandorf hat eine neue Allzweckwaffe: Das kann der Wechsellader alles

Es war kurz nach halb fünf am Freitagnachmittag: Plötzlich ertönte an der Feuerwache an der Ettmannsdorfer Straße ein lautes Martinshorn – und kurz darauf bog es um die Ecke: das nagelneue Wechsellader-Fahrzeug der FF Schwandorf, inklusive Ladekran und Bergewinde. Es ist das zweite Wechselladerfahrzeug im Besitz der Feuerwehr und das erste mit einem Kran.
Laut Stadtbrandinspektor Klaus Brunner können auf der großen Ladefläche, je nach Einsatz, verschiedene Abrollbehälter befestigt werden – beispielsweise für technische Hilfeleistungen, Strahlenschutz oder Hochwasser-Bedarf.
Bei Notfällen kann der jeweilige Container auf den Wechsellader aufgesattelt werden. Eine sparsame Lösung, wie Brunner und Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) beim Präsentationstermin erklärten. Denn auf diese Weise muss für die Feuerwehr nicht für jeden Anlass ein separates Fahrzeug angeschafft werden. Laut Brunner ist auch der 16 Meter hohe Kran eine Besonderheit auf dem „WLF 2“, wie die Kurzbezeichnung lautet.
In die technischen Raffinessen werden die Maschinisten demnächst eine ausführliche Einweisung bekommen. Insgesamt ist der vierachsige Wechsellader der Marke MAN ganze 520 PS stark. Die Kosten liegen bei 540 000 Euro, davon übernehmen 83 000 Euro die Regierung der Oberpfalz und 24 900 Euro der Landkreis als Förderung.
Am Bau des Lastwagens und seinem Aufbau waren drei Firmen beteiligt. Bis der Wechsellader in Schwandorf war, vergingen dreieinhalb Jahre. Das lag laut OB Feller an der notwendigen europaweiten Ausschreibung. Nun ist er umso zufriedener: „Unsere Feuerwehr soll ja effizient arbeiten können.“