Paukenschlag im Mord-Prozess gegen Ex-Klinikarzt: Anklage beantragt Freispruch

Von André Baumgarten · 15. Juli 2025 um 12:13

Die Staatsanwaltschaft in Regensburg hat heute Freispruch im Verfahren gegen einen Mediziner beantragt. Die eigentlich auf Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen lautende Anklage gegen den Mediziner habe sich im Prozess vor dem Landgericht nicht bestätigt. Er sei von der Schuld des Angeklagten nicht überzeugt. Noch laufen die Plädoyers zu dem Fall.

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Für den Tod eines Patienten vor drei Jahren im Kelheimer Krankenhaus steht ein Mediziner vor Gericht. 420 Tage war der frühere Klinikarzt in U-Haft und kam Ende Juni frei, nachdem ein vom Regensburger Landgericht beauftragter Gutachter die Behandlung des schwer kranken 79-Jährigen als korrekt und gerechtfertigt einordnete – wie vor ihm mehrere private Sachverständige der Verteidigung.

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Schon zuvor hatten sie Gerichtsmediziner aus München, auf deren Einschätzung die Mord-Anklage gegen den Mediziner beruhte, mehrfach berichtigen müssen. Im Verlauf des aufwendigen Prozesses hatte das Schwurgericht den Vorwurf des Mordes bereits auf einen Versuch abgemildert, zuletzt nur noch auf die mögliche Intention des Angeklagten abgezielt, dass er womöglich unlautere Motive gehabt haben könnte.

Dem schloss sich der Vertreter der Staatsanwaltschaft in seinem Plädoyer nun allerdings nicht an. Dr. Moritz Büchele beantragte als Ankläger im Prozess nun einen Freispruch für den Angeklagten. Er sei persönlich „von der Unschuld nicht überzeugt“. Am Ende der Hauptverhandlung müsse er für eine Verurteilung des Ex-Kliniarztes aber „von der Schuld des Angeklagten überzeugt sein - und das ist nicht der Fall“.

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