„Wir expandieren“: Dieses Geschäft übernimmt den Eilles-Laden am Regensburger Neupfarrplatz

Es tut sich was in der ehemaligen Eilles-Filiale am Regensburg Neupfarrplatz. Zwei Wochen, nachdem der Feinkostladen das Feld geräumt hat, entkernen nun Bauarbeiter das Geschäft. Im Schaufenster wirbt bereits der Nachfolger: „Bald offen für Neues“, ist da zu lesen. Der neue Chef schwärmt jetzt schon vom Standort.
Ab September werden hinter der grün umrahmten Glasfront am Neupfarrplatz 13 statt Kaffee, Tee und Süßwaren dann Handys, Telefone und Router über die Theke gehen – und die dazugehörigen Verträge ausgehandelt. Vodafone zieht ein. Dafür gehen ein paar Gassen weiter die Lichter aus.
Seit Oktober leitet Gökhan Sönmez den Vodafone-Laden in der Königsstraße. „Wir expandieren“, sagt der Chef eines achtköpfigen Teams. Heutzutage sei es nicht mehr „so normal“, sich zu vergrößern, erklärt Sönmez sichtlich voller Vorfreude – und Ambitionen. Der Laden soll dem Filialleiter zufolge zum Flaggschiff des Mobilfunkanbieters in Regensburg werden. „Ich kenne keinen besseren Standort als den Neupfarrplatz“, sagt Sönmez mit Verweis auf Laufkundschaft.

Ab 16. August hat das Vodafone-Geschäft in der Königsstraße geschlossen. Wie es in den Räumen, die der Mobilfunkanbieter seit 2015 bespielt, weitergeht, kann Sönmez nicht sagen. „Aber es hat ein paar Besichtigungen gegeben.“ Was er dafür ganz genau weiß: Am 5. September sperrt er seinen neuen Laden am Neupfarrplatz auf.
Eilles muss Laden an Vodafone abtreten – und sucht neuen Standort in Regensburg
Bei Eilles hofft man indes, nach über 30 am Neupfarrplatz an einem neuen Standort in Regensburg wieder Fuß zu fassen. Freiwillig war das Aus nämlich nicht. Der Eigentümer habe vergangenes Jahr – da mussten die Unternehmen Eilles, Hussel und Arko zum zweiten Mal binnen drei Jahren Insolvenz anmelden – den Mietvertrag nicht mehr verlängert. Das berichtete kürzlich Claudia Czerják, Sprecherin der Viba sweets GmbH aus Thüringen, die im Mai 2024 rund 125 Filialen der insolventen Feinkostläden übernommen hatte.
„Es ist in unserem Interesse, die Filiale an einem anderen Standort wieder aufleben zu lassen“, erklärte Czerják auf MZ-Anfrage. Gespräche führe die Unternehmensgruppe aber noch nicht. „Es braucht seine Zeit, einen geeigneten Laden zu finden.“