„Sind nicht freiwillig raus“: Feinkostladen Eilles ist nach 30 Jahren am Neupfarrplatz Geschichte

Von Jonas Raab · 11. Juni 2025 um 13:00

Und noch ein Leerstand. Der Feinkostladen Eilles hat nach über 30 Jahren am Neupfarrplatz das Feld geräumt. Nicht aus freien Stücken. Das Unternehmen hofft, an anderer Stelle in Regensburg wieder Fuß zu fassen.

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„Wir sind nicht freiwillig raus“, sagt Claudia Czerják, Sprecherin der Viba sweets GmbH aus Thüringen auf MZ-Anfrage. Der Mietvertrag sei Ende Mai ausgelaufen. Der Eigentümer habe vergangenes Jahr – da mussten die Unternehmen Eilles, Hussel und Arko zum zweiten Mal binnen drei Jahren Insolvenz anmelden – einen neuen Mieter gesucht. Und er scheint einen gefunden zu haben. Um wen es sich handelt: unklar.

Feinkostladen Eilles in Regensburg: Zwei Insolvenzen überlebt

Über 30 Jahre lang gingen hinter der grün umrahmten Glasfront am Neupfarrplatz 13 Kaffee, Tee und Süßwaren über die Theke. 2021, im Zuge der Corona-Pandemie, musste die Unternehmensgruppe hinter dem Feinkostladen das erste Mal Insolvenz anmelden, im Februar 2024 zum zweiten Mal. Im darauffolgenden Mai übernahm der Süßwarenhersteller Viba rund 125 Filialen von Arko, Hussel und Eilles – darunter der Laden in Regensburg. Deutschlandweit habe man rund 600 Arbeitsplätze retten können, teilte Viba damals mit. Vier Mitarbeiter beschäftigte das Unternehmen Czerják zufolge zuletzt am Neupfarrplatz. „Wir konnten sie leider nicht halten“, sagt die Sprecherin.

Geht es nach Viba, bedeutet das Eilles-Aus am Neupfarrplatz keinen dauerhaften Schlussstrich unter das Kapitel Regensburg. „Es ist in unserem Interesse, die Filiale an einem anderen Standort wieder aufleben zu lassen“, erklärt Czerják. Gespräche führt die Unternehmensgruppe aber noch nicht. „Es braucht seine Zeit, einen geeigneten Laden zu finden.“