Kelheimer Hauptverkehrsachse wird ab Montag Baustelle - Wichtige Details rund um die Straßensanierung

In dieser Woche werden noch alle Vorarbeiten erledigt. Ab Montag, 19. Mai, 8 Uhr, soll die Kelheimer Hauptverkehrsachse „Regensburger Straße“ direkt Baustelle sein. Die Arbeiter sollen unmittelbar mit dem Abfräsen des alten Straßenbelag loslegen. Das kommt auf die Kelheimer zu.
Vier Bauabschnitte: 2025 werden die 850 Meter zwischen Kosik-Abzweig und dem früheren Autohaus Wollenschläger kurz vor dem Europabrücken-Kreisel in Angriff genommen. Die Baustelle ist in vier Unterabschnitte gegliedert: 1. Einmündung Affeckinger Straße bis Tankstelle Baier (von 19. Mai bis Ende Juni); 2. Tankstelle Baier bis Möbelhaus Brandl (zwei bis drei Wochen im Juli); 3. Möbel Brandl bis Tankstelle Riedel (bis Mitte Oktober), 4. Tankstelle Riedel bis Ex-Autohaus Wollenschläger (bis Ende Oktober). Im November soll in einem „Aufwasch“ der Dünnschicht-Belag aufgebracht werden. „Das ist aber abhängig vom Wetter“, sagt Martin Schäffer vom Tiefbauamt der Stadt. Denn: „Es braucht mindestens zehn Grad plus.“

Umleitungen: Die Umleitungen werden ausgeschildert. Der Verkehr aus Richtung Saal solle am besten über die Osttangente rollen, sagt Bürgermeister Christian Schweiger. An der Einmündung Starenstraße/Nordtangente steht wieder eine Ampel. Dort werde es diesmal auch eine extra Schaltzeit für Linksabbieger aus der Starenstraße geben, um den Verkehrsfluss zu beschleunigen. Rein der „Binnenverkehr“ soll über Affeckinger und Kornblumenstraße laufen. Er ist auf 7,5 Tonnen beschränkt. Anlieger sind von der Regel ausgenommen. Das Tempo in der Kornblumenstraße wird während der Bauzeit auf 30 km/h beschränkt. Generell appelliert der Bürgermeister an die Verkehrsteilnehmer, dass sie auch im Sinne der Anlieger die Baustelle auf den offiziellen Umleitungsstrecken umfahren. Trotz Baustelle wird wohl im September ein Schwertransport über die Baustelle rollen. Denn die Regensburger Straße ist Teil der Schwerlaststrecke in Richtung München. Das müssen die Baustellen-Manager einplanen. Auch bei der Sanierung des ersten Abschnitts gab es Schwertransporte, so Martin Schäffer. Drei XXL-Transporte brachten Transformatoren für das Irschinger Kraftwerk über die Baustelle.

Anwohner und Betriebe: Diesmal liegen viele große Mietshäuser an der Sanierungsstrecke. Das spürte Martin Schäffer allein an der Zahl der Infobriefe für die Anwohner, die er in den vergangenen Tagen verteilte. Generell blieben die Häuser anfahrbar. Bis auf stunden- oder tageweise Sperren. Diese würden aber angekündigt. Vor Ort werden die Anwohner „viel vom Polier der Firma Swietelsky aus erster Hand hören“. Auch Gewerbebetriebe wurden vorab von der Stadt informiert. Sie sollen während der Bauzeit stets von einer Seite anfahrbar sein. So bleibe auch die Barbara-von-Eck-Straße über die gesamte Bauzeit mindestens einseitig anfahrbar. Für die Anwohner der Von-Eck- und Klausenstraße werde zudem eine Behelfsüberfahrt über das Bahngleis zur Affeckinger Straße gebaut. „So breit, dass man gut mit dem Pkw dort fahren kann“, so Schweiger.
Radfahrer und Fußgänger: Radfahrer und Fußgänger werden ebenfalls über die Affeckinger Straße umgeleitet. Der neu entstehende Fuß- und Radweg wird direkt über die Einmündungen Hohenpfahlweg und Klausenstraße laufen. Anders als in Bauabschnitt 1 bei der Affeckinger Straße, wo Absperrketten und eine Querungshilfe nötig waren. Grund dafür sei, dass die Fahrbahnen weniger als acht Meter breit sind. An den beiden Einmündungen werden künftig Radfahrer Vorfahrt haben. Gebaut wird wie in Abschnitt 1 in Pflasterbauweise, die habe sich bewährt, so der Bürgermeister mit Verweis auf einen Rohrbruch in einer Hausanschlussleitung.
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Besonderheiten: Auf der Regensburger Straße selbst werden versetzt zu den Bushaltestellen zwei Querungshilfen gebaut. Sie fallen deutlich breiter als die auf Höhe des früheren Neukauf-Geländes. So dass auch Lastenräder bequem queren könnten. Grund: Die offizielle Norm hat sich geändert, so Schäffer. Künftig werden die Busse auf der Fahrbahn halten. Zum einen weil der Platz der Busbuchten gebraucht wird, um die Querungshilfen bauen zu können. Zum anderen sollen so Fahrzeuge am Überholen der Busse gehindert werden und der Verkehr sicherer werden.
Instandhaltung: Neben der Straßensanierung will die Stadt auch die Standfestigkeit von Stützmauern in dem Abschnitt untersuchen. Die Genehmigung für die zehn Meter tiefen Bohrungen liege bereits vor. Sie werden etwa eine Woche Einschränkungen auf dem nördlichen Gehweg bedeuten, so Klaus Hierl vom Stadtbauamt. Angedacht sei die Woche nach Pfingsten. Die Kosten liefen unter Instandhaltung. „Kein Bürger muss eine Rechnung fürchten“, so Hierl.
Dreitägige Vollsperre Ende Juni nötig
Abwasserzweckverband: Kürzlich ist ein Schaden in Kelheims Kanalisation bekannt geworden. Laut Thomas Ederer vom Abwasserzweckverband (AZV) muss in der Regensburger Straße nahe der Pumpstation ein defekter Schieber ausgetauscht werden. Weil der Zugang zur Schaden-Stelle nur über einen Gully auf der Regensburger Straße (im ersten Sanierungsabschnitt) möglich ist, werde vom 30. Juni bis 2. Juli eine Vollsperre nötig, so Ederer.
Voraussetzung: Allerdings nur, wenn die Witterung trocken ist. Der Anliegerverkehr zur Tankstelle Niederl und zur Firma Huber bleibe frei. Es gehe nur um den oberen Teil, kurz vor dem Kosik-Abzweig. Mit schwerem Gerät müsse eine Absperrblase in den mannshohen Kanal gesetzt werden. Dann könne das defekte Teil ausgetauscht werden.