Hauptverkehrsader in Kelheim wird bald wieder Baustelle – Das steht an

2025 wird der zweite Abschnitt der Regensburger Straße in Kelheim saniert. Das Wichtigste zu Baustelle und Bauzeit.
Demnächst kommt auf die Kelheimer und viele Verkehrsteilnehmer, die auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen in der Kreisstadt unterwegs sind, eine Groß-Baustelle zu. Der zweite Sanierungsabschnitt der Regensburger Straße kommt an die Reihe. Das ist bislang bekannt.
• Geplante Bauzeit: Demnächst erwartet man im Rathaus das „vorzeitige Go“ von der Förderstelle. Dann könne ausgeschrieben werden, sagen Bürgermeister Christian Schweiger und Martin Schäffer vom Stadtbauamt. Läuft alles glatt, könne der Stadtrat im März über die Vergaben entscheiden. Voraussichtlich von April bis Dezember soll die Sanierung laufen. Nähere Infos für Anlieger und Geschäftsleute soll es geben, sobald die Zeitachse klar sei. Betriebe und Tankstellen sollen stets einseitig anfahrbar bleiben wie auch die Wohnanwesen der Kelheimer.
• Kosten: Im Rathaus sind für den anstehenden Abschnitt 3,4 Millionen Euro an Kosten veranschlagt. Die Stadt hofft aber auf Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent für die förderfähigen Maßnahmen, so Schweiger.
• Vier Bauabschnitte: Gebaut werden soll in vier Unterabschnitten – vom Kosik-Abzweig bis zur Tankstelle Baier, dann bis zum Möbelhaus Brandl, weiter bis zur Tankstelle Riedel und schließlich bis auf Höhe des ehemaligen Autohauses Wollenschläger. 50 Meter vor dem Europabrücken-Kreisel ende Abschnitt 2. Aus gutem Grund habe man den Kreisverkehr ausgeklammert. So lasse er sich im darauffolgenden Abschnitt geländemäßig samt Anschlüssen besser anpassen. Die finale Deckschicht wolle man idealerweise am Ende auf kompletter Länge in einem Zug aufbringen, damit weder Querriegel noch Fugen entstehen.
• Radfahrer und Fußgänger: Wie im ersten Abschnitt – vom Donaupark bis zum Kosik-Abzweig – werde die Fahrbahn an sich 6,80 Meter breit. Für einen getrennten Geh- und Radweg reiche auch im Fortlauf der Regensburger Straße der Platz nicht. Daher werde die hochgelegte Variante eines kombinierten Geh- und Radwegs fortgeführt. Dessen Breite werde zwischen 3,22 und 3,65 Meter variieren. An den Einmündungen Hohenpfahlweg und Klausenstraße könne dieser „gerade darüber geführt werden“. Anders als dies beim Kosik-Abzweig der Fall gewesen ist. Die Lösung mit Ketten und einer Querungshilfe hatten insbesondere Radfahrer kritisiert. Bei Querungen von mehr als acht Metern Breite, sei aber nichts anderes erlaubt gewesen, so der Bürgermeister. Zudem sei nun beim Landratsamt angefragt, ob man die Radwege farblich absetzen könne.
• Veränderungen: An den beiden bestehenden Busbuchten, nahe Schnellkurve und auf Höhe der Tankstelle Riedel, sollen Querungshilfen kommen. Nur dort reiche der Platz, „damit es auch noch mit der nötigen Fahrbahnbreite klappt“. Dafür müssen die Bushaltestellen bei der Sanierung wohl um einige Meter versetzt werden. Dies hatte Grünen-Stadtrat Christian Rank im Bauausschuss im Januar kritisiert. Andernorts, etwa in Regensburg würden Bushalt und Querungshilfe auch an einer Stelle realisiert. So würde man Autos am Überholen hindern, argumentierte Rank. Im anderen Fall seien gefährliche Situationen vorprogrammiert. Das Ingenieurbüro sehe das kritisch, hieß es im Bauausschuss. Obendrein brauche es für einen barrierefreien Bushalt ein 18 Zentimeter hohes Bord, anstelle der Überquerungshilfen müssten die Bords abgesenkt werden. Mit der Begründung gab sich Rank nicht zufrieden. Die Stadt versprach nachzuhaken. In der aktuellen Planung finden sich die Bushaltestellen zudem nicht mehr gegenüber, sondern jeweils um einige Meter versetzt.
• Besonderheiten: Der zweite Sanierungsabschnitt ist mit an die 900 Meter länger als der erste. 2022 wurden 650 Meter neu gebaut. Besonders seien diesmal die zahlreichen Anwohner und Anlieger. Etwas besser sieht es laut Martin Schäffer mit dem Bauuntergrund aus. In Abschnitt 1 hatten sich zahlreiche Verfüllungen aus den 1950ern befunden. Aus unterschiedlichstem Material – von lockerem Schluff bis Kies oder auch Steinplatten. Um einen tragfähigen Untergrund zu erhalten, musste vieles ausgetauscht werden. Auch einige Stützmauern zur Donau hin müssen erneuert werden. Damit sei ein weiterer Kollege vom Stadtbauamt befasst.
• Ampel und Umleitung: Der Verkehr wird „großräumig“ umgeleitet, über Krankenhaus-Kreisel und Nordtangente. Aus Richtung Saal über Yachthafen und Nordtangente. An der Einmündung Starenstraße kehrt die Ampel zurück. Einzig: Schwertransporte müssen wohl zeitlich „gemanagt“ werden. Denn die einzige Route gen München führt bekanntlich über den Weltenburger Berg. Erste Transporte seien bereits angemeldet, so Schweiger.
Vorzeitige Mittel genehmigt
Kelheims Stadträte gaben vorzeitig 4,243 Millionen Euro vorzeitig frei:
Regensburger Straße (1 Mio. Euro), Prälat-Meindl-Straße (500.000 Euro), Marktweg (Staubing/Weltenburg/1 Mio. Euro)
Weitere große Posten: Planungskosten Kindergarten Weinbergweg (100.000 Euro), Erweiterung Solarboothalle bei Sporthalle am Rennweg (100.000 Euro), Ex-Vögele-Geschäft/ Lederergasse 2 (Wand und Planung/100.000 Euro)



