Baustart für Sudeten- und Schlesierstraße, Verkehrsschilder und die Parksituation bei der Kita

Die Sanierung der maroden Sudeten- und Schlesierstraße steht schon lange auf der „Wunschliste“ vor allem der Anwohner. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.
Wie Bürgermeister Dr. Stefan Spindler bei der Stadtratssitzung am Dienstag informierte, wurde der Auftrag für den Ausbau des ersten Bauabschnitts an die Michael Baumer Hoch- und Tiefbau aus Oberviechtach vergeben. Am 29. April habe mit dem ausführenden Ingenieurbüro Riedl und Michael Baumer die Vorbesprechung der Baumaßnahme stattgefunden. Als Baustart ist die Woche ab dem 19. Mai vorgesehen.
Zuerst werden Misch- und Regenwasserkanal miteinander im gesamten Baustellenbereich verlegt, anschließend die Wasserleitung, dann die Kabel und zum Schluss erfolgen die Straßenbauarbeiten. Der Abschluss der Sanierungsarbeiten ist für Ende des Jahres anvisiert. Die Anlieger wurden über die Baumaßnahme und die Ansprechpartner informiert. Ein Thema, das man im Blick behalten müsse, sei die Erreichbarkeit der Malteser-Rettungswache.
Vom Gesetzgeber festgelegt
Das Ordnungsamt habe über verschiedene Verkehrsangelegenheiten Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt Cham gehalten, so Spindler weiter. Was die Versetzung der Ortstafel an der Gütlstraße, von Hillstett kommend, betrifft, wurde mitgeteilt, dass an den Standort einer Ortstafel bestimmte Anforderungen gestellt werden, die vom Gesetzgeber ganz klar festgelegt sind.
Die Ortstafel stehe am letzten Anwesen einer zusammenhängenden Wohnbebauung. Wo ein Wohngebiet erschlossen werde, sei die einmündende Straße der Erschließung ausschlaggebend.
Die Position der Ortstafel sei schon vielfach überprüft und für richtig befunden worden. Man könne hier innerorts queren und auf dem geschotterten Randstreifen bis zur Einmündung Hillstetter Straße gelangen. „Da man dort einen Abenteuerspielplatz und eine Pumptrack gebaut hat, würde es sich hier anbieten, den gepflasterten Gehweg fortzuführen. Wir empfehlen hier einen Hochboard“, gab der Bürgermeister die Information weiter. Eine erneute Verkehrsschau werde es laut Landratsamt nicht geben.
Auch die Versetzung einer anderen Ortstafel, nämlich in Marketsried, von Bernried kommend, stand zur Diskussion. Hier war das Resümee folgendes: Die Ortstafel stehe genau richtig am Anwesen des letzten Wohnanwesens. Kraftfahrer könnten jedoch die Ortschaft anfangs nicht wahrnehmen, denn es fehle die typische Erscheinung der Innerortslage, wie durch Beleuchtung, Gehweg oder Parksituationen. Deshalb werde vorgeschlagen, eventuell mit einer Fahrbahnbegrenzungsmarkierung zu arbeiten oder die Beleuchtung weiter hinauszusetzen.
Und noch eine Ortstafel, nämlich diejenige in Hillstett, von Rötz kommend: Nach Ansicht der Straßenverkehrsbehörde ist diese sogar sehr großzügig aufgestellt – eine Versetzung ist daher ausgeschlossen.
Was eine Tempozone 30 im Wohngebiet „Am Birket“ betrifft, liegt die Entscheidung bei der Stadt. Hier sehen der Bürgermeister und die Stadträte keinen Handlungsbedarf. Eine Beschilderung sei zwar denkbar, dennoch relativ fraglich, weil dort die allgemeinen Verkehrsregeln gelten, so der Tenor. Abgesehen davon könne man die Zone 30 nicht überwachen, weil keine ausreichende Messstrecke zur Verfügung stehen würde. Geschäftsleiter Josef Kulzer wies darauf hin, dass man in dem Wohngebiet ohnehin keinen Durchgangsverkehr habe.
Auch das Verkehrsschild an der neuen Ortsumgehung stand zur Diskussion: Dessen Höhe sei in Ordnung, es handle sich allerdings um eine große Tafel und man müsse sich an der Einmündung in die B22 „hineintasten“, sonst sehe man nicht am Schild vorbei, so Georg Braun (LU). „Für Pkw geht es, bei höheren Fahrzeugen wird es schwierig.“
Laut Beschlussvorlage ist die Schilderhöhe in den Hinweisen für das Anbringen von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (HAV) vorgegeben. Grundsätzlich hängen die Schilder auf 2,20 Meter Unterkante, „damit man sich nicht den Kopf anschlägt, wenn man drunter durch geht“. Laut des zuständigen Straßenbauamts sei alles in Ordnung, die Höhe habe aufgrund der weiten Sicht bis zum Erkennen der Beschilderung keine Bedeutung. Man wolle beim Straßenbauamt nochmals auf die Problematik hinweisen, so Spindler.
Daneben, ging er zum nächsten Punkt über, habe eine Bürgerin im Ordnungsamt vorgetragen, dass in Schatzendorf öfter Lkw in die Ortsstraße in Richtung der Hausnummern 12, 18 und 21 einfahren und dann aufgrund der beengten Straßenverhältnisse nicht mehr wenden könnten. Abhilfe könnte eine Sackgassen-Beschilderung bei der Kreuzung an der Ortsdurchfahrt auf Höhe Hausnummer 9 schaffen. Ein solches Schild störe nicht, so Kulzer, und das sei auch der Vorschlag des Landratsamts gewesen. „Immer eine Engstelle“ sei der Bräumeisterweg, in der die Kita sich befindet, so Spindler. Eng wird es vor allem zu den Bring- und Abholzeiten der Kinder, insbesondere an den Tagen, an denen das nahe gelegene Freibad Hochbetrieb hat. Durch die künftige Sperrung der Sudetenstraße, die viele Eltern zum Wegfahren nutzen, droht eine nochmalige Verschärfung der Situation.
Wenig Möglichkeiten
Kulzer informierte, er habe sich die Situation schon einmal mit der Polizei angesehen. Regelungen über Halte- und Parkverbote wären möglich, und einseitiges Parken gegenüber der Bebauung wäre zu forcieren.
Es liege allerdings in der Pflicht der Eltern, so zu parken, dass der Straßenverkehr nicht behindert wird. Der Bürgermeister hofft auf eine Möglichkeit, hier einmal eine weitere Fläche erwerben zu können. Ansonsten gebe es wenig Handlungsmöglichkeiten.
Förderung gemäß RZWas
Bescheid: Am 24. April hat das Wasserwirtschaftsamt Regensburg einen Zuwendungsbescheid zur baulichen Sanierung bestehender Trinkwasserleitungen in der Sudeten- und Schlesierstraße in Höhe von 192 500 Euro gemäß RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) 2025 erlassen, teilte Bürgermeister Spindler mit.

