Pfarradministrator Thomas Meier setzt auf authentische Gottesdienste

Von Friedrich Gluth · 15. Mai 2025 um 05:00

Zum Einstand gleich die Erstkommunion: Thomas Meier wurde nach dem überraschenden Weggang von Pfarrer Steffen Brinkmann bis 31. August 2025 mit den Aufgaben eines Pfarradministrators für die Pfarreiengemeinschaft Maxhütte/Rappenbügl im Landkreis Schwandorf betraut. Und da traf es sich, dass er bei seinem ersten Gottesdienst in St. Barbara am Sonntag mit zehn Kindern Erstkommunion feierte. Meier will in der Übergangszeit Kontinuität wahren, bittet aber auch um Verständnis für Einschränkungen, um Geduld, Nachsicht und unterstützendes Gebet

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Fester Bestandteil im Terminkalender der Pfarreiengemeinschaft St. Barbara Maxhütte/St. Josef Rappenbügl ist jeweils am ersten Samstag im Mai die Fußwallfahrt nach Reichenbach. Daran nahm Pfarrer Steffen Brinkmann – wie schon in den vergangenen Jahren – teil und zelebrierte den Gottesdienst. Umso überraschender kam es für die Gemeinde dann, dass er am Schluss der Gottesdienste am Samstag und Sonntag verkündete, dass er den Bischof gebeten habe, ihn ab Montag, 5. Mai, vom Dienst freizustellen.

Als Seelsorger auch in Ramspau, Kirchberg und bei den Domspatzen tätig

Bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle, die nach Mitteilung des Bischöflichen Ordinariats bis zum 1. September erfolgen soll, wurde Pfarrer Thomas Meier, der als Seelsorger für Ramspau und Kirchberg sowie bei den Regensburger Domspatzen tätig ist, zusätzlich mit den Aufgaben eines Pfarradministrators für die Pfarreiengemeinschaft Maxhütte/Rappenbügl betraut.

Im Pfarrbrief schreibt Pfarrer Meier, dass es ihm wichtig sei, in der Übergangszeit als Pfarradministrator Kontinuität zu wahren, auch wenn diese mit Herausforderungen verbunden sei. Trotz aller Bemühungen werde es sich nicht verhindern lassen, dass die für ihn entstehende Mehrfachbelastung unweigerlich zu organisatorischen Einschränkungen führe. Dafür bat er bereits im Vorfeld um Verständnis. Umso dankbarer sei er, „dass Pfarrvikar Jean-Luc uns mit seiner seelsorglichen Erfahrung und seinem Einsatz zuverlässig begleitet. Er wird der wichtigste und erste Ansprechpartner vor Ort sein und die seelsorglicheBegleitung der Gemeinde sicherstellen“.

Zu seinem Einstand in Maxhütte sagte Meier im Gespräch mit der MZ, dass es ihn gefreut habe, die Erstkommunion mit zehn Kindern feiern zu können. Das Thema lautete: Jesus, der gute Hirte. Dies ist nach Meinung von Pfarrer Meier ein Bild, das sowohl Trost als auch Orientierung vermittelt – gerade für junge Menschen, die beginnen, ihren eigenen Glaubensweg zu entdecken. Zum Schluss gab der Pfarradministrator den Kommunionkindern noch folgenden Wunsch mit auf den Weg: „Ich wünsche euch, dass ihr diese Verbindung zu Jesus, Eurem Hirten und Freund, nie verliert.“

Pfarrer Thomas Meier arbeitete früher bei der Justiz

Thomas Meier wurde 1980 in der Grenzstadt Furth im Wald (Lkr. Cham) geboren. Nach dem Abschluss der Fachoberschule in Cham studierte er von 1999 bis 2002 an der Beamtenfachhochschule Starnberg und schlug dann die Laufbahn im gehobenen Dienst bei der Justiz ein. Nach neun Jahren beruflicher Tätigkeit an den Amtsgerichten München, Coburg und Straubing sowie bei der Staatsanwaltschaft Regensburg nahm er das Theologiestudium in Regensburg auf.

Das nochmalige Studium habe ihm sehr viel Freude bereitet, so Meier. Nach dem Diakonat in Amberg wurde Thomas Meier 2017 zum Priester geweiht. In der Folge war er als Kaplan in den Pfarreien St. Nikolaus in Eggenfelden und M. Immaculata in Mainburg eingesetzt. Seine Aufgaben als Pfarrer in Ramspau und Kirchberg sowie als Seelsorger bei den Regensburger Domspatzen nimmt er seit September 2022 wahr.

Auf die Frage, ob er aus den Reihen der Pfarrangehörigen auf seinen Vorgänger Steffen Brinkmann, der seine weitere Zukunft offen ließ, angesprochen werde, sagte Meier, dass dies bisher nicht der Fall gewesen sei.

Authentische Gottesdienste, aber keine Events

In der Pfarrei St. Barbara stehen kostenintensive Bauprojekte an. Hier werde er sich nicht einschalten, so Meier. Dies sei eine Angelegenheit, mit der sich der neue Pfarrer beschäftigen müsse. Dringende Reparaturen würden selbstverständlich durchgeführt, um Schäden an den Gebäuden zu vermeiden.

Ein Problem, das nicht nur Maxhütte betrifft, ist die rückläufige Zahl der Gottesdienstbesucher. Auf die Frage nach Möglichkeiten, hier gegenzusteuern, führte Meier aus, dass er authentische Gottesdienste gestalten wolle, um die Gläubigen zum Kirchgang zu bewegen. Es würden aber sicherlich keine Events stattfinden, um eine Steigerung der Besucherzahlen zu erreichen.