Hühner begeistern immer mehr private Halter – Mit gutem Gefühl Leckeres aus eigenen Eiern zaubern

Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der privaten Hühnerhalter wieder zu. Eigene Eier sowie die Beschäftigung mit den geselligen Tieren begeistern immer mehr Leute. Aus den Eiern lassen sich einfach und schnell Köstlichkeiten wie dieser Eiersalat zubereiten.
Zu Zeiten unserer Großeltern war eine Massentierhaltung, wie wir sie heute kennen, nicht üblich. Auch wurde einem Nutztier noch mehr Wertschätzung entgegengebracht, denn es war wertvoll. Großtiere konnten sich nur Bauern halten, aber Geflügel, allen voran Hühner, war etwas, was sich auch „der kleine Mann“ leisten konnte. Hühner lieferten Eier und Fleisch, Grundnahrungsmittel damals wie heute.
In Amerika sind Eier derzeit heiß begehrt, da aufgrund der Geflügelpest große Bestände vernichtet werden mussten, denn vor allem in Großbetrieben breiten sich Krankheiten rasend schnell aus.
Bei uns in Deutschland wurde in den 1960er Jahren begonnen, konventionelle Käfighaltung, sogenannte Legebatterien in großem Maß zu betreiben, um Eier möglichst billig und in großen Mengen zu erhalten. Sogenannte Hybridhühner wurden speziell für die industriellen Landwirtschaft gezüchtet. Hybridhühner setzen entweder besonders schnell, besonders viel Fleisch an (Masthybride) oder sie legen besonders viele Eier in einer bestimmten Farbe oder Größe (Legehybride). 1950 legte ein Huhn durchschnittlich noch 120 Eier pro Jahr, 2015 waren es etwa 300. Da Hühner Tiere sind, die sich am Tageslicht orientieren, wurde ihnen durch künstliches Licht eine raschere Abfolge von Tag und Nacht vorgetäuscht, was die Eierproduktion zusätzlich ankurbelte.
Tierwohl ist wichtig
Anfangs sahen die Käfige eine Fläche von 550 cm² pro Henne vor und waren in etlichen Stockwerken angeordnet. Zu Recht wurde diese Haltung kritisiert, da die Hennen ihren natürlichen Bedürfnissen nicht mehr nachkommen konnten. In Deutschland wurde die konventionelle Käfighaltung 2009 verboten. Ab 2012 sind in der gesamten EU nur noch ausgestaltete Käfige erlaubt, die ein höheres Platzangebot von mindestens 750 cm² pro Tier, sowie Scharrbereich, Sitzstangen und Nester bieten.
Das bedeutet Boden- oder Freilandhaltung
Bei der Bodenhaltung hingegen befindet sich auf zwei Drittel der Fläche ein mit Nestern und Sitzstangen versehener Kotkasten in der Mitte des Stalles. Die Restfläche dient als Scharrraum. Die Bodenhaltung ist artgerechter als die Käfighaltung und kostengünstiger als die Freilandhaltung. Bei der dieser müssen Legehennen neben ihrem Stall einen Mindestfreilauf von vier m² Freiland pro Huhn haben. Freilandhühner haben neben ihrem Stall mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu tagsüber Auslauf im Freien, wo sie ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können.
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Hühner, die in Massentierhaltung gehalten werden, kommen nach ein bis zwei Produktionszyklen als Suppenhühner auf den Markt. Wie schön haben es dagegen unsere privat gehaltenen Hühner, denn immer mehr Menschen ist das Tierwohl wichtig, und sie wollen wissen, woher ihr Ei kommt. Wer nun gerne ein frisches Frühstücksei genießen möchte, dem sei gesagt, dass Eier erst nach etwa drei bis vier Tagen ihr volles Aroma entwickeln. Drei bis 14 Tage nach dem Legen schmecken sie am besten. Zudem sind legefrische Eier zum Hartkochen nicht ideal, da sie sich nur schlecht von der Schale lösen. Die Aufbewahrung sollte bei Temperaturen zwischen fünf und acht Grad C erfolgen. Auf der Schale können sich Keime, wie etwa Salmonellen, befinden, die sich bei Wärme leichter vermehren. Daher Eier immer getrennt von anderen Lebensmitteln lagern.
So kann die Frische von Eiern getestet werden
Eine intakte Eischale ist mit einer dünnen Schicht Cuticula überzogen, die das Eindringen von Keimen ins Innere verhindert. Darum dürfen Eier in Deutschland weder gewaschen noch anderweitig gereinigt in den Handel kommen. Bereits gekühlt gekaufte Eier sollten weiterhin im Kühlschrank gelagert werden, da sich mit Unterbrechung der Kühlkette Kondenswasser bildet, wodurch die Schutzschicht des Eis verletzt wird.
Bei legefrischen Eiern ist das Eiweiß oft milchig und klart erst nach zwei bis drei Tagen auf. Wird das Ei alt, wird das Eiweis dann wieder milchiger. Grundsätzlich halten Eier etwa 28 Tage und können auch danach noch zum Backen verwendet werden, sofern sie beim Aufschlagen nicht schwefelig riechen. Ein einfacher Test zeigt die Frische des Eis: sinkt es in einem Glas Wasser auf den Boden, ist es frisch. Steht es im Wasser schräg, ist es zwischen sieben und vierzehn Tage alt. Wenn es im Wasser nach oben steigt und an der Oberfläche schwimmt, ist schon älter. Durch die Schale entweicht mit der Zeit Feuchtigkeit und es bildet sich im Ei eine Luftblase. Je älter das Ei, desto größer die Luftblase, die es im Wasser nach oben steigen lässt.
Rezept für einen Eiersalat
Für unseren Eiersalat brauchen wir sechs gekochte Eier. Viele piksen die Eier an, damit beim Kochen die Schale nicht aufreißt. Dann ist es aber nicht lange haltbar. Werden die Eier nach dem Kochen abgeschreckt, halten sie sich bei Raumtemperatur nur bis zu zwei Tagen. Nicht angepikste und abgeschreckte Eier bleiben bis zu zehn Tagen essbar.
Mayonnaise problemlos selber machen
Für den Eiersalat machen wir zuerst Mayonnaise. Dazu benötigen wir ein hohes Gefäß, das im Durchmesser nur wenig größer als der Stabmixer sein sollte. Darin ein rohes Ei aufschlagen und jeweils 1 gestr. TL Salz, Pfeffer und Zucker sowie 2 TL mittelscharfen Senf zugeben und untermixen. Dazu kommt der Saft ¼ Zitrone. Nach und nach 150 ml neutrales Öl dazugeben. Den Stabmixer unten auf den Boden des Gefäßes eingeschaltet stehen lassen. Dann den Stab ganz langsam nach oben ziehen und das dort verbliebene restliche Öl untermixen. Die Mayonnaise einstweilen kaltstellen.
Sechs hartgekochte, bereits erkaltete Eier schälen, in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Dazu kommen eine mittlere, fein gehackte Zwiebel, ½ klein gewürfelter Apfel und klein gewürfelte Cornichons (oder Essiggurken) in der Menge des zugegebenen Apfels. Jeweils ein gehäufter EL gehackter Schnittlauch und klein gehackte eingelegte Kapern werden dazugegeben.
Etwa die Hälfte der zuvor hergestellten Mayonnaise und 2 EL Naturjoghurt oder Saure Sahne und 1,5 TL mittelscharfen Senf über das Gemisch geben, vorsichtig unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Der Eiersalat kann sofort gegessen werden. Auch als Brotaufstrich schmeckt er hervorragend.






