Ein Genuss mit Erdbeeren: So gelingt eine lockere und luftige Biskuitrolle bestimmt

Von Isabell Dachs · 9. Juni 2024 um 05:00

Locker und luftig soll ein Biskuitteig sein. Wenn er dann noch gerollt wird, ist die Angst da, dass er brechen könnte und unansehnlich aussieht. Mit dem folgenden Rezept gelingt die Sahnerolle mit Erdbeeren bestimmt.

Jetzt ist wieder die Zeit, in der man ein besonderes Land besucht. Dort tragen die Leute ihren Hintern weiter oben als den Kopf. Die Rede ist hier vom Erdbeerland, wo wir derzeit die frischen Früchte ernten können. Nach dem ergiebigen Regen der letzten Zeit ist in diesem Jahr allerdings Eile geboten, bevor die Früchte anfangen zu faulen.

Denn Erdbeeren sind sehr empfindlich und haben neben den optimalen Pflanzbedingungen auch hohe Ansprüche an Transport und Lagerung. Sie können leicht Druckstellen aufweisen und müssen deshalb vorsichtig behandelt werden. Am besten sollten die Früchte so frisch wie möglich verzehrt werden.

Die Erdbeere gehört zu der Familie der Rosengewächse und gilt als die Königin der Beerenfrüchte. Botanisch gesehen ist die Erdbeere aber eine Nuss. Der rot gefärbte Fruchtkörper ist eine Scheinfrucht und die gelblichen Punkte sind die eigentlichen Früchte, quasi die Nüsschen.

Regionale Erdbeeren sind am besten

Erdbeeren werden heute nahezu weltweit angebaut. Durch Importe aus dem Ausland sind sie mittlerweile bei uns das ganze Jahr über erhältlich. Ökologisch ist das allerdings äußerst bedenklich, vor allem bei Ländern, die ohnehin mit dem Wasser knapp sind. Wichtigste Hauptlieferländer sind Spanien, Griechenland und Italien. Aber sogar aus Israel, Mexiko und Kalifornien kommen die Früchte zu uns, was aufgrund der weiten Transportwege irrsinnig erscheint. Hinzu kommt, dass die Erdbeere nicht klimakterisch ist, das heißt, sie reift nach der Ernte nicht nach.

Deshalb sollten wir beim Pflücken oder beim Einkauf auf möglichst reife, einheitlich rote Früchte mit frisch grünen Kelchblättern achten. Nicht ausgefärbte und teilweise weiße Früchte bleiben auch unreif. Im Gegenzug sollten sie auch nicht überreif und matschig sein oder gar Druckstellen haben. Frische deutsche Erdbeeren sind in der Zeit von Mai bis Juli im Handel erhältlich. In dieser Zeit können sie auch selbst direkt vom Feld gepflückt werden.

Früchte nur kurz abspülen

Zu Hause sollten wir die ganzen Früchte nur leicht und kurz in einem Sieb abspülen oder in eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel tauchen. Danach auf einem Küchentuch oder Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Stiele und Kelchblätter werden erst nach dem Waschen entfernt, so werden die Früchte nicht wässrig.

Angeschimmelte Erdbeeren müssen komplett entsorgt werden. Es reicht nicht aus, verschimmelte oder angefaulte Stellen abzuschneiden. Denn durch den hohen Wassergehalt verteilen sich Schimmelsporen leicht in der gesamten Frucht.

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Doch Erdbeeren sind nicht nur besonders gut, sondern mit nur 35 kcal pro 100 Gramm eine kalorienarme Frucht, sofern sie nicht mit Zucker weiterverarbeitet werden. Zudem gelten sie als gesund. Sie sind reich an den Vitaminen B1, B2 und Karotin und sollen sogar mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen enthalten. Zudem sind sie ein guter Mineralstofflieferant für Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Der relativ hohe Ballaststoffgehalt fördert zusätzlich die Verdauung.

So gelingt der Biskuitteig

Sehr gut passen die Erdbeeren zu Biskuitteig, denn der ist genauso leicht, wie die Frucht selber. Vorausgesetzt, wir schaffen es, dass er schön luftig wird. Dazu ist es wichtig, dass wir den Teig, beziehungsweise die Eier gut aufschlagen. Gelingsicherer ist es, die Eier zu trennen und mit Eischnee zu arbeiten. Für unseren Biskuitteig trennen wir also 5 Eier und schlagen das Eiklar mit einer Prise Salz auf, bis es fest ist. Zum Eigelb kommen 100 g Zucker und 2 EL Speiseöl. Das Öl im Teig verhindert zusätzlich, dass dieser später bricht. Dann wird alles so lange aufgeschlagen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat und eine schaumige Masse entstanden ist. Dazu kommen 80 g gesiebtes Mehl, 30 g gesiebte Speisestärke und eine Messerspitze Backpulver. Das Sieben des Mehls verhindert Klümpchenbildung im Teig.

Das Mehl wird gleichmäßig untergerührt bis eine homogene Masse entstanden ist. Danach ziehen wir das Eiweiß vorsichtig und gleichmäßig unter den Teig. Dann den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und gleichmäßig verteilen. Ich ziehe den Teig in der Breite nicht ganz zum Rand des Backbleches, was aufgrund seiner Konsistenz sehr gut möglich ist. Wichtig ist, dass der Teig am Rand genauso dick ist, wie in der Mitte, sonst besteht die Gefahr, dass die Ränder zu braun werden und brechen.

Bei 180 Grad kommt der Teig in den vorgeheizten Backofen und verbleibt dort 10-15 Minuten, bis es goldbraun ist. Hier ist wichtig, keinesfalls mit Umluft zu arbeiten, denn das würde dem Teig zu viel Feuchtigkeit entziehen. Den heißen Teig nach dem Backen dann aus dem Ofen nehmen und sofort auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen. Das Backpapier gleich mit kaltem Wasser bepinseln und nach ganz kurzer Wartezeit das Papier vorsichtig abziehen. Danach den Teig sofort locker im Geschirrtuch aufrollen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung schlagen wir 350 ml Sahne mit 20 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 2 Päckchen Sahnesteif auf, bis sie gut fest ist. Dazu kommen 400 g frische Erdbeeren, die in Stückchen geschnitten sind. Sie werden gleichmäßig unter die Sahne gezogen. Nach dem Auskühlen wird der Teig nochmal entrollt und darauf etwa 100 g Erdbeermarmelade verstrichen und die Sahnefüllung aufgetragen. Dabei die Ränder, insbesondere den Verschlussrand, aussparen.

Den Teig inklusive Füllung dann wieder vorsichtig einrollen, kalt stellen und die fertige Rolle vor dem Servieren mit etwas Puderzucker überstauben.

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Für unseren Biskuitteig trennen wir 5 Eier und schlagen das Eiklar mit einer Prise Salz auf, bis es fest ist. Zum Eigelb kommen 100 g Zucker und 2 EL Speiseöl. Dann wird es so lange aufgeschlagen, bis sich der Zucker gelöst hat und eine schaumige Masse entstanden ist. Dazu kommen 80 g gesiebtes Mehl, 30 g gesiebte Speisestärke und eine Messerspitze Backpulver.
Das Mehl wird gleichmässig untergerührt bis eine homogene Masse entstanden ist. Danach ziehen wir das Eiweiß vorsichtig und gleichmäßig unter den Teig.
Danach den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und gleichmäßig verteilen. Bei 180 Grad kommt er in den vorgeheizten Backofen und verbleibt dort 10-15 Minuten bis es goldbraun ist.
Den heißen Teig aus dem Ofen nehmen und auf ein mit Zucker bestreutes Küchentuch stürzen. Das Backpapier mit kaltem Wasser bepinseln und nach kurzer Wartezeit das Papier vorsichtig abziehen. Danach den Teig sofort locker im Geschirrtuch rollen und auskühlen lassen.
Für die Füllung schlagen wir 350 ml Sahne mit 20 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker und 2 Päckchen Sahnesteif auf, bis sie gut fest ist. Dazu kommen 400 g frische Erdbeeren, die in Stückchen geschnitten sind. Sie werden gleichmäßig unter die Sahne gezogen.
Nach dem Auskühlen wird der Teig nochmal entrollt und darauf etwa 100 g Erbeermarmelade verstrichen und die Sahnefüllung aufgetragen. Dabei die Ränder, insbesondere des Verschlussrandes aussparen.
Den Teig inklusive Füllung dann wieder vorsichtig einrollen kalt stellen und die fertige Rolle vor dem Servieren mit etwas Puderzucker überstauben.