Dichtes Gedränge in den Gängen: So schön war die Schwarzachtalmesse in Neunburg

Schon vor der offiziellen Eröffnung am Samstagvormittag herrschte reges Treiben in der Schwarzachtalhalle in Neunburg (Landkreis Schwandorf). Das Interesse der Besucher war groß: Alle wollten einen Blick auf die Stände der rund 100 Aussteller der Schwarzachtalmesse 2025 werfen.
Kurz vor zehn Uhr spielte die Neunburger Stadtkapelle vor der Halle auf – das Zeichen für die offizielle Eröffnung. Messeveranstalter Matthias Meier zeigte sich beeindruckt von den vielen großen und kleinen Besuchern, die schon am Samstagvormittag vorbeikamen: „Toll, dass heute so viele hier sind, wir wollten eine Messe für die ganze Familie machen – ich finde das ist uns gelungen.“
Laut Meier ist es vor allem den Ausstellern, die aus der gesamten Region kamen, zu verdanken, dass die Messe heuer schon zum 16. Mal stattfinden könne. Bis Sonntagabend präsentierten die zahlreichen Firmen in und vor der Halle neue Produkte und freie Stellen.
Messe ist Schaufenster der Region
Schirmherr Stefan Neft lobte die Schwarzachtalmesse als „Schaufenster der Region“. Er hoffe vor allem, dass die Unternehmen vor Ort auch junge Menschen für ihre Arbeit begeistern können.
Neunburgs Bürgermeister Martin Birner (CSU) freute sich über das „tolle Wetter“ und die „riesige Vielfalt auf der Messe“. Außerdem zeige die Gewerbeschau, wie viel die Region zu bieten habe, so Birner. „Innovationen, tüchtiges Handwerk und ein starkes Ehrenamt – das alles ist hier vertreten.“ Mit den Worten „auf eine gelungene Schwarzachtalmesse“ eröffnete Birner den Messebetrieb offiziell.
Anschließend mischten sich der Messeveranstalter mit dem Bürgermeister und den anderen Ehrengästen unter die Besucher. Glücksräder wurden gedreht, Roboter ferngesteuert und Zaubertricks vorgeführt.
Wem es in der Halle zu eng wurde, konnte bei frühsommerlichen Temperaturen den Außenbereich erkunden. Dort war auch für die Kleinen viel geboten. So sorgten unter anderem ein Karussell und eine Hüpfburg für strahlende Gesichter. Der Kollerhof aus Poggersdorf bot Ponyreiten an. Auch wenn der Pferdehof in den Osterferien viele Gäste beherbergt, ließ sich Familie Koller den Einsatz bei der Schwarzachtalmesse nicht nehmen.
Blaulichtmeile war Anziehungspunkt
Ein Anziehungspunkt war die Blaulichtmeile mit Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr und THW. Auch Thomas Rieger und sein einjähriger Sohn Alexander bestaunten ein zur Schau gestelltes Löschfahrzeug der örtlichen Feuerwehr. „Für die Kinder ist das hier natürlich der Hammer mit den vielen Fahrzeugen und Geräten“, erzählte der Neunburger Familienvater. Er sei schon öfters bei der Schwarzachtalmesse gewesen und freue sich jedes Mal aufs Neue drauf, „weil es einfach immer spannende Sachen zu entdecken gibt“.
Die meisten Blicke zog wohl die Bundeswehr mit ihrer Panzerhaubitze 2000 an. „Die Leute sind wirklich interessiert“, bestätigte Oberstabsgefreiter Tim Windschüttl. Laut dem Soldaten ist die Haubitze extra aus Weiden gekommen, um für die Bundeswehr zu werben und „den Leuten einen Eindruck von unserer Arbeit zu machen“.
Auch beim 17-jährigen Leonard hinterließ der rund 50 Tonnen schwere Panzer einen bleibenden Eindruck. „Ich kenne so etwas nur aus Videospielen, aber in echt ist so eine Haubitze wirklich beeindruckend“, sagte der junge Messebesucher.
Hubschrauberflüge fielen wegen technischer Probleme aus
Nicht weniger beeindruckend war das Angebot der Kunsthandwerker im Hirschenwirtstodl. Aussteller zeigten ihre Waren, die oft in Handarbeit hergestellt wurden. Fündig wurde auch Anna Neumaier, die mit ihrem Mann Alois, ein kleines Holzschild mit der Gravur Haussegen kaufte. „Wir sind zum allerersten Mal bei dieser Messe und spontan vorbeigekommen“, erzählte die Neunburgerin. Sie sei „total begeistert“.
Trotz vieler zufriedener Besucher und einem vielfältigen Angebot gab es auch Probleme bei der Schwarzachtalmesse, die nicht unbemerkt blieben. Manch ein Besucher wunderte sich über die fehlenden Helikopterflüge, die groß im Vorfeld angekündigt wurden. Eigentlich hätten diese den Besuchern einen Eindruck von hoch oben verschaffen sollen – „daraus wurde aber kurzfristig nichts“, wie Messeveranstalter Matthias Meier verriet. Beim eingeplanten Helikopter sei es laut Meier wohl zu technischen Problemen gekommen.
Auch die Sperrung der Staatsstraße am Jobplatz wegen eines Hausabrisses sorgte kurzzeitig für Irritationen. Im Vorfeld war zwar vereinbart worden, während des Messewochenendes die Zufahrt aus Richtung Oberviechtach zu öffnen, was auch der Fall war. Aber ein vergessenes Sperrschild einige Kilometer entfernt, verwirrte dann die aus Oberviechtach kommenden Besucher. Die Thematik sei aber laut MZ-Informationen schnell geklärt worden.
„Solche kleineren Probleme sind bei einer Messe mit so einem Ausmaß ganz normal“, meint Matthias Meier und ergänzte: „Alles in Allem sind wir sehr zufrieden mit dem Andrang und freuen uns über so viele glückliche Besucher.“ Und das obwohl der Samstag im Vergleich zum Sonntag laut Meier eigentlich, als eher „schwacher Besuchertag“ gelte.
Der Sonntag toppte dann aber doch den schon sehr starken Samstag. „Da war die Hölle los“, meinte Bürgermeister Birner, der am Sonntag am Stand des CSU-Ortsverbandes Neunburg im Einsatz war.





























