Hier läuft der Brunnen aus, dort ist zu: Was ist mit den Regensburger Parks los?

Bei schönem Frühlingswetter stehen die städtischen Grünanlagen besonders im Fokus der Regensburger. Deswegen fällt auch auf, wenn in den Parks etwas nicht stimmt. Zwei Beispiele:
Tatsächliche oder auch nur imaginierte Park-Probleme sind in Regensburg ein steter Quell für Diskussionen und Schlagzeilen. Man denke nur an das Obermünsterviertel, das deswegen erst zehn Jahre später als ursprünglich geplant verkehrsberuhigt wird, oder an die Groß-Garage am Unteren Wöhrd, die eine Ewigkeit lang in breitem Konsens für unverzichtbar erklärt und dann kurz vorm ersehnten Baubeginn auf Eis gelegt wurde. Abseits von Stellplätzen für Autos hat der Begriff „Park-Probleme“ aber noch eine zweite Bedeutung – und diese genießt im Frühling besondere Aufmerksamkeit.
Es geht dabei um die Fragen, die sich rund um die städtischen Grünanlagen auftun. Am langen Osterwochenende fiel beispielsweise etlichen Flaneuren im Stadtpark der dortige Brunnen unangenehm auf. Die Fontänen des „Himmelsspiegel“ genannten Wasserspiels landeten beim Abfließen nicht in dem dafür vorgesehenen Spalt am Rand der Bodenplatte, sondern ergossen sich auch auf den vorbeiführenden Spazierweg. So wurde dieser matschig, obwohl es seit Wochen nicht geregnet hatte.
Fontänen spritzen unkontrolliert
Handelt es sich bei diesem unkontrollierten Spritzen um einen neuerlichen Defekt an der 1,2 Millionen Euro teuren Anlage, die bereits vier Monate nach ihrer Inbetriebnahme im Juli 2023 wieder trocken gelegt und repariert werden musste? „Es liegt kein Mangel vor“, beruhigt die Stadt. Allerdings erklärt Sprecherin Juliane von Roenne-Styra: „Die Feinjustierung der Düsen ist abhängig von mehreren Parametern und nicht immer ganz einfach einzustellen.“
So hätten die zuständigen Techniker auch in dieser Woche wieder einmal die Wassermenge sowie die Strahlrichtung und -höhe variieren müssen. Dies geschah am Mittwochnachmittag wenige Stunden nach Entstehung des oben zu sehenden Fotos. Für den Moment gilt laut Stadt: „Aktuell sind die Düsen wieder so eingestellt, damit kein Wasser auf die Spazierfläche auslaufen kann.“
Seit fast elf Monaten geschlossen
Ortswechsel ans andere Ende der Altstadt: Dort ist immer noch der untere Teil des Villaparks gesperrt. Eine Spätfolge des Hochwassers Anfang Juni 2024, bei dem Unmengen von Sand in den tiefer gelegenen Bereich der Grünanalage geschwemmt worden waren. Die Wegedecke und die Pflanzflächen wurden dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen. Diese müssen erneuert und teilweise ergänzt werden. Da eine denkmalgerechte Ausführung der Arbeiten Pflicht ist, wies die Stadt bereits im vergangenen Jahr darauf hin, dass die Instandsetzung und damit die Sperrung länger dauern könnten.

Nun sind seit dem Hochwasser aber bald elf Monate vergangen – und wer vom oberen Teil des Parks aus einen Blick in den unteren riskiert, kann dort keine ausgeprägten Aktivitäten in Sachen Gartenbau erkennen. Die Frage nach dem Stand der Dinge beantwortet die Stadt wie folgt: „Die Beauftragung einer Firma zur Beseitigung der Schäden wird zeitnah erfolgen.“
Der Begriff „zeitnah“ ist allerdings ebenso dehnbar wie unkonkret. Auf die Nachfrage, ob denn im Lauf des Sommers 2025 mit einer Wiedereröffnung des gesamten Villaparks zu rechnen sei, wagt die Sprecherin Ende April diese Antwort: „Das ist schon das Ziel.“