Von Vegan bis Dubai: Das sind die Eis-Trends 2025 im Landkreis Schwandorf

Von David Santl · 18. April 2025 um 05:00

Die Eis-Saison 2025 ist im Landkreis Schwandorf in vollem Gang. Jedes Jahr werden die Eisdielen-Besitzer durchaus kreativ, was neue Sorten angeht. Aber welches Eis ist derzeit besonders angesagt? Und wie sieht es mit dem Preis pro Kugel aus? Wir geben einen Überblick.

Das erste Eis des Jahres ist schon etwas Besonderes. Endlich wieder das kühle, erfrischende Gefühl im Mund spüren – und noch dazu den unverkennbar fruchtigen oder süßen Geschmack der Lieblingssorte aus der Stamm-Eisdiele. Die meisten Gelato-Fans im Landkreis Schwandorf können die erste Kugel Eis heuer auch ohne einen allzu faden Beigeschmack genießen. Denn Preiserhöhungen halten sich in Grenzen. Entweder kostet die Kugel genauso viel wie im Vorjahr oder sie wird lediglich zehn Cent teurer.

Und wer nicht nur Standardsorten wie Schoko, Vanille oder Erdbeere mag, darf sich ebenfalls auf die aktuelle Eissaison freuen. Denn es gibt einige neue Kreationen.

• Das ist das beliebteste Eiscafé Bayerns und der Geburtsort der Dubai-Eiscreme: König Charles war schon da, auch der Dalai Lama – und natürlich Hobby-Foodblogger und Ministerpräsident Markus Söder: zumindest, wenn es nach den KI-Bildern auf dem großen Bildschirm im Eiscafé Da Marco in Nittenau geht. Im realen Leben hatte die Eisdiele von Marco Soru zwar noch nicht so hohen Besuch, darf sich aber trotzdem über eine besondere Auszeichnung freuen. Im Juni 2024 kürte ein Gourmet-Magazin das Café zur beliebtesten Eisdiele Bayerns.

Wie Marco Soru verrät, sei die Nittenauer Eisdiele auch die Erste gewesen, die Dubai-Eis im Sortiment hatte – angelehnt an die berühmte Schokolade. Inzwischen haben sehr viele andere Eiscafés nachgezogen. Der Name „Da Marco“ steht ohnehin für Experimentierfreudigkeit. „Heuer gibt es unter anderem eine vegane Hafercookie-Sorte oder eine Kreation aus Pistazie und Himbeere“, erzählt Soru weiter, dessen Eisdiele auch in den sozialen Medien eine Berühmtheit ist. Der Preis pro Kugel steigt um zehn Cent und liegt heuer bei 1,80 Euro.

• Die sonnige Terrasse ist die Krönung im Eiscafé Veneto in Maxhütte-Haidhof: Direkt gegenüber der evangelischen Kirche in Maxhütte-Haidhof befindet sich das Eiscafé Veneto mit seiner großen Terrasse. Dort steht der Portugiese Leandro Lopes hinter dem Tresen. Auch er will nicht nur Standardsorten anbieten: Neu im Repertoire ist heuer „Amaretto Crunch.“ Neben Schoko oder Vanille kann Lopes weitere Trends ausmachen: „Kinderschokolade und Cookies mögen die Leute immer gern“, erzählt er.

In diesem Jahr liegt der Preis pro Kugel bei 1,70 Euro – zehn Cent mehr als im Vorjahr. „Es wird generell alles teurer und wegen der Terrasse ist bei uns auch die Mehrwertsteuer höher“, erklärt Lopes.

• Mascarpone und Espresso-Eis sind jetzt neu in Burglengenfeld: Liebe und Leidenschaft zum Eis – diese simple Formel nennen Massimo und Chiara de Nardi als Besonderheit ihrer Eisdiele „Eis Europa“ in der Burglengenfelder Innenstadt. Zwei Eissorten feiern heuer Premiere: Mascarpone mit Walnuss und Espresso Macchiato.

Und was sind die Klassiker in ihrer Eisdiele? Ganz klar: „Vanille und Schoko. Das geht immer“, sind sich Massimo und Chiara de Nardi einig. Aber auch Kinderüberraschungs-Eis, das 2024 erstmals im Angebot war, hat sich etabliert. Einen Wermutstropfen gibt es für die Inhaber trotzdem. Sie mussten den Preis um zehn Cent auf 1,80 Euro erhöhen, „weil leider alles teurer wird“.

• Bei Eis David in Teublitz herrscht immer großer Andrang: Ist das Wetter schön, hat Davide Gazzola in Teublitz viel Arbeit. Für sein Eis nehmen die Kunden auch die zehn Cent Preissteigerung auf 1,70 Euro in Kauf. Bei den Standardeissorten ist es in Teublitz wie in anderen Orten: Vanille und Schoko stehen hoch im Kurs, „aber auch Stracciatella und Pistazie“, erzählt Gazzola.

Ausgefallene Sorten gibt es bei ihm ebenfalls, zum Beispiel Blueberry Cheesecake oder Mascarpone mit Kaffee.

• Im Eiscafé Miraval kommen junge Gäste voll auf ihre Kosten: Ob Kinderschokolade oder „Paw Patrol“, benannt nach der gleichnamigen Fernsehserie: Das „Miraval“ in Teublitz wartet mit Sorten für junge Gäste auf. Aber auch Nutella- und Snickers-Eis sind laut Inhaber Gianni Del Favero sehr gefragt.

Er muss es wissen: „Wir sind seit über 30 Jahren hier. Die Teublitzer kommen immer gern zu uns“, sagt er. Die Kugel kostet wie im vergangenen Jahr 1,70 Euro.

• Echtes Eis-Handwerk gibt es in Peter Lingauers Manufaktur in Schwandorf: Eiskugeln sucht man in Peter Lingauers Eismanufaktur in der Regensburger Straße in Schwandorf vergeblich. Die Kunden bekommen das Eis dort in den Becher gespachtelt – so wie es eigentlich nur in Bella Italia üblich ist. Das hat einen Vorteil: „In einen Becher, der für zwei Kugeln ausgelegt ist, passen vier Eissorten“, sagen Peter Lingauer und Sophie Maschke. Der Preis geht folglich nach Bechergröße. „Die Leute mögen es, wenn sie mehr Sorten auswählen können.“ Und die sind durchaus hochwertig, erzählen die Beiden. Es gebe keine künstliche Konservierung und traditionelle Eis-Handwerkskunst werde großgeschrieben.

Neu im Sortiment sind die Sorten Joghurt-Sanddorn und Zartbitter. „Aber auch klassische Eisbecher wie Spaghetti oder Amarena mögen die Leute bei uns sehr gerne“, sagt Lingauer.

• „Da Claudio“ ist jetzt zweimal in der Schwandorfer Innenstadt vertreten: Direkt am Marktplatz steht das Café (früher: De Pellegrin) und ein paar Schritte weiter an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße ein Kiosk. An beiden Orten gibt es das Eis des Café s Pellegrin. Speziell an Ostern dürfen sich laut Inhaberin Liliane Mazzucco aber nicht nur Zweibeiner auf eine leckere Erfrischung freuen. „Wir bieten Hunde-Eis mit Leberwurst an“, verrät sie. Außerdem gibt es kleinere Gerichte, zum Beispiel Pinsa, und natürlich italienischen Kaffee und selbst gemachten Kuchen.

Bei den Eissorten kann die Inhaberin schon einen Favoriten ausmachen: „Das Dubai-Schokoladeneis verkauft sich richtig gut.“ Der Preis pro Kugel liegt konstant bei 1,60 Euro. „Wir sind froh, dass wir nicht erhöhen mussten“, erzählt die Chefin der beiden Verkaufsorte in der Innenstadt.

• Am Vatertag gibt es im „Il Gelato Italiano“ Eis für starke Männer: Geräuchertes Eis? Ja, diese Kreation soll es in Schwandorf tatsächlich bald geben – und zwar am Vatertag im „Il Gelato Italiano“ in der Friedrich-Ebert-Straße. „Das soll nach Rum und dunkler Schokolade schmecken“, verrät Chef Aldo Raccanelli.

Er legt generell viel Wert auf Abwechslung und produziert darum zahlreiche verschiedene Sorten, darunter auch so manche ungewöhnliche. Natürlich gibt es aber auch Standardsorten wie Haselnuss oder Nougat. Der Preis pro Kugel liegt weiter bei 1,60 Euro.

• Veganes Schoko-Sorbet gibt es in der „Wackersdorfer Eiskugel“: Besonders beliebt in der Eisdiele in Wackersdorf ist das vegane Schoko-Sorbet, berichtet Inhaberin Anna Bauer. „Da sind viele Leute froh, dass wir das im Angebot haben“, sagt sie. Neu ist außerdem Tiramisu-Eis.

Der Preis pro Kugel steigt um zehn Cent auf 1,60 Euro. Dafür gilt laut Bauer aber nach wie vor: „Unser Eis ist frei von Fertigerzeugnissen und künstlichen Farbstoffen.“

• In Bodenwöhrs Ortsmitte gibt es eine klassische Familieneisdiele: Vor ein paar Jahren hat in Bodenwöhr das Eiscafé Milano neu eröffnet. In dem klassischen Familienbetrieb gibt es neben einem neuen Dubai-Eis auch Milano-Eis. „Das ist eine italienische Creme mit Blätterteig und Orange“, erzählt Inhaber Cesari Marzio.

Die Kugel wurde zehn Cent teurer und kostet nun 1,70 Euro. „Die Zutaten werden teurer. Aber wir haben auch die Qualität erhöht“, sagt Marzio.

• In Bruck kennt der Eisdielen-Inhaber sehr viele Kunden persönlich: Giovanni Rebuffo weiß oft schon vorher, welche Eissorten seine Kunden wahrscheinlich bestellen werden. „Bruck ist klein, da kennt man sich eben“, so der Inhaber der Eisdiele Primavera. Es gebe zum Beispiel eine Familie, die ausschließlich Zitroneneis ordert und eine andere, die immer Schokolade bestellt.

Bei ihm gibt es aber nicht nur Klassiker, sondern auch spezielle Sorten, wie Azzuro-Schlumpf oder Kinder Bueno. „Und aktuell liegt Cookie-Eis im Trend. Das ist sehr beliebt“, sagt Rebuffo. Die Kugel kostet wie im Vorjahr 1,60 Euro. „Ich bin froh, dass der Preis gleich bleibt. Wenn ich erhöhen müsste, wäre ich unzufrieden“, sagt er.

• In der „Eis Zeit“ in Neunburg wird das Eis selbst hergestellt: In der Eisdiele von Ingrid und Hans Seebauer wird Herstellung vor Ort großgeschrieben. Im Trend liegen aktuell Nutella, Nuss-Nougat und Pistazienzauber, erzählen die Mitarbeiterinnen.

Besonders gut kommen bei den Neunburgern außerdem Blaubeer-, Himbeer- und Haselnusseis an. Die Kugel kostet 1,70 Euro.

• Die Eisdiele Coppa Crema in Neunburg ist die Einzige, die den Preis gesenkt hat: Eis soll erschwinglich für alle sein: Das ist die Devise der Eisdiele „Coppa Crema“ in Neunburg. Voriges Jahr kostete die Kugel 1,70 Euro, nun sind es nur noch 1,50 Euro. „Wir wollen, dass sich auch Rentner und Schüler eher ein Eis leisten können“, sagt Mitarbeiterin Lena Bernard.

Im Trend liegen zur Zeit Pistazie und Baklava, angelehnt an ein süßes türkisches Gebäck. Coppa Crema bietet gern auch neue Sorten an. „Und persönlich fällt mir auf, dass Fruchteis immer mehr im Kommen ist“, sagt Bernard.

In der Eismanufaktur Lingauer ist Handwerkskunst angesagt.
Leandro Lopes in seiner Eisdiele in Maxhütte-Haidhof
Liliane Mazzucco ist die Chefin von „Da Claudio“ in Schwandorf.
Aldo Raccanelli wagt in Schwandorf gerne Experimente.
In Bruck hat Giovanni Rebuffo viele Stammkunden.
Marco Soru in seinem Eiscafé in Nittenau: Auf einem Bildschirm direkt an der Theke sind seine „berühmtesten Gäste“ zu sehen.
In Bodenwöhr führt Cesari Marzio das „Milano.“ Fotos: David Santl
Massimo De Nardi führt das „Eis Europa“ in Burglengenfeld.