Seit Jahren steht das Kino in Berching leer: Jetzt äußern sich die Eigentümer des Berli

Einem stillgelegten Kino in Zeiten von Netflix und Co. neues Leben einzuhauchen, ist eine Herkulesaufgabe. Dessen waren sich Michael und Stephanie Zink bereits bewusst, als sie das Berli in Berching (Landkreis Neumarkt) 2021 erworben haben. Lange war es still um das Projekt. Jetzt macht ein Post auf Instagram neugierig.
Das Netzwerk Heimatunternehmen Jura teilte vor wenigen Tagen mit, dass das Kino seine Pforten wieder öffnen solle. Das Netzwerk ist eine Initiative der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung und unterstützt und berät innovative Unternehmer. Im Landkreis Neumarkt entwickelt Stefanie Hofbeck aus Thundorf Ideen mit kreativen Menschen. Sie war es auch, die den Post in den sozialen Netzwerk abgesetzt hatte.
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Auf Nachfrage unserer Zeitung müssen Hofbeck und Berli-Eigentümerin Stephanie Zink allerdings alle Berchinger enttäuschen, die auf eine rasche Wiederbelebung des alten Kinos in der Innenstadt hoffen. Im Juli 2021 hatten die Zinks das Gebäude in der Schmiedstraße 5 von ihren Vorgängern gekauft. Seitdem steht das Kino leer.
Aktuell gebe es nichts Konkretes zu berichten, sagen die Eigentümer sowie die Heimatentwicklerin. Hofbeck wollte mit dem Beitrag in den sozialen Netzwerken nur zeigen, dass sie das Projekt weiter unterstütze – in der Hoffnung, dass sich etwas tue.
Ehepaar Zink betreibt auch den Engelwirt in Berching
Einige Gespräche haben im Hintergrund bereits stattgefunden. „Das Projekt ist nicht tot“, betont Stephanie Zink. Sie und ihr Mann hätten aktuell lediglich keine Zeit, sich darum zu kümmern. Alle Aufmerksamkeit gehöre derzeit dem Engelwirt. Stephanie und Michael Zink seien beide sehr zufrieden, wie das Hotel in den ersten elf Monaten angelaufen ist.
Fokus der Eigentümer liegt auf Hotel-Apartments in Berching
Derzeit soll aufgrund der hohen Nachfrage das Engelwirt-Team erweitert werden. Zink sucht für das Hotel in der Berchinger Altstadt einen „Operations Manager“, der die operativen Abläufe leitet und eng mit der Inhaberfamilie zusammenarbeitet. So steht es in der Stellenausschreibung. Er soll die tägliche Betriebsführung übernehmen, die derzeit Stephanie Zink selbst inne hat.
Wenn ein operativer Leiter gefunden ist, hofft Zink, mehr Zeit für das Kino zu haben. Mit ihrem Mann wolle sie sich dann auch wieder um die Wiederbelebung des Berli kümmern. Auch für Michael Zink, dessen Galerie aktuell sehr aktiv in Asien ist, bleibe das Kino eine Herzensangelegenheit – „für Berching und die Berchinger“.
