Win-win-Situation: Benedikt Hierl ist neuer Küchenchef in der Wasserwirtschaft in Cham

Von Ferdinand Schönberger · 1. April 2025 um 16:00

Der englische Philosoph Theodore Zeldin schrieb einmal: „Die Gastronomie ist die Kunst, mit Nahrung Glück zu erschaffen.“ Dafür ist seit dem 1. März dieses Jahres als Küchenchef in der Wasserwirtschaft am Regenfluss der 43-jährige gebürtige Rodinger Benedikt Hierl verantwortlich – in Cham kein Unbekannter.

Nach seiner Ausbildung zum Koch in Ingolstadt sammelte er vielfältige Erfahrungen. So war er beim Sternekoch Christian Jürgens in München und in der Sternenküche des Landgasthofs Karner in Frasdorf in Nähe des Chiemsees beschäftigt. Danach kochte er im Hotel-Restaurant David in Regensburg, im Hotel Wutzschleife und im Hotel A-Rosa in Kitzbühel.

Teilnahme am TV-Wettkochen auf Kabel Eins

Als selbstständiger Gastronom führte ihn sein Werdegang vom Hotel-Gasthof Lobmeyer in Roding zunächst ab 2009 als Pächter des Rhaner Bräustüberls erstmals nach Cham und schließlich ab 2016 bis letztes Jahr zur Traditionswirtschaft Jagawirt im Rettenbacher Ortsteil Aumbach.

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In dieser Zeit wurde er auch zur Teilnahme am TV-Wettkochen auf Kabel Eins „Mein Lokal, Dein Lokal – wo schmeckt's am besten?“ eingeladen und landete dabei in der Staffel „Region Bayerischer Wald“ mit seiner modernen, bayerischen Frischeküche auf dem 3. Platz. Es habe ihn einfach gereizt, mitzumachen, erklärt Hierl, und es sei eine interessante Erfahrung gewesen. Nun hat es ihn nach vielen Jahren nach Cham zurückgezogen.

Grund war vor allem die allgemeine Situation in der Gastronomie. Hierl dazu: „Es wurde personell immer schwieriger, und ich stand mehr oder weniger allein als Einzelkämpfer da. Das war auf die Dauer nicht mehr machbar.“ Die Wasserwirtschaft sei für ihn eine neue Herausforderung, sowohl vom Lokal her als auch als Leiter eines relativ großen Teams.

Ich habe immer auf gutem Niveau gearbeitet und will mich weiterhin dabei verwirklichen, statt in einer Kneipe oder Kantine.

Küchenchef Benedikt Hierl

In der Küche seien fünf Köche und mindestens 15 Leute insgesamt tätig, die man auch führen müsse. „Ich habe immer auf gutem Niveau gearbeitet und will mich weiterhin dabei verwirklichen, statt in einer Kneipe oder Kantine“, betont der neue Küchenchef. Hier bleibe es einerseits vom bewährten Küchenkonzept her wie bisher, wobei aber auch in Zukunft neue Akzente gesetzt werden und kreative Gerichte auf der Speisenkarte erscheinen sollen. Es werde Wert auf Regionalität gesetzt, die man noch ausbauen könne, wie auch auf die immer bedeutsamer werdende vegetarische Küche.

Verbindung über Tony Völkl vom Storstad in Regensburg

Eigentümer und Geschäftsführer Ulrich Gütlhuber und seine Frau Claudia freuen sich sehr auf die Zusammenarbeit: „Benedikt ist eine wahre Bereicherung, ein Spitzenkoch mit umfangreicher Erfahrung und einem außergewöhnlichen Können.„ Die Verbindung sei durch ihren gemeinsamen Freund Tony Völkl, Patisserie-Chef im Sterne-Restaurant Storstad in Regensburg, entstanden. „Wir lernten uns schon vor zwei Jahren kennen, und irgendwann meldete er sich am Telefon, er hätte jemanden für mich und ob dieser anrufen dürfe“, so Ulrich. „Benedikt und ich trafen uns ein paarmal, überstürzten nichts und fanden zusammen. Schon bei unserem ersten Gespräch war klar, dass es perfekt passt.“

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Benedikt erzählte begeistert, er sei vom ganzen Team total gut angenommen worden und ihm gefalle es hier, auch vom ganzen Ambiente und von der Küche her. Er könne sich damit identifizieren und dahinterstehen, und es mache Spaß, in diesem Beruf kreativ sein zu können.

Ständig weiterentwickelt

Seit über 25 Jahren bietet Ulrich Gütlhuber mit seinem Restaurant Wasserwirtschaft sieben Tage die Woche bayerische, bodenständige Küche: „Uns gehören Grund und Boden, das Lokal, das haben wir alles selber aufgebaut.“ Die klimatisierten Gasträume würden ein gemütliches Ambiente schaffen. Mit dem neuen Stadel für mehrere Hundert Gäste, den Weihnachts- und Firmenfeiern, dem Weihnachtsmarkt Hüttenzauber, Hochzeiten, der großzügigen Terrasse und dem Biergarten oder der ab 1. November den Winter über geöffneten Eisstockbahn habe man viele Möglichkeiten für besondere Veranstaltungen.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und eine große Liebe zum Detail sei hier ein kleines Juwel entstanden: in idyllischer Lage im Grünen direkt am Regen und über die Blaue Brücke nur einen Katzensprung von der Innenstadt entfernt. In Kombination mit einer Küche, die einen hohen Qualitätsanspruch erfülle – wofür Küchenchef Hierl sorge – werde das Gesamtkonzept abgerundet. So ergänze man sich perfekt zu einem Highlight in der Gastronomie für alle Sinne, die spannend und abwechslungsreich bleibe.

Idyllisch am Regen und im Grünen liegt die Wasserwirtschaft im Herzen Chams.