Sanierungsarbeiten während der Landesgartenschau: Boykottiert die Deutsche Bahn Furth im Wald?

Von Alexander Frimberger · 31. März 2025 um 17:29

Julian Preidl, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, kann nicht verstehen, dass die Deutsche Bahn zur Hochzeit der Landesgartenschau in Furth im Wald (Landkreis Cham) die Strecke Regensburg-Schwandorf komplett sperrt. Sanierungsarbeiten lautet die Begründung.

Preidl teilt per Pressemitteilung mit, dass er sich mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn und an das bayerische Verkehrsministerium gewendet hat.

„Damit würden Reisende auf das Auto oder lange Ersatzbusfahrten umsteigen müssen. Eigentlich nicht im Sinne des grünen Gedankens der Landesgartenschau und für viele vielleicht auch ein Grund, einfach gar nicht hinzufahren“, führt er in der Pressemitteilung aus. Tatsächlich hat die Maßnahme bereits jetzt Konsequenzen. Heidi Wolf, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Landesgartenschau, sagt auf Nachfrage, dass es bereits Absagen von Gruppen gegeben habe, die mit dem Zug kommen wollten.

Alle Hebel in Bewegung setzen

„Damit ist die Verbindung aus Richtung Oberbayern rund um München abgerissen“, bedauert Bürgermeister Sandro Bauer. „Das ist ein großes Handicap.“ Positiv bewertet er, dass die Verbindungen zum Beispiel aus Richtung Nürnberg und Prag weiter bestehen bleiben. Doch natürlich möchte auch er alle Hebel in Bewegung setzen, um noch ein Einlenken der Bahn zu erreichen. Zusammen mit Martin Richter-Liebald, Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschau GmbH hat er am Freitag einen Brief an die Deutsche Bahn abgeschickt und diesen auch an den Verkehrsminister und den bayerischen Ministerpräsidenten weitergeleitet.

Preidl richtet einen leidenschaftliche Bitte an die Bahn: „Ich appelliere daher an die Deutsche Bahn und die Verantwortlichen in der Region, alles in ihrer Macht stehende zu tun, entweder die Sperrung der Strecke auf einen späteren Zeitraum zu verschieben oder alternative Lösungen zu finden, die den Zugang zur Gartenschau weiterhin komfortabel und schnell ermöglichen.“ Wir haben in diesem Zusammenhang eine Presseanfrage an die Deutsche Bahn gestellt. Die Antwort stand bei Reaktionsschluss noch aus.