Parkarena für Landesgartenschau: Kosten-Diskussion und Kritik an schwarzem Asphalt

Von Alexander Frimberger · 31. März 2025 um 11:00

Der voraussichtliche Eigenanteil für die Parkarena liegt nach einer Erhöhung für die Stadt jetzt bei rund 1,37 Millionen Euro. So weit, so gut. Diskutiert wurde in der Stadtratssitzung aber vor allem über das Kassenhäuschen und die Farbe des Asphaltbelags.

Die Parkarena wird rechtzeitig fertig, davon sind Planer, Holzbauer und Rathauschef überzeugt. Aber es werde knapp, räumte Bürgermeister Sandro Bauer ein.

An anderer Stelle drückte es Stefan Göde, seitens der Planungsfirma Planorama für die Bauwerke der Landesgartenschau zuständig, so aus: „Die Parkarena wird zuletzt fertig, ist praktisch die Kirsche auf der Torte.“

Haarscharf, aber realisierbar

Kosten wird das Bauwerk 3,4 Millionen Euro. 500 000 Euro davon sind nicht förderfähig. 80 Prozent Förderung seien zugesagt, man gehe konservativ davon aus, dass es 70 Prozent werden. So bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 1,37 Millionen Euro. „Es wird haarscharf“, betonte der Further Rathauschef und ergänzte: „Aber so wie es im Moment aussieht, realisierbar.“

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Die folgende Diskussion entbrannte an der Kostensteigerung, aber auch an dem Umstand, dass sich Stadtrat Stefan Zeller unzureichend und zu spät über den Bau von Kassenhäuschen und Regiegebäude informiert fühlte. Stadtrat Oskar Mühlbauer sah es ähnlich und bemängelte den schwarzen Asphalt in der Parkarena als unpassend.

Die Verwaltung wollte von einer unzureichenden Information nichts wissen. Hauptamtsleiter Stefan Schmidberger legte dar, wie sich der Informationsfluss dargestellt habe. Demnach ist am 12. Oktober der Maßnahmenbeschluss zur Errichtung der Parkarena erfolgt. „Am 21. März 2024 wurde im Zuge der Beschlussfassung zum gemeindlichen Einvernehmen die Genehmigungsplanung vorgestellt. Im Verlauf des Tagesordnungspunktes wurde auch kurz auf die insgesamt 450 Sitzplätze eingegangen“, so Schmidberger. Architekt Peter Hickl hat im November des vergangenen Jahres eine umfassende Information zur Kostenentwicklung gegeben, die Steigerung der Kosten ausführlich erklärt und auch die Steigerung auf 450 Sitzplätze erläutert (wir berichteten). Im Dezember und noch einmal im Januar habe Stefan Zeller Nachfragen zur Kostensteigerung gestellt. Die Kostensteigerung gegenüber November, damals lag man bei 1,25 Millionen Euro Eigenanteil, erklärt Bauer mit dem Umstand, dass recht früh klar geworden sei, dass Änderungen an der Statik vorgenommen werden müssen. Das Dach wurde höher, so konnte auch um rund 100 Sitzplätze auf 450 erhöht werden. Mehr Plätze wollte man demnach nicht machen, weil man mit der Zahl bei schlechtem Wetter gut ins benachbarte Tagungszentrum ausweichen könne. Die Mehrkosten für die Maßnahme sind laut Bauer im Haushalt vorhanden.

Zeller und Mühlbauer bemängelten, dass der Maßnahmenbeschluss für das Kassenhäuschen und das Regiegebäude zu spät kämen. Anhand von Plänen zeigte man seitens der Verwaltung auf, dass ein Regieraum immer geplant war (die Zwischenfrage von Karl Macharowsky, ob die gesamte Technik eingepreist sei, wurde mit „Ja“ beantwortet).

In Bezug auf das Kassenhäuschen räumte Bauer ein, dass man zunächst die Drachenhöhle als Kasse nutzen wollte, das aber nicht funktionieren würde. Auf die spitze Bemerkung von Mühlbauer, die Verwaltung könne doch sicher gleich genau sagen, wie hoch die Kosten für die beiden Räume sind, antwortete Josef Beer, Mitverantwortlicher für die Bautätigkeit bei der Landesgartenschau: 100 769 Euro. Anschließend zeigte Schmidberger eine Luftaufnahme der Parkarena, auf der die erste Asphaltschicht aufgebracht worden ist.

Schwarz bleibt nicht schwarz

„Bleibt das so parteitypisch schwarz?“, wollte Mühlbauer wissen. Er wollte eine hellere Deckschicht. Man habe sich erkundigt, so Beer, das würde wahnsinnig teuer. Günter Stelzer wollt abstimmen lassen, dass die Verwaltung die Einfärbung vornehmen soll, wenn die Kosten beispielsweise 20 000 Euro nicht übersteigen. Toni Schmidt warf ein: „Wir haben in letzter Zeit so viele Straßen gemacht in Furth im Wald, keine einzige ist schwarz.“ Anfangs seien sie das schon, dann hellen sie auf.

Derzeitiger Stand in Sachen Volksfest

Das Further Volksfest hängt weiter in der Schwebe. Laut Bürgermeister Sandro Bauer gibt es für das Jahr 2025 immer noch keinen geeigneten Standort. „Einfach wird es nicht“, sagt der Rathauschef.

Die Möglichkeiten: Ein keines Fest mit Fahrgeschäften oder ein noch kleineres, nur mit Zuckerwatteständen und ähnliches oder gar kein separates Volksfest in diesem Jahr und lieber wieder ein großes im Jahr 2026, so Bürgermeister Sandro Bauer.Günter Stelzer berichtete davon, dass er ständig angesprochen werde, ob die Landesgartenschau rechtzeitig fertig wird? Sandro Bauer antwortete: „Aus heutiger Sicht sage ich: Ja, wir werden fertig.“