Förderverein Grenzfähnlein Furth im Wald sagt „Lange Nacht“ für 2025 ab

2025 wird es in Furth im Wald keine „Lange Nacht“ geben. Das wurde bei der Jahresversammlung des Fördervereins des Grenzfähnleins bekannt.
Seit 1957 ist der Spielmannszug „Grenzfähnlein“ ein hervorragender Botschafter für Furth im Wald. Mit seiner Uniform der ältesten bayerischen Landwehr, exakter Marschtechnik und seiner musikalischen Qualität ist der Spielmannszug eine Augen- und Ohrenweide. Einen Anteil am Erfolg hat auch der Förderverein, der im August 2000 gegründet wurde. 165 Mitglieder hat dieser Verein derzeit.
Über 20 von ihnen trafen sich am Freitag in der FC-Sportgaststätte – Georg Maier zur Jahresversammlung. Vorstand Wolfgang Schächtl konnte auch Furths 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer, den 1. Vorsitzenden des Spielmannszugs, Tobias Späth, und Georg Naujokas begrüßen, den 2. Vorsitzenden der Feuerschützenkompanie.
Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Spielmannszug-Gesamtausbilder Herbert Dimpfl berichtete Schächtl über das vergangene Vereinsjahrs. Zunächst wies er darauf hin, dass der Förderverein vor 25 Jahren gegründet worden ist. Die 165 Mitglieder sind nicht durchweg ehemalige Spielmannszügler. Die ersten 23 Jahre war der Verein passiv, er unterstützte mit seinen Beitragseinnahmen Spielmannszug und Feuerschützen. Inzwischen ist er ein aktiver Verein geworden, die Mitgliedsbeiträge machen nur einen Bruchteil seiner Einnahmen aus.
Schächtl gab einen Überblick über die vielen Veranstaltungen, an denen der Förderverein beteiligt war. Herausragendes Ereignis: die „Lange Nacht“, die wegen der Umgestaltung der Festwiese einen neuen Platz brauchte. Viele ehrenamtliche Stunden waren notwendig, um die Veranstaltung auf dem Gelände der Brauerei Dimpfl möglich zu machen.
Aufwand erforderte auch das Landesgartenschau-Baustellenfest. Beim Jubiläum „40 Jahre Eisen Würz Baumarkt“ und „60 Jahre Hagebaumarkt“ war der Förderverein ebenfalls aktiv. Außerdem war der Verein bei den Stadtführungen im neuen Format (Ritter – Drachen – Gaumenschmaus) beteiligt. Ein weiteres Highlight war die Beteiligung am Further Christkindlmarkt.
Nachdem auf den Spielmannszug große Ausgaben zukommen (deutsche und bayerische Meisterschaft, Ausbau des Ausbildungsheims), und die Feuerschützen derzeit eine Ruhephase haben, erhält dieses Jahr der Spielmannszug die volle Unterstützung durch den Förderverein. Schächtl überreichte einen 7000-Euro-Scheck an Tobias Späth, den neuen Vorsitzenden des Spielmannszugs.
Pause bei „Langer Nacht“
Bei der Gelegenheit teilte er auch mit, dass es 2025 keine „Lange Nacht“ geben wird. Das Dimpfl-Brauereigelände stehe dieses Jahr nicht zur Verfügung, auch könne die Straße, in der letztes Jahr die Küche war, nicht gesperrt werden, da dies ein Hauptzugang zur Landesgartenschau sei. Daher habe man beschlossen, ein Jahr auszusetzen. Dimpfl-Chef Matthias Strauß hatte gegenüber unserer Zeitung erklärt, er wolle sein Brauereigelände während der Landesgartenschau für eigene Bewirtung nutzen (wir berichteten ausführlich).
Mit dem Spielmannszug will man das Gelände vom Markgrafen Getränkemarkt bewirten. Außerdem habe man die Zusage zu zwei Stadtführungen. Im November ist man bei der „Hausmesse Eisen Würz/Hagebaumarkt“ dabei und natürlich wird der Verein auch beim Christkindlmarkt mitwirken.
Der Kassenbericht von Thomas Lernbecher fiel kurz und sehr zufriedenstellend aus. Auch die Kassenprüfer hatten nichts zu beanstanden.
Furths 2. Bürgermeister Michael Mühlbauer überbrachte Grüße von Bürgermeister Sandro Bauer und des Stadtrats. Er wies darauf hin, dass sich die Stadt Furth im Wald derzeit so verändert wie noch nie.
Spielmannszugvorstand Tobias Späth erklärte, dass man die letzten zwei Jahre am Wechsel der Vorstandschaft gearbeitet habe. So sei ein guter Übergang erreicht worden. Der Spielmannszug-Vorstand sei nun eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Mitgliedern. Er berichtete vom Umbau des Ausbildungsheims, das inzwischen kein reiner Probenraum mehr sei. Es sei auch ein Treffpunkt für junge Mitglieder, die man so „bei der Stange halten“ könne. Wenn das Ausbildungsheim im Herbst fertig sei, wolle man das entsprechend feiern.
Proppenvoller Terminplan
2024 war für das Grenzfähnlein ein ruhiges Jahr. In diesem Jahr sei der Terminplan proppenvoll. Neben den üblichen Einsätzen wie Drachenstich und Feuerwehrfeste kommen die Landesgartenschau und die Starts bei der deutschen und der bayerischen Meisterschaft dazu. Dabei wolle man jeweils in fünf Klassen antretenen. Wolfgang Schächtl wurde für 40 Jahre aktive Mitarbeit im Spielmannszug ausgezeichnet.
Max Schächtl, Initiator und Schatzmeister der Feuerschützen-Kompanie, erklärte die Probleme der Kompanie, die immer älter und kleiner werde. Die Schwarzpulverscheine seien leider abgelaufen.
Die Leitung der Neuwahlen fübernahm der 2. Bürgemeister Michael Mühlbauer. Per Akklamation wurden alle Vorstandsmitglieder wiedergewählt: 1. Vorsitzender Wolfgang Schächtl, 2. Vorsitzender: Max Schächtl, Kassier: Thomas Lernbecher,Schriftführer: Ludwig Schmidberger, Beisitzer: Steffi Altmann, Alfred Thiel, Steffi Schmatz, Ferdinand Schmatz, Kassenprüfer: Klaus Koller, Dieter Wagner
fvd
