Neues Personal vom Storstad und Posthotel für Traditionswirtshaus Jagawirt in Aumbach

„Es ist ein Glücksfall“, sagt Rupert Heider, der Eigentümer des weithin bekannten Jagawirts im Rettenbacher Ortsteil Aumbach (Landkreis Cham), und meinte damit die Weiterführung des Traditionslokals nach dem Abschied von Küchenchef Benedikt Hierl, der sich nach acht Jahren dort beruflich anderweitig orientiert.
Thomas Elst, der schon dreieinhalb Jahre im Restaurant tätig ist und daher die Abläufe bestens kennt, wird zum Geschäftsführer einer neuen GmbH, Thien Duc Le Cong ist künftig als Chefkoch tätig. So sei gewährleistet, dass es nach der normalen Sommerpause quasi ganz normal weitergeht: Ab Samstag können sich die Gäste wieder kulinarisch beim Jagawirt verwöhnen lassen, freuen sich die Verantwortlichen.
Nachdem Hierl ihm von seinen Abschiedsplänen berichtete, hatte er anfangs schon Bedenken, ob es auf diesem Niveau weitergehen könnte, erzählt Heider, gutes Personal sei vor allem auch in der Gas-tronomie oft schwer zu finden. „Benedikt Hierl und seine Frau haben das super gemacht, das Haus steht top da“, berichtet der Besitzer, der dabei auch betont, dass die Trennung absolut freundschaftlich verlaufen sei. Hierl habe sich aus persönlichen Gründen beruflich in seine Heimat Cham umorientiert, sagt Heider, „es gab keinerlei Probleme.“
Viel Lob für Hierl
„Ich war sehr traurig, als mir Benedikt Hierl gesagt hat, dass er geht“, erzählt auch Elst, er habe bestens mit ihm zusammengearbeitet. Das hohe Ansehen, das der Jagawirt schon vorher genossen habe, sei durch Hierl noch einmal gesteigert worden.
Da sich der Jagawirt einen sehr guten Namen gemacht habe, sei es dann nicht ganz so schwer gewesen, eine Nachfolgelösung zu finden, berichtet Heider. Elst habe unbedingt in dem Gasthaus, in das er sich „sofort verliebt hat“, als er es zum ersten Mal sah, bleiben wollen. Also haben er und Heider sich unterhalten, wie es weitergehen könnte – und mit der GmbH eine Lösung gefunden.
Der ausgebildete Restaurantleiter und Weinsommelier Elst, der früher unter anderem im Storstad in Regensburg bei Anton Schmaus tätig war, wird sich als Geschäftsführer künftig um die Leitung des Betriebs, Verwaltung und Service. Als Chefkoch wird Thien Du Le Cong tätig sein. Ihn kennt Elst durch seine Tätigkeit im Storstad. Vorher hatte der Regensburger Le Cong im Posthotel in Wirsberg seine Ausbildung zum Koch absolviert.
Chefkoch hat im Jagawirt geheiratet
Und der neue Küchenchef hat eine besondere Beziehung zum Jagawirt: „Ich habe vor zwei Jahren hier geheiratet, das war ein toller Tag“, erzählt er. Es sei eine sehr reizvolle Aufgabe, das zu übernehmen, berichtet Le Cong. Helfen werde ihm aber, dass Elst und das restliche Personal (sechs Festangestellte), das bleibt, sich sehr gut auskennen würden. Nach einem ersten Kennenlernen hat der neue Koch auch keine Bedenken, dass es nicht funktionieren könnte, „ich denke, wir werden ein super Team.“
Auch wenn es Veränderungen gibt, soll am Grundprinzip des „bayerischen Wirtshauses für alle“ nichts verändert werden, betonen die Verantwortlichen. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es ist sehr gut gelaufen in den letzten Jahren, das wollen wir fortsetzen und dafür sorgen, dass die Gäste sich wohl fühlen“, sagt Heider.
„Wirtshaus für alle“
Im über 300 Jahre alten Aumbacher Dorfwirtshaus, das vor zehn Jahren aufwendig nach Denkmalschutz-Vorgaben renoviert wurde und wegen seiner Lage und seines Rufs Gäste von Regensburg über Straubing bis nach Cham anzieht, soll auch künftig jeder Hungrige fündig werden.
Krustenbraten oder Schnitzel werden sich genauso auf der Karte finden wie ausgefallenere Spezialitäten – und wie es der Name des Gasthauses schon sagt, viel Wild. „Das kommt aus der eigenen Jagd“, sagt Heider, auch sonst setzte man sehr auf hochwertige lokale Produkte. „Wir haben viele kleine Lieferanten aus Regensburg oder dem Landkreis Cham“, erläutert Elst, dies sei auch wichtig und gehöre zum Konzept des Hauses zwischen Tradition und Innovation. auch vegetarische und vegane Gerichte wird es geben,
Der Jagawirt sei für alle gedacht, egal ob Einheimische oder weiter gereiste Gäste, erläutern die Verantwortlichen. Bei der Preisgestaltung solle ebenso für jeden etwas dabei sein.
Durstig wird auch keiner der Gäste nach Hause gehen müssen: Es wird eine große Weinkarte mit nationalen wie internationalen Sorten geben. Als Bier wird weiter das Tegernseer ausgeschenkt, mit einer Besonderheit, die es in der Region sonst nicht gibt: Das dunkle Bier aus dem Fass wird in gekühlten Steinkrügen serviert.
Donnerstag bis Sonntag abends geöffnet
Weiterhin wird es auch möglich sein, im Jagawirt Feiern für Hochzeiten, Geburtstage, Taufen oder Ähnliches abzuhalten, bis zu 100 Personen finden in dem urig gestalteten Wirtshaus Platz.
Nahezu unverändert bleiben die Öffnungszeiten: Von Donnerstag bis Sonntag kann im Jagawirt von 17 bis 22 Uhr gegessen werden, Sonntags gibt es außerdem Mittagstisch in der Zeit von 11.30 bis 15 Uhr.
„Wir sind alle glücklich, dass es weitergeht, und hoffen, dass die Gäste weiter eine schöne Zeit bei uns haben werden“, betont Elst.
