Zaschkahof wurde zum Risiko: Herabgefallene Steine alarmierten Bürger und Behörden

Von Thomas Rieke · 29. März 2025 um 19:00

Dass ein Teil des historischen Zaschkahofs in Burglengenfeld (Landkreis Schwandorf) seit Jahren nur noch einen trostlosen Anblick bietet, ist bekannt. Mittlerweile aber sind die nach einer missglückten Sanierung verbliebenen Reste auch zum Sicherheitsrisiko geworden.

Die Behörden sind alarmiert und versichern, Druck auf den Eigentümer auszuüben. Ein Bewohner der Altstadt, der die Entwicklung der Dinge aufmerksam verfolgt, wandte sich kürzlich besorgt an die MZ-Redaktion: Ob wir schon mitbekommen hätten, was am Zaschkahof passiert sei? Kiloschwere Steine seien aus einem Giebel gebrochen und herausgefallen. Nicht auszudenken, welche Folgen das für Fußgänger hätte haben können. Die Stadt sei nun gefordert, den Verantwortlichen in die Pflicht zu nehmen, so der Bürger.

Offenbar sind entsprechende Schritte längst erfolgt. Auf Anfrage der MZ teilte Pressereferentin Ulrike Pelikan mit: Der aktuelle, „nicht zufriedenstellende Zustand“ sei „selbstverständlich bekannt“. Und man sei auch bereits tätig geworden. Der Bauhof habe versucht, die betroffenen Bereiche abzusperren. Aufgrund der beengten Verhältnisse sei es aber unmöglich, an jeder Stelle den gebotenen Abstand zum Gebäude einzuhalten. Die Zufahrt zu einem Nachbargebäude würde sonst blockiert.

Bauaufsicht des Landratsamts ist involviert

Außerdem, so Pelikan weiter, sei bereits die Bauaufsicht des Landratsamts in das Verfahren involviert. Auch sie habe „sofort reagiert“ und den Eigentümer der Immobilie per Bescheid aufgefordert, das Gebäude unverzüglich durch einen Tragwerksplaner begutachten zu lassen. Ob dies mittlerweile in die Wege geleitet ist, ist indes nicht bekannt.

Wie berichtet, musste der Investor, der zwei Hausnummern am Gelände des Burglengenfelder Urhofs in moderne Eigentumswohnungen verwandeln wollte, 2022 Insolvenz anmelden. Der Unternehmer aus Niederbayern war durch eine Verkettung verschiedener Umstände in finanzielle Schieflage geraten.

GmbH ist weiter die Eigentümerin

Das Insolvenzverfahren mündete zwar nicht in einer Zwangsversteigerung, brachte aber auch sonst keine Lösung, aus der man einen Neustart des Vorhabens unter anderer Regie ableiten könnte. Mangels Einigung unter den Beteiligten und mangels Kaufinteressenten wurde das Grundstück im Herbst 2023 wieder aus der Insolvenzmasse freigegeben. Das heißt: Als Eigentümerin gilt unverändert die GmbH, die pleite gegangen ist.

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