Mauern der Schwarzenburg in Rötz sollen 2025 saniert werden – Rücksicht auf Märchenzeit

Auf der Jahresversammlung des Schwarzwihrbergvereins wurden kürzlich umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Mauern der Schwarzenburg für das Jahr 2025 in Aussicht gestellt.
Aufgrund eines geodätischen Gutachtens gibt es teilweise Sperrungen bei der Kapelle und der westlichen Bastion.
Obwohl die „landbeherrschende Grenzburg“, wie in „Die Schwarzenburg“ von Johann Paulus, herausgegeben vom Schwarzwihrbergverein, nachzulesen ist, „aus hartem Granitgestein erbaut“ wurde, hat der Zahn der Zeit ihr nach mehreren Jahrhunderten mittlerweile ganz schön zugesetzt.
Baumaterial nach Bränden in Rötz
Im ersten Kapitel des Buches heißt es, schon nach Abzug des letzten Adelsherrn im Jahre 1509 habe die Anlage zunehmend unter Baufälligkeit gelitten, doch seien Ausbesserungen unterblieben. „1634 schleiften die Schweden die Anlage und steckten sie in Brand“ – den Witterungseinflüssen preisgegeben, scheine sie schnell verfallen zu sein. Und: „Die Rötzer trugen zu ihrem Untergang bei, holten sie sich doch hier nach den Stadtbränden ihr Baumaterial.“
Doch schon seit über hundert Jahren bemühe man sich um die Erhaltung des Bauwerks, heute seien alle vorhandenen Reste gesichert. Große Verdienste um die Erhaltung der Burg habe sich der Schwarzwihrbergverein Rötz erworben.
Demnächst stehen also wieder größere Sanierungsarbeiten an. Schon mehrfach haben die Bayerischen Staatsforsten Roding als zuständiger Bauträger Ausbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Vor wenigen Jahren beispielsweise bekam der Batterieturm der Burg ein neues Dach.
Die Warnschilder auf dem Burggelände zeugen davon, dass nun wieder Handlungsbedarf besteht. Hans-Jürgen Porsch, Vorsitzender des Schwarzwihrbergvereins, hatte auf der Versammlung erklärt, dass die Sperrungen nicht da seien, „weil einem ein Stein auf den Kopf fallen könnte“, sondern es liege an der besonderen Besucherlenkung, zum Beispiel zum Spielplatz.
Sanierung nach Märchenzeit
Forstbetriebsleiter Dominik Schwarz informiert auf Anfrage, dass der Startzeitpunkt und der Umfang der Sanierungsarbeiten derzeit noch nicht feststehen, da man sich aktuell in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege befinde. Erst dann könne man in die Ausschreibung gehen.
Mit dem Schwarzwihrbergverein werde man sich bezüglich der Arbeiten abstimmen, so soll erst nach der letzten Aufführung von „König Drosselbart“, die am 3. August stattfindet, mit der Sanierung begonnen werden. Ob das Bergfest mit Bergmesse, das alljährlich am 15. August, an Mariä Himmelfahrt, heuer stattfindet, ist dagegen noch ungewiss. Den Saisonstart für die Berghütte plant Bergwirt Harald Grauvogl für kommenden Mittwoch, 2. April.
Aktion zum Jubiläum
Jubiläum: Die Berghütte kann heuer 50. Geburtstag feiern. Der Schwarzwihrbergverein will aus diesem Anlass ein Fotobuch mit Bildern rund um die Berghütte, aufgenommen drinnen oder draußen, ihren Bau, die Bergwirte oder verschiedene Erlebnisse dort erstellen.
Kontakt: Wer ein oder mehrere Bilder der Berghütte gefunden hat, sei es digital, auf Papier oder Dia, kann sich an Steffi Porsch, Telefon (09976) 902930, E-Mail steffi.porsch@t-online.de oder Marianne Niebauer, Telefon 09976/2116, E-Mail jossi1.niebauer@web.de wenden.
