Stadt gibt grünes Licht für Maschek-Pläne – Nutzungskonzept für Areal im Schwandorfer Süden gefiel den Räten

Von Caroline Keller · 21. März 2025 um 19:00

Mit der Nachfolgenutzung des früheren Maschek-Autohauses in Schwandorf beschäftigte sich der Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstagnachmittag im Konrad-Max-Kunz-Saal in der Oberpfalzhalle in Schwandorf. Das überarbeitete Konzept fand bei den Räten großen Anklang. In der Sitzung stellte sich zudem der Investor für das geplante Quartier vor.

Wie Unternehmer Ingo Maschek kürzlich der Mittelbayerischen verriet, hat er inzwischen vom Hotelprojekt auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Areal Abstand genommen. Nach wie vor soll aber ein Mix aus Wohnen und Gewerbe angesiedelt werden. An den Zufahrten hinter dem Aldi-Markt, von der Regensburger Straße und der Libourne-Allee wird weiter festgehalten. Zusammen mit der Schwandorfer Baufirma Gebr. Donhauser und mit Investoren soll das Vorhaben nun vorangetrieben werden.

Auch das Geheimnis des Investors ist gelüftet. In der Sitzung stellte sich per Videoschalte Ralph Büchele, Geschäftsführer der Bayernheim GmbH, den Ausschussmitgliedern vor. Das Unternehmen mit Sitz in München schafft laut Internetauftritt „überall dort bezahlbaren Wohnraum, wo in Bayern Bedarf besteht“. Vor allem werde auf nachhaltiges Wohnen Wert gelegt.

Ferner handle es sich dann um geförderten Wohnraum, der den Menschen zugute kommen soll, die „in der Mitte der Gesellschaft“ stehen. Ingo Maschek formulierte die Zielgruppe so: „Das kann ein Polizist sein oder ein KfZ-Meister, es können Familien sein, aber auch alleinstehende ältere Menschen.“ Das Ziel sei, das sie alle moderne und bezahlbare Wohnungen mieten könnten.

Förderung für Mieter

Die einkommensorientierte Wohnraumförderung (EOF) des Freistaats orientiert sich dabei an den Einkommensgrenzen der potenziellen Mieter. Die Förderung für den Mieter stellt den Differenzbetrag zwischen der zumutbaren Miete zu der tatsächlichen dar.

Wie das Quartier „Südpark“ einmal aussehen könnte, stellten die beiden Donhauser-Architekten Katharina Burkhardt und Felix Fischer unter anderem mittels eines Architekturmodells auf einer Holzplatte vor. Auf dem Areal sollen sich der Wohnbereich und der gewerbliche Bereich in etwa zwei gleich große Teile aufteilen. Im vorderen östlichen Bereich an der Regensburger Straße soll in den Gebäuden Platz für Kleingewerbe von der Bäckerei bis zur Apotheke sowie für Arztpraxen und Büroflächen sein. Damit Kunden und Mitarbeiter es nicht weit zu den Geschäften und Büros haben, sind ausreichend Parkplätze vorgesehen. Diese sollen entlang der Regensburger Straße sowie in einem Parkhaus und in einer Tiefgarage, die über die Straße hinter der Aldi-Filiale erschlossen werden soll, angelegt werden.

Die Wohnbebauung soll im rückwärtigen westlichen Teil des Areals entstehen. Geplant sind derzeit fünf Gebäude mit 100 unterschiedlich großen Wohneinheiten, die sich auf jeweils drei Geschossen verteilen. Auch regten die Architekten eine Bushaltestelle an der Regensburger Straße vor dem Gebäude an. Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) zeigte sich begeistert: „Das kann ein Leuchtturmprojekt werden.“

Vorhaben einhellig begrüßt

Auch Parteikollege und CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer signalisierte Zustimmung. Dass kein Hotel mehr in der Planung vorkomme und mit der Baufirma Gebr. Donhauser ein regionaler Partner dabei sei, stimmte ihn positiv. „Die Anzahl der Wohnungen tut der Stadt gut“, schloss er seinen Redebeitrag.

Fraktionssprecher Manfred Schüller (SPD) äußerte nur Bedenken über die Zufahrten zu dem Grundstück. Er ließ die Stichworte „Lärmschutz“ und „Abbiegespuren“ fallen, „doch da müsse man schauen, ob es funktioniert“. Dennoch stimmte die SPD der Planung zu. „Ein Leerstand, bei dem sich schnell was tut, nicht wie bei anderen Flecken“, lobte Schüller in der Sitzung. Kurt Mieschala (UW) sowie Karl Heinz Saur (FW) stimmten ihren Vorrednern zu. Die Entscheidung für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens fiel am Ende im Ausschuss einstimmig.

Das Projekt „Südpark“ hat eine Hürde genommen. In dem neuen Quartier sollen Wohnungen sowie Gewerbeflächen Platz finden. Foto: Hubert Heinzl