Wohnen und Arbeiten in einem neuen Quartier: Das sind Ingo Mascheks Pläne für das ehemalige Autohaus in Schwandorf

Von Hubert Heinzl · 13. März 2025 um 19:00

In die Suche nach einer Nachfolgenutzung für das frühere Maschek-Autohaus in Schwandorf kommt neuer Schwung. Am 20. März will Unternehmer Ingo Maschek im Planungsausschuss ein neues Konzept für den „Südpark“ vorlegen, der auf 20.000 Quadratmetern im Stadtsüden entstehen soll.

Schon länger bemüht sich Unternehmer und Grundstückseigentümer Ingo Maschek (68), das ehemalige Firmengelände im Süden Schwandorfs zu entwickeln. Vor fast genau drei Jahren machte er erstmals seine Pläne für den Standort bekannt – das Projekt „Südpark Schwandorf“. Vorgesehen war seinerzeit neben Wohnungen und Gewerbeflächen auch ein Hotel.

Hotelprojekt ist inzwischen vom Tisch

Vom Hotelprojekt hat der Unternehmer inzwischen Abstand genommen, wie er bei einem Gespräch am neuen Firmensitz in Alberndorf erzählt. Doch geblieben ist die Idee, auf dem Gelände in Schwandorf einen Mix aus Wohnen und kleinteiligem Gewerbe anzusiedeln. Auch an den drei Zufahrten hinter dem Aldi-Markt, von der Regensburger Straße und der Libourne-Allee soll festgehalten werden. Das Vorhaben will Maschek nun zusammen mit Investoren und der Schwandorfer Baufirma Gebr. Donhauser vorantreiben, die auch die Planungen übernommen hat.

Vereinfacht gesagt, soll sich das Gelände des Südparks in zwei etwa gleich große Segmente aufteilen. Im vorderen Bereich, zur Regensburger Straße hin orientiert, ist ein öffentliches Quartier geplant, das Raum für Kleingewerbe von der Bäckerei bis zur Apotheke, aber auch für Arztpraxen und Büroflächen bieten soll.

Parkplätze vor, auf und unter dem Gelände

Damit Kunden und Mitarbeiter keine weiten Wege auf sich nehmen müssen, sind ausreichend Parkplätze vorgesehen – aber nicht nur entlang der Regensburger Straße, sondern vor allem auch in einer Tiefgarage und einem Parkhaus auf dem Gelände selbst.

Die Stellflächen stehen natürlich auch den künftigen Mietern zur Verfügung, die die Wohnungen im rückwärtigen Teil des früheren Betriebsgeländes einmal beziehen sollen. Fünf Gebäude wird es wohl geben, und Maschek verspricht, man wolle die bestehenden Strukturen der umliegenden Bebauung aufnehmen und „sinnvoll ergänzen“. Eine Herzensangelegenheit ist es dem Unternehmer, dass von den rund 100 geplanten Wohneinheiten möglichst viele gefördert sein sollen – zwischen 90 und 100 Prozent. „Das ist es, was Schwandorf braucht“, sagt Maschek.

Die einkommensorientierte Wohnraumförderung (EOF) des Freistaats, auf die er bei dem Projekt zurückgreifen will, soll nach seinen Worten ausdrücklich Menschen zugute kommen, die „in der Mitte der Gesellschaft“ stehen. „Das kann ein Polizist sein oder ein KfZ-Meister, es können Familien sein, aber auch alleinstehende ältere Menschen“, sagt Maschek. Sie alle sollen in den Genuss von bezahlbarem, hochwertigem Wohnraum kommen.

Innenhöfe mit viel Grün geplant

Vorgesehen ist nach den Worten Mascheks ein Wohnungsmix für Ein- bis Fünfpersonenhaushalte, aber auch an „zentralen Gemeinschaftsflächen“ sollen in es in den einzelnen Baukörpern nicht fehlen.

Im Freien sei ebenfalls eine „hohe Aufenthaltsqualität“ angestrebt – durch großzügige Innenhöfe, die das Gelände erschließen, und ausgedehnte Grünflächen. Mascheks Vision: „Am Ende soll ein neues belebtes Quartier entstehen, das Wohnen und Arbeiten vereint.“

Beim Gespräch am Firmensitz in Alberndorf erläuterte der Unternehmer seine Vorstellungen. Foto: Martin Kellermeier