Ein doppelter Coup: Oimara und „Bergdoktor“ Hans Sigl kommen nach Schwandorf

Von Jan Lange · 12. März 2025 um 19:00

Im Radio läuft „Wackelkontakt“ von Oimara aktuell hoch und runter. In den Charts steht der Oberbayer mit dem Party-Hit ganz oben. Bald können die Schwandorfer den 33-Jährigen live erleben – beim Zelt- und Kulturfestival (ZKF) am 6. September um 19.30 Uhr. Und auch ein bekanntes TV-Gesicht holen die Veranstalter in die Große Kreisstadt.

Während in den vergangenen Wochen kaum jemand, ob Faschingsnarren oder große Partyveranstalter, an dem Oimara vorbeikam, sah dies vor einem halben Jahr noch anders aus. Der Sänger, bürgerlich Benedikt Hafner, war noch ein Geheimtipp. Und so hatten die beiden ZKF-Veranstalter Arthur Theisinger und Michael Gradl über eine Buchung hin und her überlegt, als ihnen Oimara im vorigen Oktober angeboten wurde. „Sein Lied Busheislparty war auf vielen Kirwan gespielt worden“, sagt Theisinger. In der Hoffnung, dass er 150 Gäste anlocken könnte, entschieden sie sich damals dafür, Oimara nach Schwandorf zu holen.

Drei Viertel der Karten bereits weg

Eine mehr als gute Entscheidung – wie sich jetzt zeigt. Mit „Wackelkontakt“ führt der Oberbayer seit vier Wochen die deutschen Charts an. „Wir haben das zuerst gar nicht mitbekommen“, meint Theisinger mit Blick auf den Erfolg des Songs. Erst als der Oimara auch in Österreich und der Schweiz die Charts stürmte, wurde den ZKF-Veranstaltern bewusst, dass sie einen großen Coup gelandet hatten.

Die erhofften 150 Karten haben sie schon längst an den Mann gebracht. Mittlerweile seien sogar weit mehr als doppelt so viele Tickets verkauft, so Gradl. Er und sein Kompagnon sind sich sicher, dass das Festzelt mit seinen 500 Plätzen bald voll sein wird. „Wer noch eine Karte haben will, sollte sich beeilen“, rät Gradl.

Keine Verlegung in Oberpfalzhalle möglich

In den Vorjahren hatten sie bei einer derart großen Nachfrage die Veranstaltung kurzerhand vom Festzelt in die deutlich größere Oberpfalzhalle verlegt. Das sei beim Oimara-Auftritt aber nicht möglich. Denn in der Halle könnten nach ihren Worten nur bestuhlte Veranstaltungen stattfinden. Oimara sei aber etwas für ein stehendes, feierndes Publikum, sind sie überzeugt.

Zudem sei die parallel laufende Show mit italienischen Welthits in der Oberpfalzhalle schon so gut verkauft, dass sie nicht einfach ins Zelt verlegt werden könnte, erklärt Theisinger. Auch eine Zusatzshow – so wie im Vorjahr bei Helmut Binser – anzusetzen, sei nicht so einfach. Zum einen hätte der Oimara durch seinen Charterfolg inzwischen viele Anfragen und Auftritte, zum anderen wäre für eine weitere Vorstellung lediglich der 7. September noch möglich, weisen die ZKF-Veranstalter hin. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir deshalb davon aus, dass es bei dem einen Auftritt von Oimara bleibt“, so Gradl.

Mehr als fünf Millionen Zuschauer pro Folge

Dass die Fixierung auf einen einzigen Termin bei bekannten Künstlern nicht hilfreich ist, haben Theisinger und Gradl bei einem anderen Star erlebt: TV-„Bergdoktor“ Hans Sigl. Sieben Termine waren am Ende angefragt – bis sich die Betreuende Agentur und die ZKF-Veranstalter letztendlich auf den 19. Dezember einigen konnten. „Es war ein langer Weg, bis alles stand“, blicken sie nun auf die Verhandlungen zurück.

Die Mühe hat sich gelohnt, denn mit Hans Sigl holen sie einen TV-Giganten in die Große Kreisstadt. Bei jeder neuen „Bergdoktor“-Folge sitzen weit mehr als fünf Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Und in der ZDF-Mediathek ist die aktuelle „Bergdoktor“-Staffel die bislang erfolgreichste mit insgesamt mehr als 21 Millionen Aufrufen.

Millionen werden Hans Sigl in Schwandorf nicht live erleben können – aber 1100 Plätze stehen in der Oberpfalzhalle zur Verfügung. Der Kartenvorverkauf läuft seit einigen Tagen – und auch hier können sich Theisinger und Gradl über eine große Nachfrage freuen.

Mit Weihnachtslesung auf Tour

Der „Bergdoktor“ wird erstmals mit einer weihnachtlichen Lesung auf Tour gehen. Die betreuende Agentur wollte auch gern eine Veranstaltung in der Oberpfalz anbieten und trat deshalb mit Arthur Theisinger in Kontakt. „In Regensburg kommt man in der Weihnachtszeit nicht ins Audimax. Da ist alles schon dicht“, erzählt er. Aus dem Grund suchte er nach einer Alternative – und fand sie in der Oberpfalzhalle in Schwandorf.

„Es tut unserem Konzept gut, auch noch was im Winter zu machen“, findet Gradl. Vielleicht könnte die Weihnachtslesung von Hans Sigl der Anfang für noch mehr Veranstaltungen im Dezember sein, blickt er zuversichtlich in die Zukunft.

Sie haben gut Lachen: Arthur Theisinger und Michael Gradl (r.) konnten den Chartstürmer aus Oberbayern buchen, bevor Oimara seinen großen Durchbruch schaffte. Foto: Jan Lange
Mehr als fünf Millionen Zuschauer verfolgen den „Bergdoktor“. Nun kann man Hans Sigl in der Großen Kreisstadt live erleben. Foto: Fotowunder