Verkaufsoffene Sonntage und Budget: Veränderungen beim Werbekreis Roding

Seit der letzten Versammlung 2024 hat der Werbekreis Roding zahlreiche Gespräche mit den Mitgliedern geführt, informierte Götz bei der Jahresversammlung am Donnerstag und gab als Resümee bekannt, dass es „ohne Werbekreis in Roding nicht geht“. Es würde was fehlen in der Stadt.
Wendepunkt, Neuausrichtung, Bewusstseinsänderung, Förderung der Anziehungskraft und Regional-Wohl waren die Schlagworte bei der Mitgliederversammlung im November letzten Jahres. Seit 45 Jahren bemüht sich der Werbekreis Roding, früher „Schaufenster Roding“, die Anziehungskraft und das Einkaufsvergnügen der Rodinger Innenstadt zu steigern. Dabei wurden bei den verkaufsoffenen Sonntagen bestimmte Themen bespielt, die sich der Einzelhandel zunutze machen konnte und in Kooperation mit der Stadt Roding der Tag der offenen Stadt kreiert.
Ferner wurden die Einkaufsgutscheine eingeführt und mit der „Rodinger Mark“ Münzen in Umlauf gebracht. Doch im Laufe der Jahre hat sich das Einkaufsverhalten mit dem aufgekommenen Online-Handel und gebührenfreier Rücksendung gewaltig verändert, was auch nicht spurlos an den Rodinger Einzelhändlern vorübergegangen ist. Die Schließung einzelner Geschäfte war die logische Folge.
Mitwirkung: Eher nicht
Bei einer Mitgliederbefragung (24 von 85 hatten sich beteiligt) wurde nach zukunftsweisenden Veränderungswünschen und neuen Marketingstrategien für die Zukunft gefragt. Ein Großteil (über 83 Prozent) war nicht bereit, bei einer Neugestaltung mitzuwirken. 70 Prozent stimmten für einen Zusammenschluss mit der Stadt Roding im Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Wobei aber knapp zwei Drittel gegen eine Auflösung des Werbekreises votierten. Bürgermeisterin Alexandra Riedl betonte damals, dass „die Stadt zwar unterstützend zur Seite steht, aber nicht der Werbekreis ist“.
Die Versammlung einigte sich bei einem separaten Treffen, mit den Mitgliedern speziell die Thematik der verkaufsoffenen Sonntage bis zur Versammlung mit Neuwahlen zu erörtern. Diese Jahresversammlung fand am vergangenen Donnerstag in der Stadthalle statt.
Werbekreis-Vorsitzender Christian Götz begrüßte neben Bürgermeisterin Alexandra Riedl die Mitglieder der Vorstandschaft und weitere zehn Einzelhandelsvertreter. Seit der vorausgegangenen Versammlung seien zahlreiche Gespräche mit den Mitgliedern geführt worden, informierte Götz und gab als Resümee bekannt, dass es „ohne Werbekreis in Roding nicht geht“. Es würde was fehlen in der Stadt.
Götz listete einige Veranstaltungen auf, die aus der Feder des Werbekreises stammen und mit Unterstützung der Stadt durchgeführt wurden. Angefangen von Roding International, Tag der offenen Stadt, Roding wird zum Flohmarkt über Rodinger Misswahl und Roding blüht auf bis hin zu Malwettbewerben oder Rodings dickste Dinger. Er sprach auch die Erfolgsgeschichte der Einkaufgutscheine und der Rodinger Mark an und dankte allen Beteiligten für die tatkräftige Unterstützung bei der Abwicklung. „Der Werbekreis führt jedes Jahr tausende Menschen in die Stadt, und mit den Gutscheinen bleibt das Geld in der Region und versickert nicht im Internet“, unterstrich Götz auch die Wichtigkeit des Werbekreises.
Schriftführer Thomas Angermeier ließ kurz die Aktionen bei den verkaufsoffenen Sonntagen sowie das Christmas-Shopping des letzten Jahres revuepassieren. Aufgrund der Werbemaßnahmen für die einzelnen Aktionen musste der Kassier ein kleines Minus verzeichnen, „aber der Werbekreis steht auf soliden Beinen“, konnte er beruhigen.
Bürgermeisterin Alexandra Riedl freute sich, dass es beim Werbekreis weitergeht. Es wäre schade, wenn es den Werbekreis nicht mehr gäbe, auch für das Stadtmarketing, betonte sie und stellte jegliche Unterstützung seitens der Stadt in Aussicht. „Gemeinsam kann es funktionieren, so wie beim Popup-Store.“ Riedl ging auch kurz auf die Nutzung der Flussbühne und den Platzer-Stadl ein und sah das „Rodinger Wohnzimmer“ nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung. „Zeigen wir, was wir in Roding an Kunst und Genuss haben.“ Zusammen mit ihrem Stellvertreter Alfred Stuiber wickelte sie die Neuwahlen zügig ab.
Vier verkaufsoffene Sonntage
Bei seinem Ausblick teilte Götz mit, dass 2025 nochmals alle vier verkaufsoffenen Sonntag bespielt werden, aber mit reduziertem Budget. Eine geänderte Anzahl werde für 2026 ins Auge gefasst, dabei werde an Regionaltage gedacht. Die Einkaufsgutscheine wolle man noch besser platzieren und bei den Unternehmen deren Vorzüge bewerben. Die Stadt arbeite derzeit an einem „Umsortieren“ von kostenfreien Parkmöglichkeiten, was für den Einzelhandel förderlich wäre, ließ Alfred Stuiber wissen.
Zum „Tag der offenen Stadt“, der am 19. Oktober parallel zum verkaufsoffenen Sonntag stattfinden wird, gab Eventmanager Sebastian Gabler bekannt, dass man Handwerksbetriebe und die Industrie ins Boot holen möchte. Der nächste Termin für die Messe Roding stehe noch nicht fest.
„Wir werden uns umgehend an die Themen für die anstehenden verkaufsoffenen Sonntage machen und sind für gute Ideen empfänglich“, bemerkte Götz, der allen Unterstützern dankte und auf eine konstruktive Zusammenarbeit hofft.
Vorstandschaft
Wahlergebnis: Vorsitzender Christian Götz; Stellvertreterin Elke Schwarzfischer; Schriftführer Thomas Angermeier; Kassier Martin Fuchs; Beisitzer Hannelore Bergfeld, Pia Gemoll, Stefan Obholz, Michael Wenzl, Kathrin Schegerer, Maria Fuchs; Kassenprüfer Josef Brantl, Robert Stögbauer
rsr
