Gegen den Trend in der Region: Übernachtungszahlen im Rodinger Stadtgebiet steigen leicht

Als eine der wenigen Kommunen in der Region kann Roding im vergangenen Jahr leicht gesteigerte Übernachtungszahlen vorweisen. Selbst wenn dies zu einem großen Teil auf Geschäftsreisende zurückzuführen sei, trage auch die gute Arbeit im touristischen Bereich zu den positiven Zahlen bei, sind sich Bürgermeisterin Alexandra Riedl sowie Birgit Lehner und Sebastian Gabler von der Tourist-Info sicher.
90 880 Übernachtungen wurden im Stadtgebiet im vergangenen Jahr insgesamt gebucht, 239 mehr als 2023. „Es ist kein großes Plus, aber im Vergleich mit vielen anderen Kommunen, wo es weit bergab ging, schon bemerkenswert“, findet Riedl. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer ging sogar noch deutlicher von 3,4 auf 4,2 Tage nach oben. Dies sei sowohl auf Urlauber, wie auch auf Geschäftsreisende, die eine ganze Woche in der Stadt verweilten, zurückzuführen, meint Lehner. Ebenfalls ein Plus, wenn auch eher minimal, gab es bei den Gästeankünften, die von 25 572 auf 25 618 stiegen.
„Wir freuen uns über die Entwicklung, können sie aber schon auch richtig einordnen“, sagte Riedl. Doch auch, dass das „Rahmenprogramm“ stimme, trage zur Steigerung bei, erläutert die Rathaus-Chefin. So seien etwa Veranstaltungen in der Stadthalle oder auf der Flussbühne, Führungen oder das Volksfest sowohl bei Touristen als auch bei Geschäftsreisenden beliebt, haben Lehner und Gabler festgestellt.
Freibad als Pluspunkt
Positiv mache sich bemerkbar, dass die Angebote in einem Flyer zusammengefasst sind und so die Gäste auf einen Blick sehen könnte, was es zu unternehmen gibt oder was angeschaut werden könnte.
Riedl erhofft sich für die warme Jahreszeit in diesem Jahr auch noch ein weiteres Plus, da dann das Freibad nach der abgeschlossenen Generalsanierung wieder besucht werden kann: „Das Thema Schwimmen konnten wir in den vergangenen beiden Jahren ja nicht bespielen, vor allem bei Familien mit Kindern ist das schon wichtig“, findet sie.
Derzeit werde daran gearbeitet, neue Flyer zu erstellen, unter anderem auch für Wanderer und Radfahrer, für die in der Region viel geboten sei. Aktuelle Radkarten zu erstellen sei zwar aufwendig, sagt Lehner, „wir wollen es dann auch gut machen. Jetzt sind wir aber auf einem guten Weg und bald fertig.“ Ende Mai sollen die neuen Flyer zur Verfügung stehen, auch Kirchen- und Stadtführer werden aktualisiert.
Sehr gut laufe die Zusammenarbeit in der Werbegemeinschaft „Land der Regenbogen“, in der neben Roding und dem Altlandkreis auch Cham mit seinen Nachbargemeinden vertreten ist.
Gemeinsam wird jährlich ein neuer Katalog mit Gäste-Unterkünften erstellt, der rege nachgefragt werde. „Wir schauen auch, dass wir dafür immer wieder aktuelle Fotos von Roding liefern“, erläutert Lehner.
Sie und Gabler informieren sich jährlich mit Besuchen bei den Beherbergungsbetrieben im Stadtgebiet, wie es läuft und wo eventuell der Schuh drückt. „Sie sind durch die Bank gut gebucht“, erläutern sie.
Viele Stammgäste
Dabei würden die Vermieter unter anderem auch oft von Stammgästen profitieren, die jedes Jahr wiederkommen, etwa Angler in Wiesing oder Volksfest-Fans im Gasthaus Hecht in Mitterdorf. Mit dem kulturellen Programm, das geboten werde, habe man einen weiteren Vorteil, unterstreicht sie.
Werbung für sich wird die Stadt in Zusammenspiel mit Vereinen auch bei der Landesgartenschau in Furth im Wald machen. Am 10. Juli und am 7. August wird sich im Regionalpavillon alles um Roding drehen. „Wir haben die zwei Tage ein volles Programm“, blickt Lehner voraus und dankt gemeinsam mit Riedl den Vereinen, die fleißig mitarbeiten.
