Geschäftsreisende, Radler und Wanderer füllen die Betten: Übernachtungszahlen auf Rekordniveau

Fast 92000 Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr in Roding verzeichnet, ein absoluter Rekordwert freuen sich Birgit Lehner und Sebastian Gabler von der Tourist-Info.
Der Erfolg fuße auf mehreren Faktoren, sind sie sich sicher, unter anderem auf der guten Arbeit der Vermieter. Damit sie noch besser wissen, welche Wünsche diese und vor allem auch die Urlauber für einen Aufenthalt in Roding haben, werden Lehner und Gabler in Kürze eine Tour zu allen Übernachtungsbetrieben im Stadtgebiet starten.
Der Sprung bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr ist groß, da waren es 86500. Selbst 2016, als die riesige Forstmesse KFW in Roding stattgefunden hat, wurde diese Zahl nicht annähernd erreicht, und das, obwohl 2023 kein überregionales Event in Roding stattgefunden hat.
Viele Stammgäste
Rund 6700 Besucher Rodings kamen im Jahr 2023 aus dem Ausland, der Rest aus Deutschland, erläutert Lehner. Einen großen Teil der Übernachtungsgäste machten unter anderem Geschäftsreisende aus, die oft mehrere Tage bei Rodinger Betrieben arbeiten. Als großer Industriestandort sei dies nicht verwunderlich, meint Lehner, und auch nichts Negatives: „Auch diese Gäste, die mehrere Tage in der Stadt verbringen, lassen Geld hier, etwa wenn sie zum Essen gehen.“
Im touristischen Bereich seien es vor allem Radler und Wanderer oder Fischer, die in Roding Station machten, oft auch schon Stammgäste, wie Lehner weiß. Dies spreche auch für die Qualität der Vermieter, „die Leute würden nicht immer wieder kommen, wenn sie nicht zufrieden wären und nichts geboten würde.“
Alle Arten von Unterkünften
Ein Vorteil der Stadt sei in dieser Hinsicht auch, dass alle Arten von Unterkünften von Camping in Neubäu am See über Ferienhäuser etwa in Wiesing bis zum Vier-Sterne-Hotel in Roding vorhanden seien. Lehner: „Jeder Gast kann für sich die passende Unterkunft finden.“ Auch seien die Preise im Vergleich etwa zu den Großstädten noch relativ moderat.
Um den Radlern, bei denen das Interesse weiter steige, wie Lehner und Gabler festgestellt haben, noch mehr zu bieten, wird derzeit eine professionelle Radlkarte speziell für das Rodinger Stadtgebiet erstellt, diese soll im Frühsommer fertig sein und auch Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Gastronomie enthalten. Generell sei Roding sehr gut ins Radwegenetz eingebunden, so gibt es etwa gute Verbindungen nach Regensburg oder quer durch den Landkreis Cham bis nach Bad Kötzting und Lam.
Die Monate mit den höchsten Übernachtungszahlen sind Juni, Juli, August, September und Oktober, danach käme im Winter ein kleines Tief, was aber in jedem Jahr der Fall sei, sagt Lehner. Im Schnitt blieben die Übernachtungsgäste 2023 drei bis vier Nächte in Roding. Die entspreche auch den Werten aus den Vorjahren, erläutert Lehner.
Um auch künftig bei den Übernachtungszahlen zulegen zu können, wird sie gemeinsam mit Gabler alle Betriebe im Stadtgebiet, die Betten anbieten, besuchen, und fragen, was gut läuft und wo vielleicht noch Verbesserungsmöglichkeiten gesehen werden.
Wichtig sei dabei auch, herauszufinden, was sich die Urlauber noch wünschen würden. „In diesen Bereichen wollen wir dann gezielt weiterarbeiten“, erläuterten die beiden Mitarbeiter der Tourist-Info.
Führungen und Wanderung
Zudem sollen in Roding noch mehr Angebote für Urlauber vor Ort geschaffen werden wie Stadt- oder Kirchenführungen. Auch Kräuterwanderungen soll es bald geben, Lehner kann sich auch gut vorstellen, das Angebot später auszuweiten, sollte das Interesse da sein. Und auch spezielle Angebote für Kinder könnte es geben.
In die Zukunft blicken Lehner und Gabler optimistisch, auch weil mit der Landesgartenschau in Furth im Wald von Mai bis Oktober ein Großereignis im Landkreis Cham stattfindet, dass auch zusätzliche Besucher nach Roding locken könnte. „Ich kann mir gut vorstellen, das einige Gäste den Besuch der Landesgartenschau mit einem Kurzurlaub verbinden und sich dann in der Gegend noch mehr anschauen“, erläutert Lehner.