Gespräche laufen: Gibt es jetzt doch einen Ersatz-Stellplatz für Gertrud Payers (85) Essenswagen in Cham?

Von Tanja Fenzl · 28. Februar 2025 um 19:00

Wende in Sachen Imbiss Payer in der Stadellohe: Nach einem Treffen der Imbissbudenbesitzer mit Vertretern der Stadt Cham scheint es nun doch einen alternativen Standort für die Imbissbude zu geben. Die Stadt hatte der 85-jährigen Gertrud Payer nach 39 Jahren am selben Standort gekündigt, weil rund um den Parkplatz Stadellohe umfassende Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen werden.

Am Mittwoch trafen sich Payer, ihre Tochter und ihr Enkel mit Bürgermeister Martin Stoiber und Vertretern der Stadt, um Möglichkeiten zu diskutieren, dass es für den alteingesessenen Betrieb doch noch weitergehen kann.

Stammkunden kämpfen mit Unterschriftenlisten für Imbiss

Die Nachricht, dass Chams ältester Imbiss einfach so schließen müsse, hatte in Cham hohe Wellen geschlagen. Langjährige Stammkunden hatten sich mit einer Unterschriftenliste für den Imbiss stark gemacht.

Lesen Sie hier die Vorgeschichte: Nach 39 Jahren an Ort und Stelle: 85-Jährige Gertrud Payer muss ihren Imbiss räumen

Auf Nachfrage bestätigt Stoiber, dass man in „konstruktivem Austausch “ mit Gertrud Payer sei, und spricht von „gewissen Überlegungen“, einen alternativen Standort zu finden. „Das muss natürlich für beide Seiten passen. Zum einen muss der Standort geeignet sein, aber auch die technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein.“

Payers Tochter Renate Müller wirkt jedenfalls am Donnerstag ziemlich erleichtert. „Es tut sich was“, freut sie sich und meint, dass die ersten Gespräche mit der Stadt gut verlaufen seien. Als Alternativen zum jetzigen Standort seien derzeit der hintere Bereich am Parkplatz Stadellohe und der Parkplatz Quadfeldmühle auf der anderen Seite der Janahofer Straße im Gespräch.

Infrastruktur wäre in der Quadfeldmühle vorhanden

„In der Quadfeldmühle wäre ja auch eine Toilettenanlage, und ein Stromanschluss müsste dort auch möglich sein. Mehr brauchen wir ja nicht“, sagt Müller. „Wir müssten nur ein paar Meter weiter umziehen, das ist machbar“, überlegt sie. Denn für ihre Mutter sei mit 85 natürlich ein großer, weiter Umzug nicht mehr so einfach. „Aber so blieben wir ganz in der Nähe und hätten jetzt bis Mai Zeit, den Umzug vorzubereiten“, zeigt sie sich vom guten Ausgang in der Sache überzeugt.

Einziger Zusatzwunsch: „Ich habe gesagt, ein großer Baum wäre schön, damit wir Schatten haben und im Sommer nicht im Wagen gebraten werden“, grinst sie.