Grünes Licht für die Sanierung: Die Bäckerei Plank darf ihr Café in Berching erweitern

Moderner, offener, größer: So soll sich das Café der Bäckerei Plank in der Berchinger Altstadt nach der Sanierung präsentieren, wenn es nach Geschäftsführer Jakob Plank geht. Was dafür weichen muss und wie sich das Plank-Stammhaus neben dem Rathaus verändert, erklärt der Junior-Chef.
Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt befasste sich am Dienstagabend mit dem Bauantrag der Familie Plank, das Café am Pettenkoferplatz umzubauen und zu erweitern. Einstimmig befürworteten die anwesenden Mitglieder das Vorhaben.
Die Pläne sehen vor, dass ein Teil des alten Bestandsgebäudes aus den 1980er-Jahren abgebrochen wird – und zwar der Block, der nicht vom Pettenkoferplatz aus zu sehen ist, sondern von der Johannesbrücke. An dieser Stelle soll ein neuer Wintergarten mit großen Glasfenstern entstehen. Als „optisch leichte Stahl-Glas-Konstruktion mit Walmdach“ soll der Anbau später daherkommen, steht in den Plänen.
Café neben dem Rathaus in Berching: Wintergarten soll entstehen
Der Wintergarten, der sich im hinteren Bereich Richtung Johannesbrücke an der Stadtmauer Richtung Allioturm anschmiegen soll, soll gut 43 Quadratmeter groß werden. Neben dem Wintergarten sollen Sitzplätze auf einer gut 47 Quadratmeter großen Terrasse entstehen.
Die Pläne riefen beim Bürgermeister eine positive Reaktion hervor. „Wir warten ehrlich gesagt schon lange darauf“, schmunzelte Bürgermeister Ludwig Eisenreich. Der Umbau sei eine sehr erfreuliche Entwicklung und ein weiterer Mosaikstein, die Altstadt zu beleben.
Pettenkoferplatz in Berching soll belebt werden
Stadtrat Lothar Bierschneider (FW) sprach von einer Bereicherung für Berching, die gut ins Stadtbild hineinpasse. Werner Stork (DFB) dagegen sei gespannt, wie es nach dem Umbau tatsächlich aussehe. Denn der Weg zwischen Heimatmuseum und Café sei jetzt neun Meter breit. Danach werden es laut Stork nur noch sechs Meter sein. „Die Optik wird sich schon verändern“, sagte Stork, der es aber dennoch gut finde, dass die Stadt wieder mit mehr Leben gefüllt werden soll. Zum schmäleren Durchgang sagte Eisenreich: „Wir werden uns daran gewöhnen.“
Auch Regina Burger (CSU) ist froh, dass das Café endlich umgebaut werden soll. „Nicht nur Touristen, sondern auch Berchinger warten darauf.“ Es sei nicht schön zu sehen gewesen, wie das alte Gebäude zu verfallen drohte – zumal es nicht nur eine Plank-Filiale von vielen sei, sondern der Ursprung des Familienbetriebs in Berching. „Ich wünsche mir, dass es dieses Mal auch etwas wird“, sagte Burger in Richtung von Hermann und Jakob Plank, die die Sitzung verfolgten.
Bäckerei Plank plant Sanierung des Cafés seit 2020
Denn wie berichtet hatte der Bauausschuss bereits im Juli 2020 einen Antrag auf Vorbescheid zum Umbau des Cafés befürwortet. Weil die Geschäftsführer die Pläne aber noch einmal überarbeitet hatten, hat sich der Start der Sanierung bis jetzt verschoben.
Jetzt soll das Gebäude nach Angaben von Jakob Plank aber tatsächlich umgebaut werden. Aus denkmalschutzrechtlichen Gründen spreche nichts Gravierendes gegen die Sanierung, auch die Verwaltung hat bauplanungsrechtlich nichts gegen das Vorhaben einzuwenden. Einzig die 13 vorgeschriebenen Parkplätze können nicht vollständig ausgewiesen werden. Im Bestand sind laut Bauamt rein rechnerisch sieben Stellplätze enthalten. Somit müsse Plank sechs Parkplätze ablösen. Pro Stellplatz werden laut Satzung in der Altstadt 500 Euro fällig.
Barrierefreies WC im Heimatmuseum Berching
Außerdem soll eine Nutzungsvereinbarung getroffen werden, wonach Gäste des Cafés die barrierefreien Toiletten, die gerade im Heimatmuseum gebaut werden, nutzen dürfen. Denn die Toiletten im Café bleiben im Keller. An den WCs soll es laut Jakob Plank aber nicht scheitern: „Wir wollen so schnell es geht mit dem Umbau loslegen.“

