Georg Hoffmann einstimmig als Bürgermeisterkandidat der CSU Bodenwöhr nominiert

Von Mittelbayerische Zeitung · 21. Februar 2025 um 15:00

Georg Hoffmann bleibt Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf). Und er geht gleichzeitig als dessen Kandidat ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026. Hoffmann erhielt dazu von den Mitgliedern ein einstimmiges Votum.

Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Seegasthof Jacob sagte der alte und neue Vorsitzende Georg Hoffmann, man habe die Aktivitäten des Ortsverbandes zurückfahren müssen. Zum einen habe die Coronazeit auch bei den Parteien Spuren hinterlassen, zum anderen sei er durch sein Bürgermeisteramt zeitlich stark gebunden.

Aus diesem Grund werde derzeit kein Preisschafkopf mehr veranstaltet. Auch beim Hammerseefest betreibe man neben dem OGV Bodenwöhr nur noch zusammen mit der JU einen Ausschank im Kunst- und Kulturgarten, die Bewirtung mit Speisen habe man vergeben, berichtete Hoffmann.

Aus der Versammlung wurde angeregt, wieder einen Vereinsausflug zu organisieren, was Hoffmann versprach. Äußerst positiv bewertete er die kürzlich mit der CSU-Bundestagskandidatin Martina Englhardt-Kopf im Brauereigewölbe durchgeführte Wahlveranstaltung, die mit rund 50 Zuhörern auf eine sehr gute Resonanz gestoßen sei, sowie die mit ihr durchgeführte Besichtigung der neuen Grundschule.

Technikerlebniszentrum, neue Grundschule, Baugebiete: Große Projekte auf den Weg gebracht

Mit Blick auf den Gemeinderat bewertete Hoffmann die Zusammenarbeit mit den Fraktionen bis auf wenige Ausnahmen als überwiegend gut. Die gemeinsame positive Bilanz in seiner Amtszeit in den zurückliegenden sechs Jahren könne sich sehen lassen, sagte er. Als wesentlichen und zukunftsweisenden Beschluss verwies er unter anderem auf die Sanierung des alten Bahnhofes, in dem das Technikerlebniszentrum (MINT) des Landkreises untergebracht werde. Nach dem Umbau des Haltepunktes durch die DB AG vor drei Jahren werde nun der Freistaat den Bahnhof mit einem Aufzug komplett barrierefrei machen.

Nach harten Diskussionen im Gemeinderat habe auch der Neubau der Grundschule, die heuer noch fertiggestellt wird, eine Mehrheit gefunden. Dies sei eine richtige Entscheidung gewesen, wie die Kostenreduzierung um mehr als 1,6 Millionen Euro zeige, sagte Hoffmann. Die letzten noch ausstehenden Ausschreibungen für Gewerbe würden die Ausgaben wohl nochmals um rund 100 000 Euro drücken.

Aus dem alten Rathaus in Bodenwöhr wird ein Bürgerhaus mit vielen Angeboten

Mit einem Ratsinformationssystem, dem Hammerblatt, den Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram und einem WhatsApp-Kanal habe man dafür gesorgt, die Gemeindearbeit und -politik transparenter für den Bürger zu machen. Mit insgesamt zehn anstrengenden aber erfolgreichen Bürgerforen zu den Themen Belebung Ortsmitte, Taucherkapelle, Hammersee, Tourismus, Kinderspielplätze, altes Rathaus und alter Bahnhof habe man die Bürger in die Gemeindearbeit involviert und deren Wünsche berücksichtigt, erklärte Hoffmann weiter. Das alte Rathaus solle nun in ein Bürgerhaus mit Post, Bücherei, Tourismusbüro, Tagescafé, Musikschule und einem Veranstaltungssaal umgewandelt werden. Das werde für eine Belebung des Ortskerns sorgen, erklärte er.

Als Erfolg bewertete Hoffmann auch die Bodenwöhrer Zweigstelle der Wackersdorfer Hausärzte, wodurch wieder eine ortsnahe Versorgung möglich wurde. Man sei jedoch weiter auf der Suche nach einem zweiten Hausarzt, um eine Medizinisches Versorgungszentrum gründen zu können.

Mit den Baugebieten Altes Forstamt, Wirtskellerweg/ Wegäcker sowie Am Birkerl in Bodenwöhr, Ziegelzell in Taxöldern und Schwandner Höhe in Altenschwand habe man Bauland geschaffen beziehungsweise werde man Bauland schaffen, so Hoffmann weiter. Durch die Neujahrsgala, den Generationenfasching und den Hammerrock in der Hammerseehalle, die Weihnachtslaterne in der Ortsmitte, den Weiberfasching hinterm Rathaus, dem Selfie-Herz im Kunst- und Kulturgarten und mit der schwimmenden Seebühne auf dem Hammersee habe man viel für den Tourismus und die Kultur gemacht.

Gemeinde muss wohl mehr Betreuungsplätze für Kinder schaffen

Gut vorangekommen sei man in den vergangenen Jahren bei der Sanierung der alten Wasserleitungen und mehrerer Gemeindestraßen. In Blechhammer konnte ein neuer Recyclinghof gebaut, in der Ludwigsheide ein neuer Parkplatz angelegt und in der ehemaligen Hauptschule der Kindergarten Pusteblume untergebracht werden, berichtete Hoffmann. Mit der künftig per Gesetz vorgeschriebenen Ganztagsbetreuung müsse wohl die alte Hauptschule in ein „Kinderhaus“ umgewandelt werden, um genügend Platz zu haben, meinte er.

Schatzmeister Randolf Alesch teilte mit, dass die Einnahmen aus Hammerseefest, Beiträgen und Spenden deutlich über den Ausgaben für Parteiabgaben, Homepage, Ehrungen, Öffentlichkeitsarbeit und Gebühren lagen.

Zum Abschluss wurde auf Vorschlag und Plädoyer von Altbürgermeister Albert Bauer der derzeit amtierende Bodenwöhrer Bürgermeister Georg Hoffmann einstimmig ins Rennen für das Bürgermeisteramt bei den Kommunalwahlen im März 2026 geschickt.

Vorstandschaft des CSU-Ortsverbands bei den Neuwahlen im Amt bestätigt

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender: Georg Hoffmann; stellvertretende Vorsitzende: Andreas Seitz, Stefanie Reiger und Walter Spirk; Schatzmeister: Randolf Alesch; Schriftführer: Dominik Neumeier; Digitalbeauftragte: Franziska Hoffmann (alle wie bisher); Beisitzer: Albert Bauer, Harald Bauer, Markus Klein, Josef Seitz und Johann Wild; Kassenprüfer: Alfons Forster und Fritz Kaiser; Kreisdelegierte: Albert Bauer, Johann Wild, Markus Klein, Walter Spirk und Andreas Seitz; Ersatzdelegierte: Harald Bauer, Randolf Alesch, Jürgen Wilhelm und Josef Seitz